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Galerie: Bericht Mercedes-AMG SLS E-Cell

Bericht: Mercedes-AMG SLS E-Cell

Vom anderen Stern

24.06.2010

Bereits auf der Internationalen Automobil Ausstellung (IAA) im September 2009 zeigte Mercedes den SLS mit Elektroantrieb. Jetzt ist der SLS E-Cell der Serienreife ein Stückchen näher gekommen. Bis das 533 PS starke Strom-Auto auf den Markt kommt, wird es aber dennoch ein wenig dauern. Viele Details sind aber schon bekannt und machen Lust auf mehr.

533 PS generieren die vier Elektromotoren im CLS E-Cell. Sie sind radnah montiert und machen aus dem Heckantriebs-Boliden einen Allrad-Sportwagen sondersgleichen. Um das ganze Setup an die neuen Bedingungen anzupassen, wurde die Vorderachse für diesen SLS komplett neu entwickelt. Zudem arbeitet die Servolenkung im E-Cell elektrohydraulisch und damit stromsparend. Das maximale Drehmoment von 880 Nm wird übrigens vom Start weg abgegeben und verteilt sich gleichmäßig auf alle vier Räder, was Antriebseinflüsse wie Anfahrprobleme ausschließt.

Vier Fahrmodi geplant

Mercedes-AMG SLS E-CellDer Fahrer des SLS E-Cell kann aus vier Fahrmodi wählen, die den Mercedes handzahm oder sauwild machen. Bei Comfort reagiert der Stuttgarter sanft auf Pedalbewegungen und gibt maximal 40 Prozent seiner Leistung ab, dafür reicht seine Batterieladung dann für mehr Kilometer. Im Sportprogramm steigt die abgegebene Leistung auf 60 Prozent des Maximalwertes, und der Wagen spricht bissiger auf die Fahrpedalbewegungen an. Erst die Sport-Plus-Einstellung stellt die 533 PS zur Verfügung. Schließlich gibt es noch den Manual-Modus, in dem das regenerative Bremsen abgeschaltet ist, ansonsten aber dem Sport-Plus-Programm entspricht.

Bei voller Leistung soll der SLS E-Cell die beiden Insassen in eine andere Dimension elektrischer Mobilität schießen. Von 0 auf 100 km/h geht es in vier Sekunden. Laut AMG-Entwickler ist nach insgesamt elf Sekunden die 200er-Marke passiert. Das liegt etwa auf dem Niveau des Verbrennungs-Motors des SLS-V8. Erst bei 250 km/h regelt der SLS E-Cell ab; ohne Limitierung wären angeblich 15 km/h mehr drin. Das ist unter den Elektroautos einsame Spitze - und deklassiert nicht nur den Tesla Roadster, sondern auch den Audi e-tron, der nach aktuellem Entwicklungsstand 313-Elektro-PS leistet und bereits bei 200 km/h – wie auch der Tesla – abregelt.

Mercedes-AMG SLS E-CellDas regenerative Bremsen lässt sich in vier Stufen regulieren oder komplett abschalten. Beim "Segeln" wird die Rekuperation komplett abgeschaltet, damit man möglichst lange den Schwung zum Rollen nutzen kann; die maximale Motorbremse (maximale Energierückgewinnung) soll hingegen dem sportlichen Fahrstil entgegenkommen und das manuelle Bremsen – und damit das Energievernichten – reduzieren. Beim Gaswegnehmen ist in diesem Fall die Bremswirkung so hoch, dass die AMG-Ingenieure erwogen haben, in dieser Situation die Bremslichter aufleuchten zu lassen.

Reichweite noch immer gering

Die Achillesferse aller Elektroautos, die Reichweite, existiert bis dato aber auch beim SLS E-Cell. Prototypen schafften auf ersten flott gefahrenen Testrunden in Nordeuropa rund 100 Kilometer mit einer Sicherheitsreserve von weiteren 30 Kilometern. In rund einer Stunde soll der Akku – sofern eine Schnell-Ladevorrichtung zur Verfügung steht – wieder bei fast 100 Prozent angelangt sein. Bis zum Kleinserienstart Ende 2012 soll die Reichweite nochmals deutlich zulegen.

Mercedes-AMG SLS E-CellAn Hightech-Equipement wird es dem Elektro-SLS aber sowieso nicht mangeln. So geht Mercedes im Fall des E-Cell einen neuen Weg bei der Bedienung sämtlicher Einstellmöglichkeiten über das Command-System. Ein riesiger Bildschirm in der Mitte des Armaturenbretts reagiert beim E-Cell auf Fingerzeig. Das System sieht hochwertig aus und passt optisch besser zu solch einem Hightech-Fahrzeug als das herkömmliche Tasten-Modell aus dem SLS V8.

Das Rennen um den faszinierendsten Elektro-Sportwagen ist eröffnet: Audi bringt den e-tron bereits Ende 2011, Mercedes-AMG will sich nach Aussage des neuen Markenchefs Ola Källenius mit der Klein-Serienproduktion ein Jahr länger Zeit lassen - bis Ende 2012 oder Anfang 2013. Wir sind gespannt. red

 
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