Carsharing-Special
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Bericht: Erster Carsharing-Atlas für Deutschland

Bericht: Erster Carsharing-Atlas für Deutschland

Etwas Licht im Dschungel

06.12.2011

Dem Carsharing werden in Deutschland rosige Zeiten vorhergesagt. Mobilität ohne eigenes Auto und einer bedarfsgerechten Konstenstruktur – immer mehr Leute entscheiden sich für diese Vernunftlösung. Einen kleinen Überblick über den wachsenden Anbieter-Markt verschafft der Automobilclub Mobil in Deutschland mit seinem jetzt veröffentlichten Carsharing-Atlas, der zehn Anbieter vergleicht und sogar benotet.

Neben den klassischen und meist auf bestimmte Regionen oder Städte beschränkten Carsharing-Angeboten wie Cambio oder Stattauto listet der Atlas auch die erst vor wenigen Jahren von Autoherstellern gegründeten Vermietsysteme wie Car2Go oder Quicar sowie die Flinkster genannte Tochter der Deutschen Bahn auf.

Mobil in Deutschland hat die zum Teil recht unterschiedlichen Bedingungen der Vermieter in ein Raster gepresst und in mehreren Kategorien sogar mit Schulnoten bewertet. Viele Noten basieren auf einer eher groben Wertung und Gewichtung und haben die Bewertungen für den individuellen Nutzerfall nur bedingte Aussagekraft. In wie vielen Städte der Vermieter präsent ist oder die Anzahl der Autos kann dem Kunden eigentlich egal sein, sofern er mit seinem Anbieter vor Ort seine Mobilitätsbedürfnisse abdecken kann.

Sieger gekürt

So oberflächlich beziehungsweise grob der Vergleich auch sein mag, Mobil in Deutschland hat einen durchaus nachvollziehbaren Sieger gekürt: Demnach erhält das Angebot Flinkster die im Vergleich beste Benotung, da das Unternehmen der Deutschen Bahn in immerhin 140 Städten in Deutschland präsent ist und vor allem weil die Tarife vergleichsweise günstig sind.

Aber auch klassische Anbieter wie Stadtmobil, bei denen noch der Umweltgedanke im Vordergrund steht, können laut Mobil in Deutschland mit günstigen und fairen Preisen überzeugen und bieten zudem ein gehobenes Flexibilitätsniveau.

Apropos Flexibilität: Hier lobt Mobil in Deutschland Vermieter wie Car2go oder Quicar, da sie ein besonders flexibles Anmieten und Abgeben der Fahrzeuge möglich machen und auch mit praktischen Smartphone-Apps die Errungenschaft des mobilen Internets voll ausnutzen. Diese Art der Flexiblität kommt der Idealform des flexiblen Anmietens nach Ansicht von Mobil in Deutschland am nächsten.

Sieger muss nicht die bessere Wahl sein

Doch am Ende bleibt eben doch für den Carsharing-Willigen vor allem die Erkenntnis, dass es einen sehr bunten Fleckenteppich von Anbietern mit sehr unterschiedlichen Angebotsstrukturen und zumeist regional beschränkten Schwerpunkten gibt. Eine Orientierungshilfe bietet der Atlas damit aber kaum.

Wer zum Beispiel in Bremen einen Anbieter finden will, kann ohnehin nur zwischen Cambio und Flinkster wählen, deren Mietpreise recht ähnlich sind. Obwohl im Atlas schlechter benotet, ist Cambio für den klassischen Carsharer dennoch die bessere Wahl, denn die Mietflexibiliät ist hier höher und es gibt fast 40 Anmietstationen im Stadtgebiet. Das Flinkster-Angebot in Bremen schränkt deutlich ein und ist mit nur einer Mietstation präsent.

Am Ende ermöglicht der als PDF unter www.mobil.org/-download/2505 herunterladbare Carsharing-Atlas also nur einen eingeschränkten Durchblick. Interesssant ist aber in jedem Fall die ausführliche Tarifübersicht, die zum Teil deutliche Preisunterschiede offenbart und die zum Beispiel den BMW-Vermieter Drive Now (derzeit in München und Berlin) als unverschämt teuer entlarvt. (mh)

 

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