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Galerie: Bericht Innovationen bei Volkswagen

Bericht: Innovationen bei Volkswagen

In Wolfsburg viel Neues

26.11.2014

Wieder einmal hat Volkswagenkonzern die Tore seines streng bewachten Testgeländes in Ehra-Lessien in der Nähe von Wolfsburg geöffnet, um uns in der sogenannten Scirocco-Halle die neusten Innovationen aus dem Konzert zu präsentieren. Wir verraten Ihnen, was VW-Audi-und-Co-Käufer erwartet und warum Kinder sich bald in Acht nehmen müssen.

Der Innovationsworkshop stand unter zwei großen Überschriften. Zum einen Nachhaltigkeit - hat sich Volkswagen doch das Ziel gesetzt, bis 2018 der nachhaltigste Automobilhersteller zu werden -, und zum anderen Vernetzung: Das Auto wird zukünftig noch stärker in unseren Alltag eingebunden.

Das wird kommen…

Mildhybrid - wenn aus Fahren Segeln wird

Das Stopp-Start-System 2.0 deaktiviert den Motor nicht erst im Stehen, vor zum Beispiel einer roten Ampel, sondern schon beim Heranfahren, wenn das Auto mit weniger als sieben km/h rollt.

Im Freilauf-Motor-Aus - die sogenannte Segelfunktion - wird zudem der Motor auch bei höheren Geschwindigkeiten abgeschaltet, sobald der Fahrer das Gaspedal entlastet. Beides ist nicht brandneu, aber bei Volkswagen so noch nicht da gewesen.

Das Wiederstarten des Motors geschieht in beiden Fällen extrem komfortabel und die ewige Gedenksekunde vor dem weiterfahren gehört der Vergangenheit an. Und: Die Segelfunktion bringt auf jeden Fall auch einen gewissen Spaßfaktor mit sich, bei dem man sogar noch Sparen kann.

Think-Blue-Trainer - aufs Siegertreppchen nachhaltiger Autofahrer

Der Think-Blue-Trainer will den Fahrer spielerisch anspornen, Kraftstoff zu sparen. Das System liefert anhand von Statistiken Infos zum Verbrauch und zur aktuellen Fahrweise. Darüber hinaus gibt es Hinweise, wie man noch ökologischer auf den Straßen unterwegs sein kann. Neu ist die App zum „Think-Blue-Trainer“ die nun das Onboard-System erweitert. Via MirrorLink - eine Technik zur Anbindung des Smartphones an das Auto - tauscht sich die App mit der Bordelektronik aus.

Einmal gestartet durchläuft die App verschiedene Level, nun kann man in jeder dieser Ebenen drei Herausforderungen meistern. Für jedes bestandene Training wird der Fahrer mit „Blue Score“-Punkten und Medaillen belohnt. Um die Ergebnisse zu verbessern, liefert die Multifunktionsanzeige Tipps zum frühen Hochschalten, so wie zum vorausschauenden Beschleunigen und Bremsen. Das Anpassen des Geschwindigkeitsverhalten, sowie das bewusste Nutzen der Rekuperation bringt weiter Punkte. Auf dem Smartphone kann der Fahrer seine Trainingsergebnisse detailliert einsehen und behält so Überblickt über den Trainingsstand.

Prädikative Navigation - steig ein, und ich sag dir wohin du fährst

Galerie: Bericht Innovationen bei Volkswagen Montags bis freitags fahre ich zur Arbeit. Dienstags und donnerstags kaufe ich morgens immer noch schnell Brötchen für die Belegschaft ein und mittwochs nach der Arbeit sowie am Samstag fahre ich ins Fitnessstudio. So, oder so ähnlich, sieht vielleicht auch Ihr Tagesablauf aus.

