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Bericht: Abwrackprämie

Bericht: Abwrackprämie

Bangen um die Prämie

20.03.2009

Die staatliche Umweltprämie kurbelt den Verkauf von Neuwagen mächtig an. Vor allem Kleinwagen werden den Händlern derzeit aus den Händen gerissen. Doch die Geldquelle droht bald zu versiegen und lange Lieferzeiten mindern die Chance auf die Abwrackprämie. Ab 30. März 2009 reicht immerhin schon der Kaufvertrag für den Antrag auf das Fördergeld aus.  

Wer seit dem 14. Januar 2009 ein mindestens neun Jahre altes Auto verschrotten lässt und sich dafür einen höchstens zwölf Monate alten Wagen kauft, bekommt vom Staat 2.500 Euro Umweltprämie. Vorraussetzung für den Abwrackbonus ist, dass das Altfahrzeug ein Jahr lang auf den gleichen Halter wie der neue Wagen zugelassen war (Ausnahme: geeerbte Autos).

Lange Lieferzeiten

Das Problem: Um die Prämie zu beantragen, muss derzeit noch die Neuzulassung des gekauften Fahrzeugs erfolgt sein. Erst dann kann mit entsprechender Bescheinigung der Antrag auf Auszahlung beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden.   

Viele Hersteller aber haben Lieferschwierigkeiten und die langen Wartezeiten auf die bereits gekauften Autos lassen die Chance, von der Prämie zu profitieren, sinken. Und ist der mit 1,5 Milliarden Euro vom Staat gefüllte Topf leer, gibt es keine Auszahlung mehr.

Schuldenfalle

Automobilclubs wie der ADAC befürchten nun, dass viele Käufer in die Schuldenfalle rennen, da sie die 2.500 Euro Zuzahlung beim Unterschreiben des Kaufvertrags fest einkalkuliert haben, eventuell aber bei der Auszahlung nicht mehr berücksichtigt werden können.

Diesen Nachteil gleicht die Bundesregierung nun zumindest zum Teil aus. Ab 30. März 2009 können Anträge an das BAFA auch nur mit dem unterschriebenen Kaufvertrag anstelle der Zulassungsbescheinigung gestellt werden. Die Käufer sichern sich damit ihren Platz auf der Warteliste - eine Garantie für die Auszahlung ist dies allerdings nicht.

Bald ausgeschöpft

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Geht man von rund 300.000 vorliegenden Anträgen aus, also einem Prämienvolumen von bereits 750 Millionen Euro, ist damit zu rechnen, das der Geldsegen bald endet. Der ADAC schätzt, dass die theoretisch möglichen 600.000 Anforderungen schon im April beim BAFA vorliegen, da die zum 30.03.2009 beschlossene Änderung zu einem noch stärkeren Ansturm führen wird.

Wer danach kommt oder einen hinteren Platz auf der Warteliste hat, geht leer aus. Zudem gehen von den 1,5 Milliarden Euro auch noch die Verwaltungskosten ab, so dass effektiv weniger Anträge genehmigt werden können.

Aufstockung wird diskutiert

In Berlin diskutiert man derzeit zwar die von Automobilclubs geforderte Aufstockung der Fördersumme. Doch wie es aus Regierungskreisen heißt, will man an der Deckelung festhalten. Der ADAC führt als Begründung für seine Forderung an, dass die tatsächliche Belastung des Staatshaushaltes pro verschrottetem Fahrzeug wesentlich geringer ausfällt, als die ausgezahlten 2.500 Euro.

Denn durch Kauf eines neuen Wagens werde schließlich Mehrwertsteuer in die Kassen des Bundes gespült, womit sich die Umweltprämie größtenteils selbst trägt. Ab einem Kaufpreis von rund 15.650 Euro ist der Bonus sogar komplett gegenfinanziert.

 
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