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Galerie: Bericht 40 Jahre Mazda in Deutschland

Bericht: 40 Jahre Mazda in Deutschland

Die etwas anderen Japaner

25.01.2012

Ob Rotarier oder Roadster, Vierradlenkung oder viertürige Coupés: Stets war es der Mut zum Besonderen, wenn auch nicht immer erfolgreichen Weg, mit dem sich Mazda von den anderen asiatischen Marken differenzierte. So auch in Deutschland, wo Japans viertgrößter Automobilhersteller vor 40 Jahren die erste Niederlassung eröffnete.

Mit einer Mischung aus technischen Spezialitäten und preiswerter automobiler Massenware wollte das ingenieurgetriebene Unternehmen auf dem weltweit anspruchsvollsten Automobilmarkt zum Höhenflug abheben. Fast schon ein Fehlstart, so mager waren die Verkaufszahlen der ersten Modellreihen 616 und 818 sowie des RX-3 mit Wankelmotor. Raketengleich nach oben schossen die Mazda-Zulassungszahlen erst zehn Jahre später mit dem kompakten 323, dem Mittelklassebestseller 626 und dem Klappscheinwerfer-Keil RX-7. Den Kult-Roadster MX-5 lancierte Mazda bereits aus der Position des führenden japanischen Importeurs in Deutschland.

Heute wäre die Rückeroberung dieses Rangs das vielleicht überraschendste Geburtstagspräsent für das Unternehmen aus Hiroshima, das in Leverkusen am Rhein sein deutsches und auch europäisches Hauptquartier aufgeschlagen hat. Die Modellpalette wurde jedenfalls jubiläumsfein gemacht, darunter vor allem der neue Kompakt-Crossover CX-5 und die in den Startlöchern stehende nächste Generation des 6. Als technische Delikatesse serviert Mazda heute allerdings nicht mehr Kreiskolbenmotoren, sondern nur noch sogenannte Skyactiv-Triebwerke mit perfektionierter Verdichtung als Downsize-Alternative.

Die Wankel-Connection

Galerie: Bericht 40 Jahre Mazda in DeutschlandDabei war es doch der Wankelmotor, der Mazda schon 1961 nach Deutschland führte. Damals erwarben die Japaner von der NSU Wankel GmbH und dem Erfinder Felix Wankel die Lizenz zur Entwicklung und Produktion eines Kreiskolbentriebwerks. Die Initialzündung für die Rotary-Sportwagen, von denen bis zum RX-8 über eine Million Einheiten produziert wurden. Den deutschen Lizenzgeber überholte Mazda bereits am 30. Mai 1967 eindrucksvoll: An jenem Tag wurde das weltweit erste Serienauto mit Zweischeiben-Wankelmotor, der futuristische Supersportwagen Cosmo Sport 110 S, vorgestellt.

Auch die weltweite Markenbekanntheit verdankt Mazda einem Rotarier. 1968 startete der kompakte  Mazda R100 seine internationale Karriere, die ihn ein Jahr später auf den ersten Mazda-Stand bei der Frankfurter IAA führte. Für die Gründung von Mazda Deutschland war die Zeit aber erst 1972 gekommen, nun sorgte das exotisch gezeichnete RX-3 Coupé als damals einziger Wankel-Rivale des NSU Ro 80 für Schlagzeilen. Ein Erfolg wurde der RX-3 allerdings nicht, der relativ hohe Preis verhinderte große Stückzahlen.

Zunächst nach Düsseldorf

Hinzu kam, der deutsche Automobilmarkt war noch fest in der Hand der einheimischen Hersteller, sogar die großen europäischen Importeure erzielten meist nicht viel mehr als Achtungserfolge. Von den asiatischen Automobilkonzernen hatten bis dahin nur drei Marken den Start gewagt: Honda, Toyota und Datsun/Nissan. Vom bereits über 50 Jahre alten Mazda-Mutterkonzern „Toyo Kogyo“ hatte trotz des frühen Wankel-Engagements bis dahin kaum ein Deutscher gehört. Das sollte sich nach dem Willen von Mazda nun rasch ändern: Die Japaner im Hauptquartier in Hiroshima erteilten Masayuki Kirihara die Vorstandsorder, eine deutsche Vertriebsorganisation aufzubauen.

