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Galerie: Bericht Mazda baut neuen Alfa Spider

Bericht: Mazda baut neuen Alfa Spider

Arnas Erbe

23.01.2013

Es ist nicht das erste Mal, dass Alfa Romeo mit Hilfe eines japanischen Herstellers sein traditionell überschaubares Portfolio auffächert. So gab es Mitte der 1980er Jahre den Arna, der mit schlechter italienischer Qualität und der irrsinnig biederen Aura des Nissan Cherry der Kultmarke einen schweren Image-Schaden versetzte. 30 Jahre nach diesem Fehlschlag baut Alfa wieder auf eine Japan-Connection: Diesmal soll der vor wenigen Jahren eingestellte Spider mit Mazda-Hilfe wiederbelebt werden, bei dem es sich dann um einen Technik-Bruder der nächsten MX-5-Generation handeln wird.

Insofern dürfen Alfa-Fans beruhigt sein, denn ein Arna-Fiasko wird sich wohl nicht wiederholen. In Hinblick auf Fahrspaß und Qualität hat es Mazda nämlich fraglos drauf, und wie das Beispiel des neuen 6 zeigt, beherrschen sie nunmehr auch die Kunst der emotionalen Formgestaltung. Insofern tut eine legendäre aber derzeit auch etwas dahinsiechende Marke wie Alfa Romeo vielleicht sogar gut daran, sich der umfassenden Kompetenz eines strategischen Partners zu bedienen. Zumal Alfa plant, bis 2016 mit insgesamt neun Modellneuheiten richtig Gas zu geben. Für derart ambitionierte Expansionspläne muss der klamme Fiat-Konzern ganz einfach auf Kooperationen setzen.

Wie nun offiziell bekannt gegeben wurde, soll die Produktion der neuen Generation des Alfa Romeo Spider im Werk Hiroshima 2015 starten, während der MX-5 bereits etwas früher kommen soll. Ein entsprechendes Partnerschafts-Abkommen mit dem Fiat-Konzern wurde bereits unterzeichnet. Die beiden Modelle, die selbstredend über einen verheißungsvollen Hinterradantrieb verfügen werden, sollen sich optisch klar unterscheiden und jeweils mit unterschiedlichen Motoren ausgerüstet werden.

Alfa hätte passende Motoren

Bei den Antrieben stellt sich die spannende Frage, ob Mazda an seiner Tradition der Saugbenziner festhält und ob es für das Alfa-Derivat entsprechend aufgeladene Downsizing-Aggregate geben wird. Mit dem 1.8 TB hätte Alfa in jedem Fall einen sehr modernen und verführerisch kraftvollen Vierzylinder im Programm, der dem vermutlich sehr leichten Spider mit reichlich Spaß-Potential segnen könnte und darüber hinaus dem Cabriolet eine technisch eigene Alfa-Note verleihen würde.

Galerie: Bericht Mazda baut neuen Alfa SpiderSehr wahrscheinlich wird eine bereits für 2013 geplante andere Alfa-Neuheit über eben jenen Motor verfügen: Spätestens bis Ende des Jahres soll das in Eigenregie produzierte Sportcoupé 4C kommen, welches bereits als seriennahe Studie mit dem 235 PS starken 1.8 TB vorgestellt wurde. Die Einführung des 4C mutet angesichts der Kooperationspläne mit Mazda allerdings kurios an, denn das geschlossene Coupé hätte in einer Offen-Version die Tradition des Spiders eigentlich fortführen können.

Unter Zugzwang

Neben der gemeinsamen Arbeit an dem Zweisitzer wollen Mazda und Fiat zudem Möglichkeiten der weiteren Zusammenarbeit in Europa prüfen. Beide Unternehmen wollen mit der Kooperation ihr Absatzvolumen steigern. Fiat baut mit Tochter Chrysler aktuell rund vier Millionen Autos im Jahr, der Konzern würde die Zahl jedoch gerne verdoppeln, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. Mazda als einer der kleinsten eigenständigen Hersteller (2011: 1,2 Millionen gebaute Fahrzeuge) braucht ebenfalls mehr Verkäufe; die Japaner unterhalten bereits eine strategische Partnerschaft mit Ford, der US-Autohersteller hatte seine Beteiligung jedoch zuletzt reduziert. (mh/sp-x)

 
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