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Galerie: Bericht Live vom GTI-Treffen 2013

Bericht: Live vom GTI-Treffen 2013

Zurück in die Zukunft

09.05.2013

„Gummi, Gummi, Gummi“, wenn der Schlachtruf durch das malerische Reifnitz am Wörthersee hallt, ist es wieder soweit. GTI-Treffen ist angesagt und es ist Vatertag. Also zwei Feste für die Testosteron geschwängerte Männerwelt auf einmal. Denn eines ist klar, wenn die rund 3.000 Autos samt ihrer, meist jugendlichen, Insassen in die sonst so beschauliche Region einfallen, sind schlaflose Nächte garantiert.

32 Mal hat das Treffen seit 1982 schon stattgefunden und neben dem Veranstaltungsort und der Zeit gibt es noch mehr Konstanten. So reisen die Herren der Schöpfung, damals wie heute, stets in Begleitung des besten Kumpels und einer meist üppig blondierten und gut ausgestatteten weiblichen Begleitung an. Mit im Gepäck natürlich auch die Eintrittskarte in Form eines Pkw aus dem VW-Konzern, wobei es schon lange nicht mehr nur ein Golf sein muss. Auch andere Modelle gehen bei den Fans ohne Murren als willkommende Teilnehmer durch. Die Präsentation des möglichst aufwändig aufgerüschten Kfz war lange Jahre der einzige Anlass zur mitunter tausende Kilometer langen Anreise. Inzwischen steht das Auto als nette Begleiterscheinung nur noch an zweiter Stelle, denn bei vielen ist die Party drum herum eindeutig in den Vordergrund gerückt.

Weder Kosten noch Mühen gescheut

Galerie: Bericht Live vom GTI-Treffen 2013Doch es gibt sie noch, die Bastler und Fummler, denen keine technische und oftmals auch finanzielle Hürde zu groß zu sein scheint, um ihren Pkw in ein individuelles Kunstwerk zu verwandeln. Erlaubt ist dabei, was gefällt, wobei es regelmäßig klare Trends gibt, mit denen sich die Freaks jährlich neu erfinden. Waren in den 80er Jahren GTI’s mit Testarossa-Breitbau-Karosserie und Cup-Felgen von ATS der Renner, so kamen in den 90er Jahren Flügeltüren in Mode, mit denen Golf und Corrado eine Exklusivität à la Lamborghini verliehen werden sollte. Heutzutage ist mehr Detailverliebtheit angesagt und die Bandbreite der Umbauten wird größer. Vom rostigen „Rattenumbau“ über skurrile Grillanhänger-Gespanne, bis hin zu pompös veredelten Tussi-Flitzern im Erdbeerkörbchen-Look ist alles vertreten. Immer mit dabei: Ein grell blinkendes MP3-Radio in der Mittelkonsole und eine, wenn auch oftmals grausam übersteuerte, Hi-Fi Anlage.

Originalität kommt in Mode

Galerie: Bericht Live vom GTI-Treffen 2013Doch neben allen Umbauten, mit der die zahlreich am Ort vertretene Tuning-Industrie ein gutes Geschäft macht, kommt auch der Wunsch vieler GTI-Jünger nach einem Top-Original-Fahrzeug wieder zurück. Und darin scheint, angesichts der Umtriebigkeit der Fangemeinde in den letzten 30 Jahren, eine noch viel größere Herausforderung zu bestehen. Einen originalen Golf I GTI oder Scirocco I GTI zu finden gleicht mittlerweile einem Sechser im Lotto. Doch auch der Golf II GTI macht sich im Originalzustand rar. Umso erfreulicher, wenn sich am Wörthersee diverse Sondermodelle „Edition One“ oder „Edition Blue“ in unverbasteltem Bestzustand wiederfinden.

Volle Partykasse, dank VW-Sponsoring

War das GTI -Treffen jahrelang ein mehr oder minder privat ausgetragenes Stelldichein, so sorgt der Volkswagenkonzern mit einem umfassenden Sponsoring seit 2006 für einen gut organisierten Rahmen und für das Gefühl bei den Fans, ein wichtiger Teil der Markenidentität zu sein. Wer jedoch glaubt, VW setzt das Engagement nur als halbherzige Möglichkeit zur Werbung in eigener Sache ein, liegt falsch. Die Tatsache, dass der gesamte Vorstand inklusive Ferdinand Piech nebst Gattin Ursula zur großen Tuning-Parade anwesend war, spricht Bände. Daneben lud Volkswagen die Besucher wie in jedem Jahr zum kostenlosen Konzert ein. In diesem Jahr sorgte „Scooter“ mit einem 30minütigen Auftritt für die richtige Stimmung.

Galerie: Bericht Live vom GTI-Treffen 2013Klar, dass da natürlich auch die Konzerntöchter Audi, Seat und Skoda sich nicht lumpen ließen und alles zeigten, was die Szene begeistert. Neben sämtlichen RS-Modellen aus Ingolstadt zog vor allem ein mit zahlreichen Kohlefaser- und Titanteilen optimierter Audi TT die Blicke der Fans auf sich. Die teilweise extrem coolen Bauteile, wie Rückspiegel in Form kleiner Videokameras oder Leichtbau–Türverkleidungen, werden vermutlich im nächsten Jahr an so manch einem Besucherwagen zu finden sein.

Für alles offen – Azubis bauen Golf GTI Cabriolet um

Galerie: Bericht Live vom GTI-Treffen 2013Mit einem besonderen, von Volkswagen-Lehrlingen gestalteten, Golf Cabriolet bot Volkswagen einen weiteren Anlass für die Träume der Besucher. Mit einem getunten 2,0-TFSI-Motor, der es auf beachtliche 333 PS bringt, einer High-End-Hi-Fi Anlage, sowie einem extrem coolen Outfit in den österreichischen Landesfarben rot-weiß stahl das Cabrio so manch mühsam getunten Teilnehmer-Golf die Show. Eine Stufe darüber rangierte der als Studie gedachte Design Vision GTI, den Volkswagen Chefdesigner Klaus Bischoff, sichtlich mit Stolz erfüllt, ins Rampenlicht rollte. Der fahrfertige Beau verfügt mit einem 503 PS starken 3,0-Liter-Sechszylinder und Allradantrieb zwar nicht über die typischen GTI Merkmale, lieferte jedoch einen spannenden Ausblick auf die Möglichkeiten von Design und Technik.

Spaß, ohne Spielverderber

Dass es bei der Mega-Sause mittlerweile durchaus gesittet zugeht, ist letztlich auch ein Verdienst der VWler. Spirituosenhersteller haben es, dank der Übermacht der Wolfsburger, schwer, an die begehrten Standplätze zu kommen und auch die gute Organisation verhindert gefährlichen Gummiabbrand außerhalb der dafür vorgesehenen Fläche. Und so blieb es auch beim 32. GTI Treffen erfreulich friedlich und sonnig heiter. Mit einer Ausnahme: Für die allgegenwärtige österreichische Polizei gab es nur wenig zu kassieren, denn für Rennen, gleich welcher Art, war es schlicht zu voll auf den Straßen rund um Reifnitz.

 
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