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Galerie: Bericht 85 Jahre Skoda

Bericht: 85 Jahre Skoda

Böhmische Spezialitäten

30.06.2010

Die Wurzeln der Autobauhistorie von Skoda reichen zwar bis in das Jahr 1905, doch die große Erfolgsgeschichte hatte ihren offiziellen Startschuß am 27. Juni 1925 durch die Fusion von Laurin & Klement mit dem Maschinenbaukonzern Skoda in Pilsen. Seither avancierte unter dem neuen Markenlogo des geflügelten Pfeils Skoda zu einem der erfolgreichsten osteuropäischen Hersteller, der 1991 als vierte Marke vom Volkswagen-Konzern übernommen wurde. Den 85. Geburtstag will Skoda mit einem neuen Jahres-Produktionsrekord von über 700.000 Einheiten feiern.

Von Beginn an war es eine gelungene Mischung aus automobiler Alltagskost und böhmischen Spezialitäten, mit denen zunächst Václav Klements und Václav Laurins L & K AG der Aufstieg zu einem der renommiertesten Automobilbauer Europas gelang und anschließend Skoda größter Hersteller Osteuropas wurde. Dazwischen lagen die wirtschaftlichen schwierigen Jahre nach dem Ersten Weltkrieg. Der für L & K überlebenswichtige große Markt der untergegangenen k.u.k. Monarchie Österreich-Ungarn war auf das Gebiet der neu entstandenen Tschechoslowakei geschrumpft und ein Export vorläufig kaum möglich.So erhielten die Unternehmensgründer Laurin und Klement am 20. Juli 1925 die Zustimmung der Aktionäre zu der bereits einen Monat zuvor vollzogenen Fusion mit dem Rüstungs- und Maschinenbaukonzern Skoda. Damals schien dies die einzige Chance, um gegen die einheimischen Wettbewerber Tatra und Praga zu bestehen, die beide bereits Töchter großer Mischkonzerne waren.

Mit dem Kapital von Skoda gelang in den folgenden Jahren ein erfolgreicher Neuaufbau der Automobilproduktion. Nur ein Jahr später feierten auf der Internationalen Automobilausstellung in Prag die ersten Skoda-Modelle Weltpremiere und schon 1930 führte das Unternehmen die damals in Europa noch revolutionäre Fließbandproduktion ein. Fortan betrug die maximal mögliche Tagesproduktion 85 Einheiten – und dies mitten in der Weltwirtschaftskrise.

Erfolgswelle bis WK II

Zum böhmischen Erfolgsrezept zählten aber auch die entsprechenden Fahrzeuge, darunter vor allem der preiswerte Popular, mit dem Skoda die Volksmotorisierung in der Tschechoslowakei einleitete. Mit modernem Zentralrohrchassis, eleganten Formen und vergleichsweise günstigen Preisen wurden alle anderen Modellreihen aus Mladá Boleslav wie Rapid, Favorit und das Flaggschiff Superb ebenfalls europaweite Verkaufserfolge. Erst der Zweite Weltkrieg unterbrach den Höhenflug der Marke im Zeichen des Pfeils.

Galerie: Bericht 85 Jahre SkodaWas folgte waren Verstaatlichung und Vorgaben der Planwirtschaft. 1946 wurden die weitgehend zerstörten Automobilwerke unter dem neuen Namen AZNP Skoda (Automobilwerke Nationalbetrieb Skoda) wiederaufgebaut. Zunächst rollten die leicht überarbeiteten Vorkriegsmodelle Skoda 1101 vom Band. Nicht mehr Popular sondern Tudor nannte sich fortan die zweitürige Basisbaureihe. Ein Modellname (aus dem englischen „two door“), der in jenen Jahren so manchen europäischen Marken einen Hauch mondäner Weltläufigkeit vermitteln sollte.

Erfolge im Motorsport

Wirkliche internationale Anerkennung erzielte Skoda aber erst wieder mit dem Typ 1200, der ab 1952 zur Avantgarde der Ponton-Designs zählte. Ein Erfolg, den die Limousine Octavia und das elegante Cabriolet Felicia fortsetzten bis die Tschechen 1964 plötzlich rückwärtsgewandt handelten. Die viertürige Limousine 1000 MB setzte auf die Kombination von Hinterradantrieb und Heckmotor so wie der VW Käfer. Obwohl Skoda mit den Heckmotor-Modellen in den folgenden 20 Jahren zahlreiche Motorsportsiege feierte und in den osteuropäischen Verkaufscharts immer vordere Plätze belegte, wurde dieses Antriebslayout nicht nur in der westlichen Welt bereits ab Mitte der sechziger Jahre von Frontmotor und Vorderradantrieb verdrängt.