Am 23. November 1972 erfolgte der Eintrag ins Handelsregister Düsseldorf und bereits ein Jahr später feierten die 180 Mazda-Händler der ersten Stunde mit einer Sonderschau die Markteinführung der Baureihen 616, 818 und RX-3. Verstärkung vermitteln sollten die Kleinwagentypen 1000/1300 und die große Reihe RX-4 mit Wankelmotor, die auf der Frankfurter IAA im September 1973 debütierten. Dann kam die erste Ölkrise und damit das vorläufige Aus für die relativ durstigen Wankelmodelle. Nennenswerte Stückzahlen brachten allein preiswerten Kleinwagen 1000/1300.

Der Durchbruch

Galerie: Bericht 40 Jahre Mazda in DeutschlandDer Durchbruch in Deutschland gelang erst zum Ende des Jahrzehnts mit den Modellen RX-7 und 323. Während der aufregende Klappscheinwerfer-Keil RX-7 mit leistungsstarkem Rotary-Triebwerk zum erschwinglichen Porsche-924 -Jäger avancierte, der sogar einen 160.000-Kilometer-Dauertest problemlos absolvierte, trat der 323 zwar mit konventionellem Hubkolbenmotor und Hinterradantrieb an, dafür war er der erste japanische Golf-Rivale mit Heckklappe. Seine Markteinführung feierte der 323 in Form eines Triumphzugs: Eine Karawane der Kompakten fuhr die 15.000 Kilometer lange Strecke auf eigenen Rädern von Hiroshima zur IAA nach Frankfurt, wo Mazda-Deutschland-Chef Masayuki Kirihara das Debüt des Hoffnungsträgers mit Champagner feierte.

Tatsächlich sollte der 323 eine Glücksnummer für Mazda werden: Anfang der 1980er Jahre erreichten die Mazda-Verkaufszahlen in Deutschland fast die 50.000er-Marke und der 323 wurde meistverkauftes japanisches Auto mit bis zu drei Monaten Lieferzeiten. Mit dem Mittelklassemodell 626 nahm Mazda weiter Fahrt auf. Der in bis zu vier Karosserievarianten lieferbare 626 wurde zunächst meistverkauftes Auto aus Fernost und schließlich sogar die Nummer eins unter allen Importmodellen. 1983 konnte Mazda in den Absatzzahlen erstmals Toyota und Nissan überholen und den achten Rang in der deutschen Zulassungsstatistik belegen.

Zuverlässig, innovativ

Unauffälligkeit in Pannenstatistiken und in TÜV-Autoreports und technische Innovationen wie die Einführung von Allradantrieb und 4WS-Vierradlenkung (1988), vor allem aber der MX-5 als Reinkarnation des erschwinglichen Roadsters (1989) festigten Mazdas Stellung auf der Pole Position unter den japanischen Anbietern auf dem deutschen Automobilmarkt.

Mit neuen Modellen wie dem kleinen 121 im modischen Biodesign und technischen Innovationen wie dem weltweit kleinsten V6 im kompakten Sportwagen MX-3 sowie der neuen Premium-Mittelklassereihe Xedos 6 wollte Mazda den wirtschaftlichen Abschwung Mitte der 1990er Jahre bewältigen. Sogar Designer der Haute Couture wie Giorgetto Giugario begeisterten sich für das neuartige Xedos-Designkonzept ihrer japanischen Kollegen und bezeichneten den Xedos 6 als Mittelweg zwischen Limousine und Coupé. Erst mehr als ein Jahrzehnt später entdeckten andere Hersteller diese Fahrzeugkategorie für sich und präsentierten Baureihen wie den Passat CC. Dank dieser Innovationsfreudigkeit konnte Mazda kurz vor der Jahrtausendwende noch einmal vorübergehend den ersten Platz in der Zulassungsstatistik der  japanischen Automobilunternehmen in Deutschland erobern.

