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Galerie: Bericht E-Autos für China

Bericht: E-Autos für China

Deutschland macht mobil

27.04.2010

China setzt bei der Entwicklung individueller Mobilität voll auf Wachstum. Entsprechend boomt der dortige Automarkt wie kein anderer. Doch es gibt ein Problem: Bei der Versorgung mit Treibstoff ist China auf Exporte besonders angewiesen. Wohl auch diesem Umstand ist die massive staatliche Förderung einer rein elektrischen Mobilität zu verdanken. Dem Entwicklungsplan der chinesischen Regierung tragen nun auch VW, Daimler und BMW Rechnung. So stellten die Konzerne auf der Auto China 2010 in Peking ehrgeizige Zukunftspläne vor –  VW will sogar die E-Auto-Marktführerschaft in China ab 2018.

In seiner Rede zur Präsentation des E-Lavida hat VW-Chef Martin Winterkorn die Serienproduktion von Elektroautos als kurzfristiges Ziel formuliert und darüber hinaus verkündet: „Das Herz der Marke wird bald auch elektrisch schlagen. Unser Ziel ist die Marktführerschaft in der E-Mobilität ab 2018. China ist der weltweit wichtigste Markt für den Volkswagen-Konzern, und der Erfolg der E-Mobilität in China ist ausschlaggebend für die globale Umsetzung der E-Mobilitätsstrategie.“

Galerie: Bericht E-Autos für ChinaNoch allerdings sind die erlebbaren Ergebnisse dieser Planung nicht sonderlich beeindruckend. Als ein erstes konkretes Fahrzeug stellte VW in Peking den seit 2008 in China angebotenen Lavida in einer rein elektrischen Antriebsversion als Studie vor. Am 1. Mai 2010 will VW außerdem auf der Weltausstellung in Shanghai einen E-Golf präsentieren. Mit beiden Fahrzeugen planen die Wolfsburger den Aufbau einer Testflotte.

Testflotte und erste Modelle

Galerie: Bericht E-Autos für ChinaWelche Form der Elektromobilität dann serienreif werden soll, sollen auch die Reaktionen auf die Versuchsflotte abklären. Zusammen mit seinen chinesischen Joint-Venture-Partnern (unter anderem BYD) will man eruieren, welche Modelle den Kundenbedürfnissen in China besonders gerecht werden. Doch VW hat weder technische Details zum E-Lavida noch einen konkreten Zeitrahmen für die Einführung eines entsprechenden Serienmodells veröffentlicht.

Jedoch gibt es zwei elektrische Antriebsprojekte von VW, für die etwas konkretere Markteinführungstermine in China genannt wurden. So soll Anfang 2011 der zumindest teilelektrifizierte Touareg Hybrid auf den chinesischen Markt kommen. Darüber hinaus will VW den kleinen E-Up! bis 2013 zur Serienreife bringen. Zwischen 2013 und 2014 will man diesen Zwerg-Stromer auch in China produzieren und verkaufen.

E-Mercedes für 2013

Doch VW ist nicht der einzige deutscher Hersteller, der elektrische Autos für den chinesischen Markt zeitnah zur Serienreife bringen will. Wie die Sueddeutsche Zeitung in ihrer Ausgabe vom 26. April 2010 im Wirtschaftsteil berichtete, will auch Daimler bereits 2013 in enger Kooperation mit dem chinesischen Autobauer und Batteriespezialisten BYD mit einem E-Modell an den Start gehen. Während BYD den elektrischen Antrieb entwickelt, will Daimler dabei seine Kompetenz beim Fahrzeugbau einbringen.

Auch BMW plant für 2013

Galerie: Bericht E-Autos für ChinaUnd auch BMW hat im Rahmen der Auto China in Peking ehrgeizige Ziele in Sachen E-Mobilität formuliert. So wollen die Münchener in China in 2010 eine Versuchsflotte von 50 Mini-E aufbauen. 2011 wird eine weitere Flotte auf Basis des BMW Concept ActiveE an chinesische Kunden übergeben. Die Ergebnisse sollen in die Entwicklung elektrisch angetriebener Fahrzeuge für den chinesischen Markt einfließen.

Unter anderem will die BMW Group zusammen mit ihrem Joint Venture Partner Brilliance ein New Energy Vehicle für den chinesischen Markt entwickeln und bauen sowie ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten am Standort Shenyang erweitern. Ein genauer Zeitplan für dieses Projekt wurde allerdings nicht genannt. Konkreter wird hier BMW beim Thema Megacity Vehicle. Das emissionsfreie Stadtfahrzeug wird für die weltweiten Metropolregionen entwickelt. Ab 2013 soll es unter einer Sub-Marke von BMW auch in China angeboten werden. (mh)

 
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