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Bericht: Mercedes-Benz Citan im Crashtest

Bericht: Mercedes-Benz Citan im Crashtest

Ganz schön kaputt

25.04.2013

Diese Sterne glänzen nicht: Der Hochdachkombi Mercedes Citan bekommt beim Euro NCAP Crashtest nur drei von fünf möglichen Sternen. Die meisten Neuwagen erreichen heutzutage eine Wertung von mindestens vier, meisten sogar fünf Sternen. In diesem preissensiblen Segment der Nutzfahrzeuge sei der Kunde meist nicht bereit, für mehr Sicherheit zu zahlen, so die Reaktion von Mercedes.

Der Citan ist als wendiger Lastentransporter für den Stadtverkehr angelegt und wird bei den Stuttgartern als Nutzfahrzeug vertrieben. Als komfortabel ausgestattete Variante mit Fenstern greifen aber auch ab und an Familien auf das ab 17.445 Euro erhältliche und damit vergleichsweise günstige Raumwunder zurück. Unter dem Blech ist der Citan weitgehend baugleich mit dem Renault Kangoo, der die NCAP-Prüfer schon 2008 nicht überzeugen konnte.

Mit dem Citan vergleichbare Fahrzeugkonzepte wie der VW Caddy oder der Citroën Berlingo haben vier NCAP-Sterne erreicht. Allerdings liegen diese Tests schon länger zurück, die Prüfer haben zwischenzeitlich die Normen verschärft. Trotzdem dürfte dem Premium-Hersteller das nur mittelmäßige Abschneiden seines Transporters unangenehm sein. Hatte doch Van-Chef Volker Mornhinweg bei der Einführung des Citan im Spätsommer 2012 noch gesagt: „Wo Mercedes draufsteht, muss auch Mercedes drin sein.“

Tester haben einiges zu bemängeln

Beim Frontalcrash und dem sogenannten Pfahlaufprall, wenn das Auto seitlich gegen einen Baum stößt, offenbarte der Van laut ADAC Schwächen, ebenso bei der Ausstattung für die aktive Sicherheit. Darüber hinaus verfing sich sowohl beim Seiten- als auch beim Pfahlaufprall der Kopfairbag an der B-Säule und war damit weitgehend nutzlos. Für die Insassen sind die harten Strukturen im Armaturenbrett gefährlich, außerdem bemängelten die Crashtest-Experten die hohe Verletzungsgefahr für Fahrer und Beifahrer im Brustbereich und die fehlenden Gurtwarner beim Beifahrer und auf der Rückbank. „Technisch ist alles möglich“, so ein Mercedes-Sprecher. In diesem preissensiblen Segment habe man aber abgewogen, was der Kunde noch bereit sei zu zahlen.

Unzureichend bewerteten die Tester auch die Ergebnisse in puncto Fußgängerschutz: Deutlich zu aggressiv zeigten sich die Vorderkante und viele Randbereiche der Motorhaube. Nach Angaben des ADAC wurden von den Konstrukteuren nur Teilbereiche des Stoßfängers und hintere Bereiche der Motorhaube im Sinne der Verkehrssicherheit entschärft. Es sei zu überlegen, ob man aufgrund der Test-Ergebnisse Änderungen am Fahrzeug vornehme, so Mercedes. Vorgesehen sei das derzeit aber nicht. (mh/sp-x)

 

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