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Galerie: Bericht Die Zukunft von Saab

Bericht: Die Zukunft von Saab

Die Aeroplan-Connection

04.02.2010

Endlich wurde ein Schlussstrich gezogen: General Motors hat seine Tochter Saab Ende Januar 2010 doch noch verkauft und zwar an die holländische Sportwagen-Manufaktur Spyker. Bis auf eine Vergangenheit als Flugzeugbauer haben Saab und Spyker allerdings wenig Gemeinsamkeiten und handelt es sich um eine Fusion zweier ungleicher Partner. Dennoch hat Spyker bereits Anfang Februar 2010 klare Pläne zur Zukunft von Saab präsentiert.

Spyker kündigte in einem ersten Statement an, Saab wieder aufbauen zu wollen und als unabhängige, Performance-orientierte Nischen-Marke zu positionieren, die weiterhin in Konkurrenz zu Audi und BMW stehen soll. Das gemeinsame Unternehmen erhält den Namen „Saab Spyker Automobiles NV“, dabei werden die beiden Hersteller allerdings selbstständig operieren und sich auf ihre unterschiedlichen Marktsegmente konzentrieren. Mögliche Einsparungen durch Synergien werden geprüft. Das Händlernetz von Saab wird restrukturiert.

Die Modellstrategie von Saab wird weitgehend einem älteren Business-Plan folgen, der zumindest mittelfristig eine Weiterführung der von General Motors entwickelten und somit abhängigen Modellpalette vorsieht. Erst später soll Saab aus dieser Abhängigkeit von GM sukzessive herausgelöst werden.

Neuer 9-3 ab 2012

Galerie: Bericht Die Zukunft von SaabZunächst wird demnach der 9-3 in bekannter Form als Limousine, Kombi, Cabrio und X-Modell weiter gebaut, bereits 2012 ist dann ein Generationswechsel beim 9-3 vorgesehen. Die Technik für die Neuauflage dürfte weiterhin von GM kommen, die nächste 9-3-Generation wird also ein Verwandter des Opel Astra werden.

Der bereits im September 2009 vorgestellte Nachfolger des 9-5 soll im Sommer 2010 in den Markt starten. Den Technik-Bruder des Opel Insignia soll es später auch als Kombi und als X-Modell geben. Auch das bisher in den USA verkaufte SUV-Modell 9-4X soll eine Zukunft haben. Für 2011 ist die neue Generation vorgesehen, die allerdings nicht im schwedischen Trollhättan, sondern in einem mexikanischen GM-Werk vom Band laufen wird. Dieser neue 9-4X soll dann auch in Europa zu haben sein.

Kompakter Saab möglich

Galerie: Bericht Die Zukunft von SaabNoch auf dem Prüfstein ist die Einführung einer vierten Baureihe. Mit der Studie 9-X hat Saab auf dem Genfer Auto Salon 2008 einen Ausblick auf ein kompaktes Einstiegsmodell der Marke gegeben. Das Marktpotenzial für eine Erweiterung der Saab-Modellpalette nach unten will Spyker allerdings erst noch eruieren. Einen möglichen Zeitplan für die vierte Baureihe wurde von Spyker daher noch nicht genannt.

Bei der allgemeinen Finanzierung ist Spyker etwas konkreter. Bis 2012 soll Saab wieder profitabel werden. Der Finanzbedarf bis dahin wird auf eine Milliarde US-Dollar taxiert. 326 Millionen Dollar sollen vom früheren Saab-Eigner General Motors fließen, 556 Millionen Dollar soll die Europäische Investitionsbank (EIB) bereitstellen, 200 Millionen Dollar kommen aus Saab-eigenen Geldreserven. Allerdings ist die Finanzierung noch nicht gesichert. Wie Spyker-Chef Victor Muller einräumte, wurde bisher weder der Kaufpreis von 74 Millionen Dollar an GM vollständig überwiesen, noch hat die EIB ihr Darlehen garantiert. Insofern steht die Fusion von Saab und Spyker derzeit noch auf tönernen Füßen.

 
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