Auch die eleganten und sportiven Skoda-Coupés 1000 MBX, 110 R, Rapide und Garde konnten deshalb nicht verhindern, dass Exporterfolge nach Westeuropa nur noch über günstige Preise zu erzielen waren. Als 1983 der italienische Stardesigner Nuccio Bertone von Skoda mit dem Entwurf eines neuen Fahrzeugtyps mit Frontantrieb beauftragt wurde, galt dies als Aufbruchsignal für alle Automobilhersteller jenseits des sogenannten eisernen Vorhangs. Neue Formen und Techniken sollten mit westlicher Unterstützung bei nahezu allen Marken eingeführt werden.

Übernahme-Kandidat

Schneller als alle anderen wurde jedoch der Favorit zum ersten echten europäischen Bestseller jener Jahre. 1990 interessierten sich vor allem BMW, Renault und Volkswagen für die Übernahme von Skoda. Die Entscheidung der Prager Regierung fiel gegen BMW und Renault, so dass Skoda am 16. April 1991 als vierte eigenständige Marke in den Volkswagen-Konzern integriert wurde.

Galerie: Bericht 85 Jahre Skoda1905: Václav Klement und Václav Laurin nehmen die Entwicklung und Produktion von Automobilen auf. Die Gründer der Firma Laurin & Klement, die 1895 im böhmischen Jungbunzlau, dem heutigen Mladá Boleslav, mit der Fahrradherstellung an den Start gegangen ist, nennen ihren ersten Kleinwagen Voiturette A.

1925: Am 27. Juni erfolgt der Verkauf des Unternehmens L & K an den Konzern Skoda, wobei Václav Laurin technischer Direktor bleibt. Am 20. Juli billigen die L & K-Aktionäre den Zusammenschluss des Unternehmens mit den von Emil Skoda gegründeten Skoda-Werken in Pilsen, dem damals größten Maschinenbaukonzern in Böhmen. Dies war auch die Geburt des Skoda-Logos mit dem geflügelten Pfeil. Laut Vertrag müssen die weiter gefertigten Laurin & Klement-Fahrzeuge vorläufig beide Markennamen tragen.

1926: Auf der 18. Internationalen Automobilausstellung in Prag feiert die neue Firmenmarke Skoda offiziell Weltpremiere. Erstes Skoda-Spitzenmodell wird der sechssitzige Typ 360 mit 4,0-Liter-Vier-Zylinder, erster Roadster der Typ 150. Eine einfacher reproduzierbare Version des Skoda-Logos, ein blauer Pfeil, wird eingeführt.

1928: Mit Skoda 4R (2,0-Liter-Vier-Zylindermotor) und Skoda 6R (2,9-Liter-Sechs-Zylinder) kamen zwei neue Baureihen.

1930: Einführung der Fließbandproduktion bei Skoda. Die mögliche Tagesproduktion beträgt 85 Fahrzeuge. Die Automobilproduktion wird aus dem Skoda-Konzern ausgegliedert und in die selbstständige Automobilindustrie-Aktiengesellschaft ASAP überführt.

1931: Mit dem Modell 633 produziert Skoda einen der erfolgreichsten kleinen Sechs-Zylinder jener Jahre.

Galerie: Bericht 85 Jahre Skoda1934: Der Kleinwagen Skoda 418 Popular kommt auf den Markt. Die erste Suberb-Generation geht in der Luxusklasse mit 2,5-Liter-Sechs-Zylinder-Motor an den Start. Erster sportiver Rapid in der unteren Mittelklasse ist der 420 mit 1,4-Liter-Vier-Zylinder. Zur Mittelklasse zählt der neue Skoda Favorit mit 1,8-Liter-Vier-Zylinder.

1936: Skoda feiert einen Erfolg bei der Rallye Monte Carlo: Der Kleinwagen Popular Sport Roadster belegt Platz zwei in seiner Klasse und geht daraufhin als Popular Sport Monte-Carlo in Serie.