1961: Mazda erwirbt von der NSU Wankel GmbH und dem Erfinder Felix Wankel die Lizenz zur Entwicklung und Produktion eines Kreiskolbenmotors.

1968: Die Europazentrale Mazda Motor Europe wird mit Sitz in Belgien gegründet

1969: Auf der IAA in Frankfurt werden Mazda 1200, 1800 und R100 als die ersten möglichen Modelle des japanischen Konzerns für den deutschen Markt präsentiert

1972: Die Mazda Motors (Deutschland) GmbH wird gegründet: Am 23. November erfolgt der Eintrag ins Handelsregister Düsseldorf. Sieben Mitarbeiter inklusive Geschäftsführer beziehen die erste Niederlassung in Hilden bei Düsseldorf

1973: Deutscher Verkaufsstart am 1. März mit 616 und RX-3, im Juni folgt der 818

1977: Erstes Erfolgsmodell Mazda 323. Die Mazda-Zentrale zieht nach Leverkusen-Hitdorf

1983: Bis 1990 ist Mazda (außer 1987) führender japanischer Importeur in Deutschland

1989: Der Mazda MX-5 wird am 9. Februar auf der Chicago Motor Show enthüllt, erste Exemplare werden inoffiziell nach Deutschland exportiert

1990: Deutschlandstart des MX-5 im April. Mazda nimmt die Arbeit im europäischen Forschungs- und Entwicklungszentrum (MRE) in Oberursel bei Frankfurt auf

1991: Die Mazda Neuzulassungen in Deutschland erreichen mit 112.965 Einheiten ihren Allzeit-Höchststand

1992: Die Mazda Motors (Deutschland) GmbH bezieht eine neue Hauptverwaltung in Leverkusen.

2002: Als Nachfolger des Mazda 626 wird der Mazda 6 im April eingeführt

2010: Vereinbarung mit Toyota zur Nutzung der Hybrid-Antriebstechnologie. Mazda wird das Antriebssystem mit dem Skyactiv-Verbrennungsmotor kombinieren und ab 2013 in einem Mazda Hybridfahrzeug einsetzen

2012: Mazda hofft auf steigende Zulassungszahlen nach Einführung des CX-5

Mazda 121 (1. Generation 1988 bis 1991)

Das kleinste Modell des damaligen Mazda-Modellprogramms ist zunächst nur mit elektrischem Faltschiebedach lieferbar. Die erste Generation des Mazda 121 ist baugleich mit dem Ford Festiva und dem erst zwischen 1995 und 2001 angebotenen Kia Pride.

Mazda 121 (2. Generation 1991 bis 1994)

Mit dem zweiten 121 führt Mazda eine für die nächsten Jahre prägende Formensprache ein: Das „Biodesign“.   

Mazda 121 (3. Generation 1996 bis 2002)

Der dritte 121 ist baugleich mit dem Ford Fiesta.

Mazda 2 (1. Generation 2003 bis 2007)

Der fünftürige Mazda 2 ist nicht nur Nachfolger des 121, er ersetzt auch die Hochdachlimousine Demio. Der Mazda 2 ist das erste eigenständig entwickelte Mazda-Modell, das in Europa (Valencia/Spanien) produziert wird.

Mazda 2 (2. Generation seit 2007)

Dank Leichtbautechnik spart der neue Mazda 2 gegenüber seinem Vorgänger über 100 Kilogramm Gewicht und unterbietet sogar die magische 1.000-Kilogramm-Grenze. 2008 wird der Mazda 2 zum „World Car of the Year“ gewählt.

