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Bericht: Kampf dem CO2 - Teil II

Bericht: Kampf dem CO2 - Teil II

Die Umweltstrategien von BMW

11.10.2007

Der Autohersteller BMW hat für seine Anti-CO2-Strategien zwei Schlagworte kreiert: Die kurz- und mittelfristigen Spritsparbemühungen bezeichnen die Münchner als Efficient Dynamics, die langfristige Perspektive hört auf den hoffnungsvollen Namen Clean Energy.

Efficient Dynamics ist bereits Realität. So hat BMW in den Baureihen Mini, 1er, 3er und 5er mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket dafür gesorgt, dass einige Fahrzeuge bemerkenswert sparsam geworden sind. Aktuell umfasst Efficient Dynamics technische Innovationen an den Motoren, dem besseren Management von Energieströmen im Fahrzeug sowie Aerodynamikoptimierung und Leichtbau.

Ein eindrucksvolles Beispiel ist der 120d: Trotz seiner 177 PS liegt der Normverbrauch bei nur 4,8 Liter je 100 Kilometer. Der entsprechende CO2-Wert wird mit nur 128 Gramm je Kilometer beziffert. Noch sparsamer ist der Mini Cooper D. Sein 110 PS starker Vierzylindermotor gibt sich mit 3,9 Liter je 100 Kilometer zufrieden und kommt dabei auf einen niedrigen CO2-Wert von 104 Gramm je Kilometer. Die BMW-Fahrzeuge sind damit also bereits auf einem sehr niedrigen Verbrauchsniveau. In den nächsten Jahren wird BMW diese Spritsparmaßnahmen noch verfeinern und die Effizienz noch weiter steigern.

Hybridantrieb kommt 2009

Bericht Kampf dem CO2 - Teil IIBMWs nächster wichtiger Schritt, um bei einigen Modellen rund 20 Prozent Sprit einzusparen, ist die Hybridisierung. Im September 2007 wurde auf der IAA eine Studie des künftigen X6 mit dem sogenannten Two-Mode-Hybrid-Antrieb vorgestellt. Anfang 2009 soll diese Technik serienreif sein und dann zunächst im X6 angeboten werden. Das System besteht aus zwei Elektromotoren, die rekuperieren können und den Antrieb unterstützen. Außerdem soll es möglich sein, den Wagen allein elektrisch zu fahren. Das Besondere: Der Two-Mode-Hybrid-Antrieb soll eine Effizienzsteigerung sowohl im Stadtverkehr als auch im Überlandverkehr gewährleisten. BMW hat hier die bestehenden Nachteile der aktuellen Hybrid-Technik von Toyota bei Langstrecken und hohen Geschwindigkeiten im Auge. So ist der Lexus RX 400h eigentlich nur im Stadtverkehr besonders effizient. BMW kündigt bei seiner Version einen deutlichen Spritspareffekt auch bei Autobahntempo an.

Praktisch ist es möglich, den Two-Mode-Hybrid-Antrieb auch mit einem Dieselmotor zu kombinieren. Ein Dieselhybrid ist allerdings recht teuer und die Effizienzsteigerung vergleichsweise niedrig. Die Markteinführung eines Benzinhybrids ist sicher, ein entsprechendes Dieselpendant wird derzeit zumindest nicht kategorisch ausgeschlossen.

E-Mobil denkbar

Während einige Hersteller in jüngster Zeit bereits batteriebetriebene Elektrofahrzeuge vorgestellt haben, hält man sich bei BMW an diesem Punkt noch recht bedeckt. Doch die allgemeinen Entwicklungen werden in München aufmerksam beobachtet. Noch ist die Akkutechnik nach Ansicht von BMW für ein solches Mobilitätskonzept nicht ausgereift. Erst wenn hier ein entscheidender Durchbruch erreicht wird, könnte es auch rein elektrisch betriebene Fahrzeuge von BMW geben. So dürfte BMW bereits in einigen Jahren sein Angebot um kompaktere Baureihen für die Stadt erweitern. Auf Basis dieser kleineren Modelle wären dann auch batteriebetriebene E-Mobile vorstellbar.

Wasserstoffantrieb bereits in Kleinserie

Bericht Kampf dem CO2 - Teil IIDeutlich konkreter ist BMW hingegen beim Wasserstoffantrieb. Bereits seit Anfang 2007 unterhält der bayrische Autobauer eine kleine Flotte von ansatzweise alltagstauglichen 7ern mit Wasserstoff-Verbrennungsmotor. Angetrieben wird das Hydrogen7 genannte Modell von einem bivalenten Zwölfzylinder, der sowohl Wasserstoff als auch herkömmliches Benzin verbrennen kann. Der 2,5-Tonner kommt in beiden Betriebsarten auf eine Leistung von 260 PS und ermöglicht so befriedigende Fahrleistungen. Dabei emittiert das Fahrzeug im reinen Wasserstoffbetrieb lediglich 5 Gramm CO2 je Kilometer. In bereits naher Zukunft will BMW sogar einen monovalenten Wasserstoff-Hydrogen7 vorstellen. Sein Kohlendioxidausstoß wird dann nahe null sein.

Obwohl BMWs Wasserstoffauto bereits funktioniert, hat der Hydrogen7 noch eine Reihe von Kinderkrankheiten und wäre zudem für den Normalverbraucher unbezahlbar. Mit dem Hydrogen7 sammelt BMW vor allem praktische Erfahrungswerte und will darüber hinaus einen Impuls geben, um die saubere Mobilität mit Wasserstoff voranzubringen. Denn BMWs langfristige Energiestrategie Clean Energy zielt darauf, die Fahrzeuge auf den Betrieb mit Wasserstoff auszurichten. Für die nachhaltige automobile Fortbewegung der Zukunft setzt der Hersteller auf regenerativ erzeugten Wasserstoff und verfolgt so die Vision einer CO2-freien Mobilität.

Besonders leistungsfähig mit Wasserstoff

So hat BMW angekündigt, künftig Wasserstoffmotoren zu entwickeln, die sogar leistungsfähiger als heutige Benzinmotoren sein werden. Die Münchner überlegen darüber hinaus, Wasserstoffverbrennungsfahrzeuge zu bauen, die zusätzlich eine Brennstoffzelle an Bord haben. Diese Brennstoffzelle würde dann jedoch ausschließlich als eine Art Lichtmaschine fungieren. Sie kann das Fahrzeug im Stand mit Strom versorgen, der Verbrennungsmotor selbst bleibt dabei ausgeschaltet. Doch bis man in München soweit ist, wird noch viel Wasser die Isar hinunter fließen. Erst zwischen 2020 bis 2025 glaubt man bei BMW, ein marktfähiges Wasserstoffauto anbieten zu können.

Bis dahin muss vor allem aber noch eine entsprechende Infrastruktur aufgebaut werden, um die flächendeckende Versorgung mit Wasserstoff zu gewährleisten. Zusammen mit Firmen wie dem weltweit führenden Wasserstoffproduzenten Linde AG und mit finanzkräftiger Unterstützung der EU arbeitet BMW an der Lösung dieser Herausforderungen.

 

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