1937: Rallye-Siege des Popular bei der Afrika-Fahrt von Nairobi bis Johannesburg und bei der Balkan-Fahrt von Belgrad bis Athen.

1939: Der zweite Weltkrieg beginnt. Skoda wird zwangsweise in die „Reichswerke Hermann Göring AG“ integriert und produziert für die deutsche Besatzungsmacht Rüstungsgüter.

1940: Neues Flaggschiff wird der sechssitzige Suberb 4000 mit 4,0-Liter-Sechs-Zylindermotor und 96 PS Leistung.

1945: Im Herbst wird trotz weitgehend zerstörter Produktionsanlagen die Fertigung des Skoda 1101 aufgenommen. Im Oktober wird Skoda verstaatlicht.

1946: Die Automobilproduktion wird aus den Skoda-Werken Pilsen ausgegliedert und als volkseigener Betrieb unter dem Namen AZNP (Automobilwerke Nationalbetrieb) weitergeführt. Die Fahrzeuge dürfen weiter unter der Marke Skoda vertrieben werden. Als Pkw und Lieferwagen werden zunächst überarbeitete Skoda 1101 mit 1,1-Liter-VierZylinder produziert. Die volkstümliche Bezeichnung lautet Tudor (aus dem englischen „two door“).

1949: Skoda präsentiert das Modell 1102 als Weiterentwicklung des 1101. Der preiswerte 1102 wird bis nach Australien exportiert.

1952: Premiere für die neue Baureihe Skoda 1200 mit Pontonform und Ganzstahlkarosserie statt der bisherigen Mischbauweise aus Holz und Stahl.

1954: Präsentation des Skoda 440. Die Bezeichnung 440 steht für „Vier-Zylinder mit 40 PS“. Vertrieb zunächst unter den Bezeichnungen Spartak und Orlik. Offizielle Weltpremiere feierte der neue Skoda als Orlik auf dem Brüsseler Salon 1955. Das neue Werk in Mladá Boleslav besitzt eine Jahreskapazität von 120.000 Fahrzeugen.

Galerie: Bericht 85 Jahre Skoda1959: Der Octavia mit 1,1-Liter-Vier-Zylindermotor wird Nachfolger des 440 und setzt die Tradition des erfolgreichen Vorkriegsmodells Popular fort. Dagegen geht das damals beachtliche 140 km/h schnelle 1,2-Liter-Modell Felicia (Nachfolger des 450) als sportliche Spitzenversion an den Start. Schraubenfedern mit Teleskopstoßdämpfern ersetzen die Blattfedern.

1964: Am 1. April Produktionsanlauf des Skoda 1000 MB mit selbsttragender viertüriger Karosserie und Heckmotor. In Brüssel geht die Skoda Motor S.A. an den Start, zum Importprogramm zählen Pkw, Mopeds und Reifen aus der Tschechoslowakei.

1965: Skoda G.B. Ltd wird in London gegründet und etabliert Skoda in Großbritannien erfolgreich als preiswerte Einsteigermarke aus Osteuropa, ähnliches gelingt erst wieder Dacia – 40 Jahre später. In Australien und Neuseeland wird der Geländewagen Skoda Trekka in einer Auflage von 2.300 Einheiten montiert.

1966: Als Hardtop-Coupé geht der 1000 MBX in Serie.

1969: Einführung der neuen Heckmotor-Modelle Skoda 100/110.

1970: Vorstellung des Coupés 110 R mit 62 PS Leistung. Die Produktion erfolgt im Werk Kvasiny.

1973: Am 29. August läuft der einmillionste Heckmotor-Skoda, ein 110 LS, vom Band.

1975: Mit bis zu 140 PS starkem Heckmotor beschleunigt der Skoda 130 RS bis auf Tempo 220. Die Gesamtproduktion des Sportwagens beträgt nur 38 Einheiten

1976: Neue Heckmotor-Modelle S 105 und S 120 (Baureihe 742).

1981: Das Heckmotor-Coupé Rapid/Garde wird präsentiert. Der 130 RS gewinnt die Tourenwagen-Europameisterschaft vor BMW 635 CSi.

1983: Das Design eines neuen Fahrzeugtyps mit Frontantrieb, des späteren Favorit, wird von Stardesigner Nuccio Bertone entwickelt.

1984. Der Skoda 130 wird Spitzenversion der überarbeiteten Baureihe 742.

1987: Weltpremiere für den Favorit in Brünn. Damit erfolgt nach drei Jahrzehnten die Rückkehr zum Frontantrieb.