Mazda 1000/1300 (in Deutschland 1974 bis 1976):

Weltpremiere feiern die Mazda-Modelle 1000/1300 1967 in Japan unter der Bezeichnung Familia. In Deutschland startet die konservative japanische Kompaktklasse erst 1974.

Mazda 323 (1. Generation 1977 bis 1980):

Deutschlandpremiere auf der IAA als Nachfolger des Mazda 1000/1300. Zuvor absolviert der 323 erfolgreich einen 40-tägigen Langstreckentest von Hiroshima nach Frankfurt. Erster japanischer Kompakter mit Heckklappe in der Golf-Klasse.   

Mazda 323 (2. Generation 1980 bis 1985)

Mazda führt mit der zweiten Generation des 323 den Frontantrieb ein. 1981 und 1982 meistgekauftes japanisches Auto in Deutschland. Am 31. Mai 1981 schließt die DDR ein Handelsabkommen mit Japan über den Import von 10.000 Einheiten des 323.

Mazda 323 (3. Generation 1985 bis 1989)

1986 wird der 323 erneut meistverkaufter japanischer Importwagen in Deutschland, gefolgt vom deutlich größeren Mazda 626. Als 323 Turbo 4WD 16V verfügt der Kompakte über Turbolader mit Ladeluftkühlung und permanenten Allradantrieb.

Mazda 323 (4. Generation 1989 bis 1994)

1990 wird auch diese 323-Generation meistverkauftes japanisches Auto in Deutschland. Neben den 323-typischen Karosserieformen Fließ- und Stufenheck sowie Kombi wird nun unter dem Namenszusatz "F"" ein viertüriges Coupé angeboten.

Mazda 323 (5. Generation 1994 bis 1998)

Der 323 F ist optional mit 2,0-Liter-V6-Triebwerk lieferbar – einzigartig in der Kompaktklasse.

Mazda 323 (6. Generation 1998 bis 2002)

Lieferbar ist der 323 in den beiden Karosserievarianten Stufenheck (323 S) und fünftüriges Schrägheck (323 F). Eine Studie bleibt die Hochleistungsversion Mazda 323 MPS, die jedoch Wegbereiter für den Mazda 3 MPS ist.

Mazda 3 (1. Generation 2003 bis 2008)

Weltpremiere auf der IAA 2003 als Nachfolger des Mazda 323. Im März 2006 debütiert der Mazda 3 MPS auf dem Genfer Salon mit 2,3-Liter-Turbo-Motor mit Benzindirekteinspritzung.

Mazda 3 (2. Generation seit 2009)

Weltpremiere Los Angeles 2008, Mazda 3 MPS Genf 2009. Facelift im Herbst 2011.

Mazda 616 (in Deutschland 1972 bis 1979)

Zählt als viertürige Mittelklasse-Limousine und Coupé zum Startaufgebot von 1972. Nachfolger wird der 626.

Mazda 626 (1. Generation 1978 bis 1982)

In den ersten neun Monaten nach Markstart 13.210 Käufer, das bedeutet für Mazda in Deutschland einen Verkaufszuwachs von 86,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Den 626 gibt es als viertürige Stufenheck-Limousine und als Coupé.

Mazda 626 (2. Generation 1983 bis 1987)

Einführung des Frontantriebs in der Mazda-Mittelklasse. Ab 1984 ist erstmals ein Dieselmotor im Angebot. Das 626-Programm (Coupé, fünftüriger Fließheck- und viertüriger Stufenheck-Limousine) wird Bestseller. Bis 1990 ist Mazda (außer 1987) führender japanischer Importeur in Deutschland, bis 1989 ist der Mazda 626 (außer 1986, Platz zwei hinter Mazda 323) das meistverkaufte japanische Automobil in Deutschland.

Mazda 626 (3. Generation 1987 bis 1991)

Im Dezember 1988 Marktstart für den 626 4WS als weltweit erstes Serienauto (parallel zum Honda Prelude) mit Allradlenkung. Ab 1990 auch mit Allradantrieb.