Navigationssysteme liefern detaillierte Informationen über die Verkehrslage, warnen den Fahrer vor Staus und bieten alternative Routen an. Doch bei den täglichen Fahrten verzichten wir oft auf die Routenführung, da die Strecke bekannt ist oder weil die Zieleingabe Zeit in Anspruch nimmt. Volkswagen will nun die Navigationsfunktion um die „prädikative Navigation“ erweitern. Diese Funktion merkt sich Ihre regelmäßig gefahrenen Routen und scannt diese automatisch auf Verkehrsstörungen ab, selbst wenn die Zielführung nicht aktiviert ist und warnt vor ebendiesen. Auf Wunsch schlägt die prädikative Navigation häufig gefahrene Routen beim einsteigen vor, welches die Zieleingabe erheblich vereinfacht.

Easy Open / Easy Close - öffnen und schließen von Zauberhand

Bei der neuen Generation von Easy Open, dem berührungslosen Öffnen des Kofferraumdeckels, wird auf die Kickbewegung unter die Heckschürze verzichtet; VW hat nämlich herausgefunden, dass vor allem ältere Menschen Schwierigkeiten damit haben, auf einem Bein zu balancieren. Zukünftig erkennt der Näherungssensor, wenn jemand sich mit dem Fahrzeugschlüssel dem Auto nähert und projiziert einen roten Punkt auf den Boden. Dieser muss nur mit dem Fuß berührt werden und schon öffnet sich die Heckklappe.

Hinzu kommt die Funktionserweiterung Easy Close. Dabei schließt die Heckklappe, sobald man sich, mitsamt des Schlüssels, vom Fahrzeug entfernt. Zudem wird das Fahrzeug verriegelt. Aktiviert wird dieses System über einen Doppeltaster in der Heckklappe. Dabei hat der Fahrer die Möglichkeit zwischen dem gewohnten direktem und dem neuen zeitversetzten Schließen der Heckklappe zu wählen.

So hat man genügend Zeit, bequem mit beiden Händen Dinge wie Getränkekisten zu entladen.  Entfernt man sich jetzt aus dem Nahbereich der Heckklappe, wird dies von den Antennen erkannt und die Heckklappe schließt. Kehrt man während des Schließvorganges um, da man etwas im Kofferraum vergessen hat, bricht das System den Schließvorgang ab und die Heckklappe öffnet wieder.

Virtueller Zaun - wenn Eltern genau wissen, wo du bist

In Amerika gibt es ihn schon, den virtuellen Zaun, und so der Gesetzgeber will, auch bald in Deutschland. In einem Web-Portal können zum Beispiel Eltern in einer Landkarte ein Gebiet mit einem virtuellen Zaun eingrenzen. Sobald der Junior mit dem Volkswagen diese Gebietsgrenze verlässt, werden die Erziehungsberechtigten automatisch auf dem Handy benachrichtigt. Darüber hinaus lässt sich auch ein Geschwindigkeitsalarm einrichten, der, sobald ein festgelegtes Tempo überschritten wird, ebenfalls eine Nachricht übermittelt.

Sicherlich ist ein Tempolimit gerade bei Fahranfängern etwas sinnvolles - ja, wir alle wollten das „…und fahr’ nicht so schnell“ nicht hören - doch hat die Technik auch einen leicht bitteren Beigeschmack. Wie sehr vertrauen Eltern ihren Kindern, wenn Sie sie auf diese Art und Weise kontrollieren. Den der Eingriff in die Privatsphäre ist auf jeden Fall kein kleiner.

Kabelwirrwarr ade - VW lernt USB

Nicht als neuste Innovation vorgestellt, aber uns lobend aufgefallen ist, dass Volkswagen endlich Abstand nimmt von seinen Adapterkabeln zur Anbindung von Smartphone und iPod ans Auto. Zukünftig sollen, wie bei anderen Herstellern auch, direkt USB-Eingänge verbaut werden, sodass das Gewühl im Handschuhkasten endlich ein Ende hat.

VW hat sich wieder einiges einfallen lassen. Segelnde Autofahrer, die prädikative Navigation - die uns viel Ärgernis im Stadtverkehr und auf Autobahnen ersparen könnte - oder die Easy-Open/Close-Funktion die das Ein- und Ausladen noch einfacher gestaltet. Einiges wird uns bestimmt schon bald im Alltag wieder begegnen. Vielleicht schon nächstes Jahr im neuen Tiguan oder Phaeton.

 

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