1988: Der Skoda Favorit, das Grundmodell einer neuen Baureihe, geht im Zweigwerk Kvasiny in Produktion und wird ein internationaler Verkaufserfolg.

1989: Generalstreik auch bei Skoda für freie Wahlen. Václav Havel wird tschechoslowakischer Staatspräsident.

1990: Auf der Suche nach einem Partner für Skoda, der Kapital und Technologie einbringt, entscheidet sich die Regierung in Prag für den Volkswagen-Konzern und gegen Renault und BMW.

1991: Am 16. April wird Skoda automobilová a.s. als eigenständige Marke in den Volkswagen-Konzern eingegliedert. Das Skoda-Logo wird weiter entwickelt. Der Pfeil wird grün. In einer schwarzen Logo-Umrandung wird der Name Skoda Auto integriert als Unterscheidung vom gleichnamigen Maschinenbaukonzern. Die Modelle Favorit, Forman und Pick-Up erreichen den Rekordabsatz von 220.000 Fahrzeugen. In Weiterstadt wird die Skoda Auto Deutschland GmbH gegründet, seit 1995 eine hundertprozentige Tochter von Skoda a.s. in Mladá Boleslav.

1994: Der einmillionste Favorit läuft vom Band.

1995: Staatspräsident Václav Havel nimmt an der Grundsteinlegung für die neue Skoda-Montagehalle teil. In Deutschland werden 21.458 Einheiten verkauft und 0,62 Prozent Marktanteil erreicht. Die Produktion des Favorit läuft aus, der Nachfolger Felicia geht an den Start.

1996: Für den Octavia, das erste Skoda-Modell, bei dem Module und Technologien von VW genutzt werden, wird in Mladá Boleslav ein neues Montagewerk eingeweiht.

1998: Am 1. Januar erhält Skoda die neue Firmierung Skoda Auto a.s.. Auf dem Genfer Automobilsalon feiert der erste Octavia Combi Weltpremiere.

1999: Der Skoda Octavia Laurin & Klement erinnert als luxuriöseste Ausstattungslinie an die Gründer der Autoproduktion. Weltpremiere für den Fabia auf der Frankfurter IAA. Skoda engagiert sich in der World Rallye Car Championship WRC.

2000: Auf dem Pariser Salon feiert der Fabia Combi Premiere. Weltweit liefert Skoda in 80 Länder aus. Mit 68.757 Zulassungen in Deutschland erzielt Skoda erstmals über zwei Prozent Marktanteil.

2001: Mit der Weltpremiere des Skoda Superb auf der Frankfurter IAA erfolgt der Einstieg in die obere Mittelklasse.

2002: Markteinführung des Skoda Superb. Matthias Kahle fährt mit dem Octavia WRC zum Gesamtsieg in der Deutschen Rallyemeisterschaft. Gleichzeitig gewinnt Skoda den Markentitel und wiederholt diesen Triumph zweimal bis 2004.

2003: Weltpremiere für die Studie Roomster auf der Frankfurter IAA. Produktionsjubiläum: In den zwölf Jahren der Zusammenarbeit mit VW wurden vier Millionen Skoda produziert.

2004: Weltpremiere für die zweite Octavia-Generation auf dem Genfer Automobilsalon. Im Juni erfolgt die Markteinführung in Deutschland. Erneuter Titelgewinn für Matthias Kahle auf Octavia WRC in der Deutschen Rallyemeisterschaft.

2005: Erstmals werden über 100.000 Skoda in Deutschland verkauft. Importfahrzeug Nummer eins ist der Octavia mit 51.015 Einheiten. Der Marktanteil übersteigt die Drei-Prozent-Marke.

2006: Produktionsjubiläum: Insgesamt zehn Millionen Autos wurden im Unternehmen seit der L & K Voiturette A im Jahr 1905 gebaut. Markteinführung des Roomster. In Deutschland registriert man 250.000 zugelassene Fabia.

2008: Die zweite Superb-Generation wird mit zweigeteilter Heckklappe „Twindoor“ eingeführt.

Galerie: Bericht 85 Jahre Skoda2009: Skoda produziert weltweit in zehn Werken 684.226 Fahrzeuge, das beste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte. In Deutschland werden 190.717 Autos ausgeliefert, dank Abwrackprämie ein Plus von 57 Prozent. Markteinführung des Yeti, des ersten SUV.