Mazda 626 (4. Generation 1992 bis 1997)

1992 Importbeginn als viertüriges Stufenheck und fünftüriges Fließheck. Der Kombi der Vorgängergeneration wird optisch überarbeitet und weiter angeboten. Das Coupé wird ein eigenständiges Modell unter dem Namen MX-6.

Mazda 626 (5. Generation 1997 bis 2002)

Neben Fließheck-Version (entwickelt im europäischen Entwicklungszentrum in Oberursel/Deutschland) und Stufenheck-Variante (entwickelt in Japan) nun auch wieder als Kombi lieferbar. Zulassungsanteil des Kombis am 626-Programm bis zu 53 Prozent. Nur als Studie debütierte der sportliche Mazda 626 MPS auf der IAA 2001.

Mazda 6 (1. Generation 2002 bis 2007)

Als erstes Fahrzeug der neuen Zoom-Zoom-Marketingstrategie und Nachfolger des Mazda 626 wird der Mazda 6 im April 2002 eingeführt. Die MPS-Version wird ab 2006 mit 2,3-Liter-Turbo-Benziner (260 PS) angeboten. Schon im Februar 2006 erreicht die Produktion des Mazda 6 die Ein-Millionen-Marke.

Mazda 6 (2. Generation seit 2008)

Die Verbrauchswerte der teilweise neu entwickelten Motorengeneration werden um bis zu 13 Prozent reduziert. Optische und technische Überarbeitung im Frühjahr 2010.

Mazda 818 (in Deutschland 1973 bis 1979)

In Japan seit 1971 als Grand Familia im Programm, in Deutschland ab Juni 1973 als Coupé, viertürige Limousine und Kombi lieferbar. Mit Wankelmotor mit dem Namen RX-3 vertrieben.

Mazda 929 (in Deutschland 1977 bis 1978)

Deutschlandeinführung als größte Mazda-Baureihe im Februar 1977 als viertürige Stufenheck-Limousine und Coupé. Auf anderen Märkten ist das Modell bereits seit 1972 erhältlich, dort auch als Kombi bzw. mit Rotary-Motor (Mazda RX-4).

Mazda 929 (2. Generation 1978 bis 1981)

Ab Mai 1979 gibt es den 929 auch als Kombi. Zusätzlich wird eine damals fast konkurrenzlose Version mit LPG-Autogasantrieb ins Programm aufgenommen. Der 929 Kombi wird in modifizierter Form noch bis 1985 weitergebaut.

Mazda 929 (3. Generation 1982 bis 1987)

Das Coupé zeigt mit Fenstern in den B-Säulen und Klappscheinwerfern eine eigenständige Designsprache, die Limousine präsentiert sich konservativ-betulich

Mazda 929 (4. Generation 1987 bis 1991)

Nun auch mit repräsentativem 3,0-Liter-V6-Benziner lieferbar.

Xedos 6 (1992 bis 1999)

Verkaufsbeginn der Premium-Mittelklassereihe Xedos 6 bei ausgewählten Händlern im Sommer 1992. Europäische Designer wie Giorgetto Giugiaro begeistern sich für das Designkonzept ihrer japanischen Kollegen und bezeichnen den Xedos als innovativen Mittelweg zwischen Limousine und Coupé. Erst mehr als ein Jahrzehnt später entdecken andere Hersteller diese Fahrzeugkategorie für sich. Mazda wagt mit dem Xedos 6 den Schritt in die Premiumklasse, letztlich erfolglos.

Xedos 9 (1993 bis 2003)

Luxuriöse Limousine als Nachfolger des Mazda 929. Im Jahr 1995 wird im Xedos 9 ein 2,3-Liter-V6-Motor, der nach dem Miller-Prinzip arbeitet, eingeführt. Durch länger geöffnete Einlassventile soll der Miller-Motor mit Druckwellenlader eine bessere  Leistungseffizienz, weniger Schadstoffe und einen geringeren Verbrauch als vergleichbare konventionelle Motoren bieten. Ein Motorenkonzept, das sich aber nicht durchsetzt.

