Carsharing-Special
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Galerie: Bericht Car2Go startet in München

Bericht: Car2Go startet in München

Miet mich!

24.06.2013

Die Idee des Carsharings ist nicht neu, bereits kurz nach dem zweiten Weltkrieg gab es erste sogenannte Selbstfahrergenossenschaften, die das gemeinsame Nutzen eines Fahrzeugs organisierten. Während die Entwicklung über viele Jahrzehnte allerdings nur mit ganz kleinen Schritten voranging, erlebte das Autoteilen ab den 1990er Jahren einen ersten Aufschwung. Der zweite folgte 2011, als erste Anbieter stationsunabhängiges Carsharing ermöglichten. Mittlerweile ist der Markt hart umkämpft.

Ob es einen direkten Zusammenhang zwischen den beiden Ereignissen der letzten Wochen gibt, ist ungewiss. Fakt ist: Smart hat angekündigt, sein Carsharing-Programm Car2Go auch nach München zu bringen und fast gleichzeitig vermeldete ZebraMobil, seinen Betrieb in der bayrischen Landeshauptstadt einzustellen. Es sei nicht möglich, diese Form des Carsharings profitabel zu betreiben, so die Zebra-Gründer.

Gute Kunden

Galerie: Bericht Car2Go startet in MünchenOb Car2Go (Smart), DriveNow (BMW) oder Flinkster (Deutsche Bahn) rentabel sind oder nicht, dazu äußern sich die Anbieter nicht konkret. Allerdings stecken bei den Vorgenannten große Firmen dahinter, die sicher einen längeren Atem haben als das kleine Unternehmen Zebra. Zumal vor allem die beiden Autohersteller einen nicht geringen Nutzen aus dem Carsharing ziehen: Car2Go ist der größte Kunde von Smart (8.000 Fahrzeuge in 21 Städten) und auch bei BMW dürfte man sich über den Großabnehmer DriveNow (1.570 Autos an fünf Standorten) freuen.

Mit dem Car2Go-Start in München treten die beiden Autobauer nun in einer weiteren Stadt in den direkten Wettstreit. Zu den 300 Minis, 1er BMWs und X1 gesellen sich fortan also ebenso viele Smarts, die von angemeldeten Nutzern jederzeit angemietet und irgendwo im Geschäftsgebiet (in München rund 120 Quadratkilometer) wieder abgestellt werden können.

Luxus oder Sparbüchse?

Während BMW allerdings auf ziemlich gut ausgestattete – und mindestens viersitzige - Fahrzeuge setzt, weitgehend sogar mit Sitzheizung, stellt Smart seinen Nutzern ziemliche Sparbüchsen zur Verfügung. Zumindest der von uns gefahrene Car2Go-Smart hatte weder Servolenkung noch elektrisch einstellbare Außenspiegel.

Günstiger ist Car2Go dagegen nicht wirklich; pro Minute Smartfahren muss man 0,29 Euro bezahlen, bei DriveNow sind es fahrzeugabhängig 31 bis 34 Cent. Dafür dürfen BMWs Kunden 200 Kilometer ohne Zusatzkosten zurücklegen, Smart bittet schon nach 50 Kilometern zur Kasse und auch das Parken ist mit 0,10 Euro pro Minute fast um die Hälfte günstiger als bei Car2Go; mit Rabatt buchbare Zeitkontingente vergünstigen die DriveNow-Nutzung zusätzlich.

Was ist besser?

Ob sich Nutzer für beide Systeme anmelden, bleibt offen. Und wenn ja, bleibt die Frage, zu welchem Auto sie schließlich greifen. Zum näheren? Zum günstigeren? Zum schickeren? Auch wir werden uns diese Frage stellen und beide Systeme für Sie im Alltag testen. Das Ergebnis erfahren Sie natürlich hier, im AutoScout24 Magazin.

 
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