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Galerie: Bericht 40 Jahre Ford Escort

Bericht: 40 Jahre Ford Escort

Vom Hundeknochen zum Rallyekönig

22.07.2010

Aus dem alltäglichen Straßenbild ist der im Juli 2000 ausgelaufene Ford Escort bereits weitgehend verschwunden. In Liebhaberkreisen genießt die vor 40 Jahren in Saarlouis in Produktion gegangene Kompaktklassebaureihe dagegen Kultstatus. Der weltweit erfolgreiche europäische Ford sorgte schnell für Aufsehen - einerseits als untermotorisierter 40-PS-Biedermann mit Kühlergrill in kuriosem Hundeknochen-Design, andererseits als Brandstifter auf Rallyepisten und mit einem bis zu 100 PS starken Vorläufer der GTI-Fraktion, dem legendären RS 2000.

Ursprünglich sollte der in Großbritannien entwickelte Escort nur der Nachfolger des Anglia werden, eines technisch einfachen, kurios geformten und heute vor allem den Fans des Nachwuchszauberers „Harry Potter“ bekannten Kleinwagens. In dieser Mission ging er im Dezember 1967 in England an den Start.

Zugleich sollte der Escort aber auch der erste Einheits-Ford für den europäischen Markt werden, nicht nur nach dem Willen der amerikanischen Konzern-Zentrale, sondern vor allem aus marktstrategischen Erwägungen. In Großbritannien war Ford auf dem Weg zur unangefochtenen Nummer eins, in Deutschland wurden die Ford-Modelle 12M und 15M vom Opel Kadett „B“, aber auch neuen französischen und italienischen Rivalen in Bedrängnis gebracht. Mit dem Escort bot sich den Kölnern eine bereits fertig entwickelte Basisbaureihe an, die nur noch für den deutschen Markt adaptiert werden musste.

Ähnlichkeit mit Cola-Flasche

Alle Escort kennzeichnete das sogenannte „Coke-Bottle-Design“ mit dynamischem Hüftschwung über den Hinterrädern, aber auch ein ruppiges Fahrwerk.  Das Einsteiger-Modell entwickelte sich schon in seiner ersten Generation zum bis dahin meistproduzierten Ford aller Zeiten, zumindest was die Alte Welt betraf. Aber auch die Neue Welt konnte von der kompakten Einkaufs- und Familieneskorte erobert werden, allerdings erst ab 1981. In den USA ersetzte der Escort der mittlerweile dritten Generation den einheimischen Kleinwagen Pinto und den aus Europa importierten Fiesta. Mit modernem Layout - als erster in Amerika produzierter Ford bot der Escort die Kombination Heckklappe und Vorderradantrieb – gelang dem Kleinwagen der Sprung auf Platz eins in der Konzernwertung der meistverkauften Pkw-Baureihen.

Aber auch bei der Karosserie-, Antriebs- und Fahrwerksausstattung folgte Ford den unterschiedlichen Kundenwünschen je nach Kontinent und Land. In Nordamerika etwa gab es den Escort als Sportcoupé EXP, in Brasilien dagegen wurde das Weltauto als zweitüriges Stufenheckmodell unter dem Namen Ford Verona und sogar als VW Apollo vermarktet. Einen noch exotischeren Markencocktail präsentierte Südafrika: Hier wurde der Escort-Pickup Bantam parallel von MMI Mitsubishi und Mazda unter jeweils eigenem Logo als MMI Mitsubishi Rustler bzw. Mazda Rustler verkauft. Der eindrucksvolle Beweis für den Erfolg dieser Weltautostrategie waren elf Millionen Escort, die bis 1990 abgesetzt werden konnten.   

Billig-Image

In Deutschland verlief der Start des kleinsten Ford-Modells 1968 holprig, was weniger am mangelnden Fahrkomfort des Escort als an Lieferschwierigkeiten lag. Als das neue Werk im Saarland den Kapazitätsengpass 1970 endlich beseitigt hatte, waren fast 60.000 Vorbestellungen bereits storniert worden. Hinzu kam lautstarke Kritik von Kunden und Presse an der teils schludrig-schlechten Verarbeitungsqualität und der ellenlangen Aufpreisliste des Basis-Escort. Alles kostete extra, egal ob vordere Ausstellfenster oder Gürtelreifen im Kinderwagenformat 155 SR 12.