Mazda RX-3 (in Deutschland 1973 bis 1974)

Wankelmotor-Variante des Mazda 818. In Deutschland bleibt der RX-3 ein rarer Außenseiter.

Mazda RX-5 (in Deutschland 1976 bis 1979)

Weltpremiere 1975 unter dem Namen Cosmo AP mit Wankelmotor. Besonderer Design-Höhepunkt: Die mittlere Seitenscheibe, untergebracht in der B-Säule, ist voll versenkbar.

Mazda RX-7 (1. Generation 1979 bis 1986)

In den USA wird der RX-7 bereits seit 1978 verkauft und avanciert dort umgehend zum Kultobjekt. 1978 feiert Mazda die Produktion des einmillionsten Kreiskolbenmotors, eingebaut ist dieser in einem RX-7. Den Titel „Car of the Decade“ erhält der Sportwagen 1980 in Japan. Den schärfsten Konkurrenten, den Porsche 924, lässt der Klappscheinwerfer-Keil von Mazda nur in den USA hinter sich. Dort kommen auf jeden verkauften Porsche 924 zehn Mazda RX-7. Weltweit werden von dem Sportwagen rund 475.000 Einheiten verkauft.

Mazda RX-7 (2. Generation 1986 bis 1992)

Bis jetzt sind 1,5 Millionen Mazda mit Rotary-Motor produziert worden. Ab Juni 1989 auch als Cabriolet mit damals noch außergewöhnlichem elektrisch versenkbarem Stoffverdeck.

Mazda RX-7 (3. Generation 1992 bis 1996)

Der letzte RX-7 bietet 240 PS Leistung und ein Leistungsgewicht von nur 5,4 Kilogramm pro PS. In Japan wird der letzte RX-7 2003 produziert. Bis heute ist der RX-7 mit rund 1,8 Millionen Einheiten der weltweit meistverkaufte Wankel-Sportwagen.

Mazda RX-8 (2003 bis 2010)

2004 erzielen zwei Mazda RX-8 insgesamt 40 internationale FIA-Weltrekorde bei einer 24-Stunden-Vollgasfahrt auf einem Testgelände im niedersächsischen Papenburg. Der Kreiskolbenmotor gewinnt 2003 und 2004 die internationale Wahl "Engine of the Year". Erkennungsmerkmal sind die gegenläufig öffnenden Türen. Produktionsauslauf in Japan 2012. Feldversuch mit mehreren RX-8 Hydrogen RE mit Wasserstoff-Wankel-Hybridantrieb.

Mazda MX-3 (1992 bis 1998)

Premiere des kleinen Sportcoupés MX-3 auf der IAA 1991. Mit 1,8 Liter Hubraum ist das auf Wunsch erhältliche V6-Aggregat eines der kleinsten Sechszylinder-Triebwerke, die je in einem Serienfahrzeug eingesetzt wurden. Rund 20.000 MX-3 in Deutschland verkauft.

Mazda MX-5 (3 Generationen seit 1990)

Seit dem Jahr 2000 im Guinness Buch der Rekorde als meistverkaufter zweisitziger Sportwagen aller Zeiten geführt. Bis heute wurden über 900.000 Einheiten des Roadsters verkauft, davon über 105.000 in Deutschland.

Mazda MX-6 (1992 bis 1997)

Erfolgloses Mittelklasse-Coupé mit Allradlenkung. Nachfolger des 626 Coupés.

Mazda Demio (1998 bis 2003)

Schon 1996 feiert der Mazda Demio mit Hochdachbauweise in Tokyo Weltpremiere.

