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Noch ist es nicht so weit, dass das berühmte Chrysler Building in New York den Namensgeber wechselt. In der Fahrzeugbranche steht allerdings dieser Kulturschock dem Mitglied der ehemaligen Big Three zumindest auf den europäischen Märkten kurz bevor. Chrysler wird zu Lancia.
Chryslers Palette wird neu aufgestellt und umetikettiert: während der Grand Voyager auch unter dem Lancia-Label eine Zukunft haben soll, sind der aktuelle, stilistisch einst recht kontrovers diskutierte 300C und der Sebring bereits ausgelaufen - Haldenfahrzeuge dürften allerdings noch bis Ende 2010 abverkauft werden.
Ein bereits beschlossenes Nachfolgemodell soll dann bereits unter dem Lancia-Label in den Kampf um Marktanteile eingreifen. Sebring-Kunden müssen sich ebenfalls umgewöhnen: der Neue kommt als Lancia-Modell auf Basis des Chrysler 200, zu dem die Amerikaner in den nächsten Wochen häppchenweise Informationen preisgeben werden.
Dodge verblüht
Ein totales Aus blüht Dodge mit den Modellen Caliber, Journey und Nitro. Hingegen geht die Kult-Marke Jeep eher gestärkt aus dem vom italienischen Chrysler-Anteilseigner Fiat maßgeblich initiierten Namens-Karussell hervor. So zieht der Grand Cherokee, der in den neunziger Jahren auch bei europäischen Autoliebhabern eine treue Anhängerschaft besaß, in der nun folgenden vierten Modellgeneration mit wieder besseren Chancen in den Kampf um die Kundengunst.
Zunächst kommt der Geländewagen mit einem 3,6-Liter-V6 und einem 5,7-Liter-V8. 2011 geht ein Sechszylinder-Dieseltriebwerk im Grand Cherokee in Serie, als Spitzenmodell fungiert der dynamische SRT 8, wo ein 6,4 Liter-V8-Saugmotor mit rund 550 PS dem Mercedes ML 63 AMG und dem BMW X5 M Paroli bieten soll.
Jeep blüht auf
Dem knorrigen Jeep Wrangler spendieren die Modellplaner einen Vierzylinder-Common-Rail-Diesel, der mit üppigen 2,8 Liter Hubraum rund 200 PS Nennleistung erreicht. Die Einstiegsmodelle im Jeep-Programm, Patriot und Compass, werden mit unterschiedlich intensiven Facelifts aktualisiert, wobei den Compass die umfangreicheren kosmetischen Eingriffe erwarten. Beide Modellreihen erhalten von Mercedes den 2,1 Liter-Diesel 170 PS. Einziger Komplettverlust im europäischen Jeep-Programm: die Modellreihe Commander. Bleibt zu hoffen, dass der echte Commander-in-Chief, Sergio Marchionne, die richtigen Marketing-Entscheidungen für Europa getroffen hat... (red/SP-X)
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