Sein Discounterimage polierte der billige Ford bereits im ersten Jahr durch Motorsporterfolge in der Rallye-WM auf. Der 115 PS leistende Twin-Cam-Motor verwandelte die 800 Kilogramm leichte Blechbüchse in einen wahren Feuerstuhl, der als Straßenversion englische Landstraßen mit Gummispuren adelte, wie sie sonst nur von kaum erschwinglichen V8-Supercars radiert wurden. Mit Verzögerung und in abgeschwächter Form waren es auch in Deutschland die Motorsporterfolge, die den Escort schließlich auf respektable Stückzahlen in den Zulassungsstatistiken brachten. Wilde Reiter, darunter Hubert Hahne oder Rolf Stommelen, trieben brave Familienväter zum Kauf vorsichtig veredelter Escort GT oder Sport mit bürgerlichen 72 PS.

Starker RS 2000

Richtig zur Sache ging es erst im Frühjahr 1973. Am Vorabend von Ölkrise und GTI-Zeitalter erschien der 100 PS starke RS 2000 in weißblauer Kriegsbemalung. 5.200 Exemplare dieses Trendsetters wurden bis Ende 1974 verkauft – eine damals beinahe beispiellose Stückzahl. Kaum weniger eindrucksvoll: Insgesamt konnten von der ersten Escort-Generation 2,14 Millionen Einheiten verkauft werden, davon aber nur 234.000 Einheiten in Deutschland.

Vielleicht war dies der Grund, warum Ford Köln bei der Entwicklung des im Januar 1975 vorgestellten Escort MK II die entscheidende Rolle übernommen hatte. Die unter dem Codenamen „Brenda“ entwickelte Modellreihe übernahm weitgehend die Technik und Motoren des Vorgängers, verpackte diese aber in gefälligere, glatte Formen. Ein Paket, das genügte, um in fünf Jahren 1,6 Millionen Einheiten zu verkaufen. Dann allerdings war die Zeit von Starrachse, Hinterradantrieb und Stufenheck endgültig abgelaufen.

Ausgewählte Produktionszeiträume und -Zahlen:

Escort 1. Generation: 1968 bis 1974

2.145.656 Einheiten, davon 234.657 Einheiten in Deutschland und 5.200 Escort RS 2000

Escort 2. Generation: 1975 bis 1980

1.607.000 Einheiten

Escort 3. Generation: 1980 bis 1990

11.000.000 Einheiten insgesamt von 1967-1990

Escort 4. Generation: 1990 bis 2000

Escort 1. Generation mit 1,1-Liter-(44 PS)-Benziner (ab September 1970) bzw. 1,1-Liter-(48 PS)-Benziner (ab September 1970) bzw. 1,1-Liter-(40 PS)-Benziner bzw. 1,1-Liter-(45 PS)-Benziner bzw. 1,3-(48 PS)-Benziner bzw. 1,3-Liter-(52 PS)-Benziner bzw. 1,3-Liter-(64 PS)-Benziner bzw. 1,3-Liter-(54 PS)-Benziner (ab September 1970) bzw. 1,3-Liter-(57 PS)-Benziner (ab September 1970) bzw. 1,3-Liter-(72 PS)-Benziner (ab September 1970) bzw. 2,0-Liter-(100 PS)-Benziner (ab Juni 1973).

Escort 2. Generation mit 1,1-Liter-(44 PS)-Benziner bzw. 1,1-Liter-(48 PS)-Benziner bzw. 1,1-Liter-(46 PS)-Benziner (ab März 1979) bzw. 1,3-Liter-(54 PS)-Benziner bzw. 1,3-Liter-(457 PS)-Benziner bzw. 1,3-Liter-(60 PS)-Benziner (ab März 1979) bzw. 1,3-Liter-(70 PS)-Benziner bzw. 1,3-Liter-(73 PS)-Benziner (ab März 1979) bzw.1,6-Liter-(84 PS)-Benziner bzw. 1,6-Liter-(85 PS)-Benziner bzw. 2,0-Liter-(110 PS)-Benziner (ab März 1975).