Mazda Premacy (1999 bis 2005)

Einführung des Kompaktvans Mazda Premacy im Frühjahr 1999. Zwei Jahre später wird der Prototyp Premacy FCEV (Fuel Cell Electric Vehicle) mit Brennstoffzellenantrieb vorgestellt.

Mazda MPV (1. Generation 1994 bis 1998)

Verkaufsbeginn des Vans in Deutschland 1994, in Japan und den USA bereits seit 1988.

Mazda MPV (2. Generation 1999 bis 2005)

Auch die zweite Generation des MPV ist mit bis zu sieben Sitzplätzen erhältlich. Im Unterschied zum Wettbewerb sind die hinteren Fenster des Mazda MPV trotz der Schiebetüren elektrisch versenkbar.

Mazda 5 (1. Generation 2005 bis 2010)

Der Kompaktvan Mazda5 ist Nachfolger des Premacy

Mazda 5 (2. Generation seit 2010)

Seitliche, durch Licht- und Schattenspiel verstärkte Wellenlinien sollen den Kompaktvan unverwechselbar machen.

Mazda Tribute (2001 bis 2006)

Baugleich mit Ford Maverick. Geländegängige Freizeitfahrzeuge.

Mazda CX-5 (ab 2012)

Erster kompakter Crossover von Mazda.

Mazda CX-7 (seit 2007)

Zunächst mit dem Mazda 3/Mazda 6-MPS-Motor mit 260 Turbo-PS angeboten, seit der Modellpflege von 2009 gibt es auch ein 173 PS leistendes Dieselaggregat.

Mazda B-Serie (in Deutschland 1997-2006)

Nach Deutschland kommen die Pick-ups 1997 mit zwei- bzw. viertüriger Doppelkabine. 1999 startet die in Thailand produzierte B-Serie in zweiter Generation in Deutschland.

Mazda BT-50 (seit 2006)

Seit 2006 steht der Pick-up BT-50 als Nachfolger der B-Serie im Angebot.

Mazda E-Serie (in Deutschland 1984-2001)

In Japan ist die Transporterbaureihe unter der Bezeichnung Bongo seit 1965 Kult. Nach Deutschland kommt der Bongo im Jahr 1984 unter der Modellbezeichnung E-Serie.

Starke Neuheiten

Galerie: Bericht 40 Jahre Mazda in DeutschlandEin Erfolg, an den die Japaner mit der dynamischen Designlinie der 2002 eingeführten Zoom-Zoom-Markenstrategie anschließen wollten. Der Wettbewerb war allerdings härter denn je, zumal nun auch die Koreaner zu den ernsthaften Rivalen der Marke aus Nippon zählten. Unverwechselbarkeit war deshalb wichtiger denn je für Mazda. Bewirken sollten dies zunächst  260 PS starke MPS-Versionen von Mazda 6 und Mazda 3 und der 2003 eingeführte Wankel-Sportwagen RX-8 mit vier gegenläufig öffnenden Türen, die später anderen Herstellern als Vorbild für ähnliche Türkonzepte dienten. Das  Kreiskolben-Triebwerk im RX-8 errang zweimal den Titel "Engine of the Year" und war gut für insgesamt 40 internationale FIA-Weltrekorde bei einer 24-Stunden-Vollgasfahrt im niedersächsischen Papenburg – an die rekordverdächtigen Verkaufszahlen früherer RX-7 konnte er jedoch nicht anknüpfen.

Gänzlich andere Bestwerte stellte dafür der Kult-Roadster MX-5 auf: Seit dem Jahr 2000 wird der MX-5 im Guinness Buch der Rekorde als meistverkaufter Sportwagen aller Zeiten geführt. Bis heute wurden weit über 900.000 Einheiten des Roadsters verkauft, davon immerhin über 105.000 in Deutschland. Eine richtungsweisende Stilikone, die auch zum 40. Mazda-Jubiläum in Deutschland hell leuchtet. (sp-x)

 
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