Skoda Popular 995: 250 Einheiten, Skoda Superb: 131 Einheiten, Skoda Rapid Serie 1: 21 Einheiten, Skoda 1101/1102: 67.024 Einheiten, Skoda 1200: 33.599 Einheiten, Skoda 1201: 33.472 Einheiten , Skoda 1202: 60.141 Einheiten, Skoda 440: 85.792 Einheiten, Skoda 445: 9.375 Einheiten, Skoda 450: 1.000 Einheiten, Skoda Octavia: 298.480 Einheiten, Skoda Octavia Combi: 54.086 Einheiten, Skoda Felicia: 14.863 Einheiten, Skoda 1000 MB: 419.540 Einheiten, Skoda S 100: 819.787 Einheiten, Skoda S 110: 259.921 Einheiten, Skoda S 110 R 53.992 Einheiten, Skoda S 105/120: 1.265.707 Einheiten, Skoda Rapid/Garde: 10.771 Einheiten, Skoda Favorit: 783.167 Einheiten, Skoda Forman: 219.254 Einheiten, Skoda Pick up: 70.894 Einheiten, Skoda Felicia: 912.810 Einheiten, Skoda Felicia Combi: 351.436 Einheiten, Skoda (Felicia) Pick up: 124.565 Einheiten, Skoda Felicia Fun: 4.016 Einheiten, Skoda Felicia Van Plus: 5.160 Einheiten, Skoda Fabia 1. Generation: 1.788.063 Einheiten, Skoda Fabia 2. Generation (bis Mai 2010): 718.694 Einheiten, Skoda Octavia 1. Generation: 1.432.305 Einheiten, Skoda Octavia 2. Generation (bis Mai 2010): 1.349.692 Einheiten, Skoda Superb 1. Generation: 136.068 Einheiten, Skoda Superb 2. Generation (bis Mai 2010): 114.942 Einheiten, Skoda Yeti (bis Mai 2010): 40.359 Einheiten, Skoda Roomster (bis Mai 2010): 205.136 Einheiten

Äußerliches Symbol für die Zeitwende war eine neue Generation des Skoda-Logos. Der geflügelte Pfeil wechselte jetzt auf ökologisch korrektes Grün. Zusätzlich wurde der Name Skoda Auto in einer schwarzen Logo-Umrandung integriert, wichtig zur Unterscheidung vom gleichnamigen Maschinenbaukonzern. Aufbruchstimmung herrschte aber auch in Deutschland, denn in Weiterstadt bei Frankfurt eröffnete noch im gleichen Jahr die Skoda Auto Deutschland GmbH.

Mit VW-Technik

Schon drei Jahre später folgten die ersten Modelle mit Komponenten aus dem Baukasten des Wolfsburger Multi-Marken-Konzerns. Zunächst ersetzte der kompakte Felicia den Favorit, zwei Jahre später lief das auf der Golf-Plattform basierende Mittelklasse-Modell Octavia in einem neuen Werk vom Band und war Symbol für Aufschwung und Imagewandel der Marke. Auch innerhalb des VW-Konzerns reihte Skoda jetzt Erfolg an Erfolg. Interne Vergleiche von Qualität und Kundenzufriedenheit ergaben für das Werk Mladá Boleslav den ersten Platz im Konzern.

Dazu kamen beeindruckende Absatzerfolge für den Octavia und den vier Jahre später lancierten Fabia. Mit nur zwei Baureihen verkaufte Skoda damals mehr Autos als manche Marke mit großem Programm. Jedes weitere Modell des Neuheitenreigens, den die Tschechen ab 2005 starteten, vermochte die Erfolgsgeschichte fortzuschreiben und dies zuletzt auch auf den Wachstumsmärkten Indien und China. Erst die Revitalisierung der rumänischen Marke Dacia durch Renault könnte die ungebremste Wachstumskurve der populären Tschechen abflachen lassen.

Wie vor 85 Jahren hat sich Skoda jedoch böhmische Besonderheiten als Erfolgsrezept bewahrt, vor allem die gelungene Kombination von Funktionalität mit gefälligem Design und hoher Qualität zu erschwinglichen Preisen. Ein bodenständiges Rezept, das auch den autohungrigen Indern und Chinesen schmecken könnte. (SP-X)

 
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