Escort 3. Generation mit 1,1-Liter-(55 PS)-Benziner (bis März 1982) bzw. 1,1-Liter-(59 PS)-Benziner (bis August 1981) bzw. 1,1-Liter-(53 PS)-Benziner (ab März 1982 bis August 1987) bzw. 1,1-Liter-(55 PS)-Benziner (ab März 1982) bzw. 1,1-Liter-(50 PS)-Benziner (ab August 1983) bzw. 1,3-Liter-(69 PS)-Benziner (bis Januar 1986) bzw. 1,3-Liter-(60 PS)-Benziner (ab Januar 1986) bzw. 1,3-Liter-(60 PS)-Benziner mit ungeregeltem Kat (ab April 1986) bzw. 1,4-Liter-(75 PS)-Benziner (Februar 1986 bis Januar 1987) bzw. 1,4-Liter-(73 PS)-Benziner (ab Februar 1987) bzw. 1,4-Liter-(73 PS)-Benziner mit geregeltem Kat (ab Februar 1987) bzw. 1,6-Liter-(79 PS)-Benziner (bis Dezember 1985) bzw. 1,6-Liter-(96 PS)-Benziner (bis Dezember 1985) bzw. 1,6-Liter-(105 PS)-Benziner (ab Oktober 1982) bzw. 1,6-Liter-(115 PS)-Benziner (Februar 1982 bis September 1984) bzw. 1,6-Liter-(90 PS)-Benziner mit geregeltem Kat (ab September 1985) bzw. 1,6-Liter-(132 PS)-Benziner (ab September 1984) bzw. 1,6-Liter-(54 PS)-Diesel (August 1983 bis Dezember 1988) bzw. 1,8-Liter-(60 PS)-Diesel (ab Januar 1989).

Escort 4. Generation mit 1,3-Liter-(60 PS)-Benziner (ab September 1991) bzw. 1,4-Liter-(71 PS)-Benziner (bis März 1994) bzw. 1,4-Liter-(75 PS)-Benziner (ab April 1994) bzw. 1,6-Liter-(105 PS)-Benziner (bis Juni 1992) bzw. 1,6-Liter-(90 PS)-Benziner (September 1992 bis Januar 1995) bzw. 1,6-Liter-(88 PS)-Benziner (ab Januar 1995) bzw. 1,8-Liter-(105 PS)-Benziner (Januar 1992 bis August 1995) bzw. 1,8-Liter-(115 PS)-Benziner (ab August 1995) bzw. 1,8-Liter-(130 PS)-Benziner (ab Februar 1992) bzw. 2,0-Liter-(150 PS)-Benziner (ab September 1991) bzw. 2,0-Liter-(220 PS)-Turbo-Benziner (ab Juni 1992) bzw. 1,8-Liter-(60 PS)-Diesel (September 1992 bis Juli 1996) bzw. 1,8-Liter-(70 PS)-Diesel (ab März 1996) bzw. 1,8-Liter-(70 PS)-Turbodiesel /ab März 1996).

Escort Cabriolet (1983 bis 1990) mit 1,3-Liter-(69 PS)-Benziner (bis Januar 1986) bzw. 1,4-Liter-(75 PS)-Benziner (Februar 1986 bis Juli 1990) bzw. 1,6-Liter-(79 PS)-Benziner (bis Dezember 1985) bzw. 1,6-Liter-(90 PS)-Benziner (Februar 1986 bis Juli 1990) bzw. 1,6-Liter-(105 PS)-Benziner (bis Januar 1986) bzw. 1,6-Liter-(90 PS)-Benziner (Februar 1986 bis Juli 1990) bzw. 1,6-Liter-(102 PS)-Benziner mit geregeltem Kat (Juli 1988 bis Juli 1990).

Escort Cabriolet (1990 bis 1997) mit 1,6-Liter-(105 PS)-Benziner (Oktober 1990 bis Januar 1992) bzw. 1,6-Liter-(90 PS)-Benziner (ab August 1992) bzw. 1,4-Liter-(71 PS)-Benziner (Oktober 1991 bis April 1994) bzw. 1,4-Liter-(75 PS)-Benziner (ab April 1994) bzw. 1,8-Liter-(105 PS)-Benziner (Januar 1992 bis August 1995) bzw. 1,8-Liter-(130 PS)-Benziner (Januar 1992 bis August 1996) bzw. 1,8-Liter-(115 PS)-Benziner (ab August 1995) bzw. 1,8-Liter-(90 PS)-Turbodiesel (ab April 1994) bzw. 1,8-Liter-(70 PS)-Diesel (ab Mai 1995).

