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Bericht: Aktuelles zum Diesel

Bericht: Aktuelles zum Diesel

Vom Diesel zum Dieselgate

15.11.2017

Bereits 1893 erfand Rudolf Diesel den nach ihm benannten Verbrennungsmotor. Seitdem hat der Selbstzünder eine beispiellose Karriere angetreten und ist vor allem in Deutschland sehr beliebt. Mehr als jeder Vierte fährt hierzulande einen Selbstzünde. Allerdings hat der Diesel-Motor einen Nachteil: Er stößt deutlich mehr Stickoxide aus als andere Motoren – und diese sind extrem gesundheitsgefährdend. Selbst die modernen Diesel der Abgasnorm Euro 6 stoßen nach Berechnungen des Umweltbundesamts (UBA) im Schnitt 507 Milligramm Stickoxide pro Kilometer aus – der Grenzwert liegt bei 80 Milligramm.

Bisher wurden die Stickoxide unter Laborbedingungen gemessen, wie sich gezeigt hat, liegen die Werte bei Außenfahrten aber deutlich höher. Zudem haben Autobauer wie der VW-Konzern ihre Diesel mittels einer Software-Lösung so manipuliert, dass sie unter Prüfbedingungen deutlich weniger Stickoxide ausstoßen.

Dieselverbot in Frankreich und England

Die Grenzwertverletzungen beim Stickoxidausstoß in den Städten bleiben weiter ungelöst. Zwar haben sich die Autokonzerne beim sogenannten „Dieselgipfel“ in Berlin Anfang August 2017 darauf geeinigt, den Ausstoß mittels einer Software zu reduzieren. Doch Experten sind sich sicher, dass dies nicht reichen wird, um die vereinbarten Normen einzuhalten. Vor dem Hintergrund der Abgasproblematik bei Verbrennungsmotoren haben bereits einige Länder angekündigt, die Technologie in Zukunft zu verbieten. So wollen Großbritannien und Frankreich den Motor bis 2040 verbieten, in Norwegen sollen ab 2025 keine neuen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor mehr zugelassen werden. Auch in deutschen Großstädten wird immer wieder ein Dieselfahrverbot diskutiert.

Die Frage bleibt: Was ist die Alternative zum Diesel – gerade in kurz- und mittelfristiger Perspektive? Vor allem für Viel- und Langstreckenfahrer ist ein Diesel auf Dauer deutlich günstiger. Denn Dieselfahrzeuge verbrauchen weniger und der Sprit ist preiswerter. Große, schwere Autos sind deshalb oft nur oder überwiegend als Diesel auf dem Markt. Eine Großfamilie, die einen Bus braucht, hat aktuell kaum eine Alternative. Die Benziner stoßen außerdem viel mehr CO2 aus, was schlecht für den Klimaschutz ist, und mehr gesundheitsschädlichen Feinstaub.

Der deutsche Staat fördert zwar gemeinsam mit der Automobilindustrie den Neukauf von Elektroautos mit Prämien von bis zu 4.000 Euro, dennoch bleiben Neuwagen mit Elektroantrieb relativ teuer. Bei gebrauchten Stromern reicht die Preisspanne der beliebtesten Autos auf AutoScout24 von durchschnittlich 6.600 Euro für den Renault Twizy bis hin zum Tesla Model S für durchschnittlich 87.000 Euro.

Noch kein Preisverfall beim Diesel (Stand: August 2017)

Aufgrund der ständigen Diskussionen sind vor allem die Halter von Dieselfahrzeugen extrem verunsichert und fragen sich, ob sie ihren Diesel jetzt verkaufen sollen. Aktuell (August 2017) ist bei den auf www.autoscout24.de inserierten gebrauchten Dieselautos KEIN Preisverfall erkennbar. Allerdings nimmt das Angebot an Dieselautos auf AutoScout24 seit Anfang des Jahres stärker zu als das der Benziner. Dass diese Verschiebung auch Druck auf die Preise ausüben wird, lässt sich zumindest für die Zukunft nicht komplett ausschließen.

Im Augenblick empfiehlt der europaweit größte Online-Automarkt deshalb, kühlen Kopf zu bewahren und die Dieseldiskussionen weiterhin zu beobachten. Das eigene Dieselauto, mit dem man bisher zufrieden ist, vorzeitig zu verkaufen, wäre voreilig.

Wer wissen will, wie viel sein Auto aktuell noch wert ist, kann online bei der AutoScout24 Fahrzeugbewertung eine unabhängige Berechnung durchführen lassen. Das kostenlose Ergebnis der Fahrzeugbewertung erhält man nach wenigen Klicks.

Wer den Wunsch hat, sein Dieselfahrzeug möglichst schnell zu verkaufen, kann hierzu den AutoScout24 Express-Verkauf wählen: Unsere Experten schätzen hierzu den Wert Ihres Autos ein. Geprüfte Händler geben daraufhin Gebote ab und Sie wählen das beste aus. Der Käufer holt dann das Fahrzeug bei Ihnen ab und zahlt in bar – und das alles innerhalb von wenigen Tagen. Einfacher und schneller geht’s nicht.

 

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