Orion mit 1,3-Liter-(69 PS)-Benziner (bis Januar 1986) bzw. 1,3-Liter-(60 PS)-Benziner mit ungeregeltem Kat (ab September 1987) bzw. 1,4-Liter-(75 PS)-Benziner (Februar 1986 bis Januar 1987) bzw. 1,4-Liter-(73 PS) (ab Februar 1987) bzw. 1,4-Liter-(73 PS)-Benziner mit geregeltem Kat (ab Februar 1987) bzw. 1,6-Liter-(105 PS)-Benziner (ab Oktober 1982) bzw. 1,6-Liter-(90 PS)-Benziner (ab Februar 1986) bzw. 1,6-Liter-(90 PS)-Benziner mit geregeltem Kat (ab September 1987) bzw. 1,6-Liter-(54 PS)-Diesel (Februar 1984 bis Juni 1988) bzw. 1,8-Liter-(60 PS)-Diesel (ab Juli 1988).

1967: Der Escort wird im Dezember als Nachfolgemodell des Anglia in London auf einer Vorpräsentation gezeigt

1968: Europa-Premiere für die erste Generation des Escort auf dem Salon in Brüssel. Der Verkaufsstart in Deutschland folgt im September. In England läuft schon im April das 100.000ste Exemplar vom Band

1969: Vorstellung von Escort 1300 GT Gruppe 2 und Escort Twin Cam Gruppe 2 im März, im April folgt der Escort Turnier XL. Anlässlich der IAA in Frankfurt wird die viertürige Limousine präsentiert

1970: Im Januar erfolgt der Produktionsstart im Werk Saarlouis

1971: Markstart für den Escort Sport mit GT-Fahrwerk. Am 18. Oktober läuft nach vier Produktionsjahren der einmillionste Escort von britischen Produktionsbändern

1973: Verkaufsbeginn Escort RS 2000, die Lieferung erfolgt über Rallye-Sport-Händler. Der RS 2000 wird zunächst ebenfalls in England produziert, später aber wegen langer Lieferzeiten in Saarlouis. Im September werden alle Escort-Modelle auf den vorderen Sitzen mit Dreipunktgurt ausgerüstet

1974: Der Escort GT wird vom GXL abgelöst. Zur Jahresmitte sind bereits zwei Millionen Escort produziert worden. Ende des Jahres verlängert Ford die Garantie auf wahlweise ein Jahr oder 20.000 Kilometer

1975: Auf technischer Basis der ersten Generation erscheint im Januar der Escort II. Entwickelt wurde dieses Nachfolgemodell von Ford Deutschland

1977: Die blaue Ford-Pflaume löst als Markenlogo den Schriftzug im Kühlergrill ab. In der zweiten Jahreshälfte erscheinen die Sondermodelle „Team“ und „Weekend“

1978: Alle Escort-Modelle erhalten Rechteckscheinwerfer – bis auf den Escort Sport und den RS 2000

1980: Vorstellung der dritten Escort-Generation als Drei- und Fünftürer, als Turnier und als XR3

1982: Ab Januar ist ein Fünf-Gang-Getriebe gegen Aufpreis erhältlich. Im März wird das Spritsparmodell Escort E eingeführt, im April folgt der Escort RS 1600i. Der XR3i löst den XR3 ab

1983: Ab Februar gibt es den Kombi auch mit vier Türen. Ab September ist erstmals ein 1,6-Liter-Dieselaggregat erhältlich. Zur Jahresmitte wird der Escort mit Stufenheck unter dem Namen Orion vorgestellt. Im September folgt das Escort Cabrio

1984: Im September lanciert Ford den RS Turbo mit 132-PS-Maschine

1986: Mit einer Modellpflege im Februar erhalten alle Escort einen neuen Innenraum, eine neue Front, neue Stoßfänger und vergrößerte Heckleuchten. XR3i und RS Turbo serienmäßig mit ABS

1987: Am 7. Februar rollt der sechsmillionste Escort vom Band. Ab Oktober ist das Escort Cabrio optional mit elektrischem Verdeck zu haben

1988: Präsentation des 1,8-Liter-Diesels, die Einführung wird aber durch Lieferschwierigkeiten verzögert. Nach einem Facelift zeigt sich der Escort mit angedeuteten Rippen im Kühlergrill und Lufteinlass hinter dem Kennzeichen. Im Februar läuft das 50.000 Escort Cabriolet vom Band

1990: Im Oktober wird die vierte Generation des Escort eingeführt. Die Produktion läuft auf Hochtouren: Das Werk in Saarlouis leistet Sonderschichten ab und produziert täglich bis zu 1.360 Escort. Im britischen Halewood und in Valencia (Spanien) entstehen am Tag bis zu 1.650 Einheiten. Der 1,8 D ist als erster Diesel seiner Klasse mit einem Katalysator erhältlich. Im Januar erscheint das Cabrio-Sondermodell Highlight. Vier Monate später wird das 100.000ste Cabriolet fertiggestellt. An 22. Juli endet die Produktion nach 104.237 gefertigten Einheiten. Schon im Oktober wird das neue Escort-Cabriolet vorgestellt

1991: Auf dem Genfer Salon zeigt Ford den XR3i 2000, der im September als RS 2000 mit 2,0-Liter-16V-(150 PS)-Motor zu den Händlern kommt. In diesem Monat wird außerdem der Escort Express mit Elektroantrieb vorgestellt. Die Reichweite soll 160 Kilometer betragen und der Sprint von 0 auf 80 in 14 Sekunden absolviert sein. In diesem Jahr werden in Deutschland 160.792 Escort-Einheiten zugelassen, das entspricht einem Marktanteil von vier Prozent. Insgesamt werden 337.682 Einheiten produziert

1992: Im März feiert der Escort „RS Cosworth 4x4“ Premiere. Diese Version dient als Grundlage für den Rallye-Wagen für die Rallye-WM, Gruppe A. Mit der Modellpflege im September werden Heck- und Frontpartie sowie der Innenraum verändert, Servolenkung gehört fortan zur Serienausstattung

1993: Ab Mai ist das Cabriolet als Sondermodell „Michael Schumacher Edition“ erhältlich. Im September wird die 4x4-Version des RS 2000 eingeführt. Alle Modelle serienmäßig mit Beifahrer-Airbag. Die Modellbezeichnung Orion entfällt zugunsten Escort Stufenheck

1995: Erneutes Facelift im Januar für Limousine und Cabriolet. Im August erscheint das Sondermodell „RS 2000 F1 Edition“, das mit Sonderlackierung in Lugano-Blau, Leichtmetallrädern, Edelstahl-Auspuff, weiß unterlegten Armaturen und Karbon-Optik im Interieur aufwartet. Die Produktion ist auf 500 Einheiten beschränkt.  Außerdem wird im August der 1,8-Liter-Turbodiesel im Cabriolet eingeführt

1997: Nach der Produktion von 83.983 Cabrio-Einheiten endet die Fertigung am 30. September. Ende des Jahres kommt das Escort-Sondermodell „Classic“ auf den Markt. Als „Classic“ wird der Escort auch nach Einführung des Focus weiter verkauft

2000: Die Escort-Produktion endet im Juli

Karmann baut XR3i

Opel Kadett und Ford Escort wandelten nun auf den Spuren des neuen Klassenprimus VW Golf: Quermotoren, Vorderradantrieb und Heckklappe waren ab 1980 unabdingbare Erfolgsvoraussetzungen. Die unter dem Codenamen „Erika“ entwickelte dritte Escort-Generation machte damit auch auf dem Weltmarkt Karriere. Als Leistungsträger fungierte nun der XR3i, als Lustspender ab 1983 ein bei Karmann produziertes Cabriolet mit Überrollbügel und als Lastenesel erstmals auch fünftürige Kombis Turnier sowie die Transporter Express 35/55. Ein Programm, das durch immer neue Sondermodelle, die Stufenheckversion Orion, zahllose Sporterfolge und einen bis zu 132 PS starken Leistungsträger über ein Jahrzehnt frisch blieb.

Ebenfalls zehn Jahre blieb der im Oktober 1990 lancierte Escort MK IV in Produktion. Mit unauffälligen, aber zeitlos eleganten Formen schaffte es die finale Escort-Ausgabe sogar, noch mehrere Jahre parallel zum Nachfolger Focus im Programm zu bleiben.

Von der braven Familienkutsche zum wilden Rallye-Reiter, vom biederen Allerweltsauto zum erfolgreichen Weltauto, damit schrieb der Escort Geschichte wie kein anderer Ford. Für die in den Startlöchern stehende neue Focus-Generation aber vielleicht Verpflichtung und Ansporn, die Idee des kompakten Weltautos erfolgreich zu beleben.(SP-X)

 
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