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Galerie: Bericht Opels Gas-Flotte hilft beim Sparen

Bericht: Opels Gas-Flotte hilft beim Sparen

Spritkosten halbieren

04.06.2012

Es ist zwar die alte Leier, doch in Zeiten explodierender Benzinpreise weiterhin ein ernstzunehmender Spartipp, der eine Halbierung der Spritkosten verspricht: der Umstieg auf Erd- oder Autogas. Für beide Gasarten bietet Opel ab Werk diverse Modelle, mit denen sich die Mehrkosten bei der Anschaffung schnell amortisieren lassen.

Bei den Gasantrieben kommt keine neue Effizienztechnik zum Einsatz, das Sparpotenzial verschafft allein die Fiskalpolitik, die Erd- und Autogas subventioniert. Während bei Benzin zehn Kilowattstunden mit 73 Cent besteuert werden, sind es bei LPG und CNG derzeit rund 14 Cent. Dieser steuerliche Vorteil ist bis 2018 garantiert, derzeit wird geprüft, ob die Subventionen bis ins Jahr 2030 verlängert werden.

Ein Hauptgrund für die mögliche Verlängerung der günstigeren Besteuerung liegt in der guten CO2-Bilanz von LPG/CNG. Das Öl-Raffenerie-Abfallprodukt LPG verringert im Vergleich zu Benzin den CO2-Ausstoß um 15 Prozent, Erdgas sogar um 25 Prozent. Stammt das Gas aus regenerativen Quellen, zum Beispiel als Windgas oder aus Biomasse, wird der CO2-Vorteil mit sogar 80 Prozent beziffert. Wer den nächsten Autokauf streng ökologisch plant, sollte sich mit den Gasalternativen genauer befassen. Für die meisten Autofahrer ist wohl das hohe finanzielle Sparpotenzial der Gasantriebe interessanter, bei CNG lassen sich die Spritkosten halbieren.

Sparspaß mit 150 Turbo-PS

Galerie: Bericht Opels Gas-Flotte hilft beim SparenDas rund 28.000 Euro teure Flaggschiff der Opel-Erdgas-Flotte ist der Zafira Tourer 1.6 CNG Turbo, der dank Aufladung 150 PS mobilisiert und im Gasbetrieb vergleichbare Fahrwerte wie der 3.100 Euro günstigere 1.4 Turbo bietet. Bei einer Jahreslaufleistung von 20.000 Kilometern lassen sich mit diesem Modell - bemessen an den Normverbrauchswerten - monatlich gut 100 Euro einsparen.

Somit ist nach gut zweieinhalb Jahren die Mehrinvestition schon amortisiert. Fährt man den Erdgas-Zafira insgesamt rund 200.000 Kilometer, spart man am Ende im Vergleich zum 1.4 Turbo eine fast fünfstellige Summe.

530 Kilometer per Gas

Galerie: Bericht Opels Gas-Flotte hilft beim SparenPraktisch muss man allerdings ein paar Nachteile hinnehmen: Das Netz der Erdgastankstellen ist in Deutschland mit rund 900 Standorten dünn, in vielen europäischen Nachbarländern sogar noch weitmaschiger. Immerhin bietet der Gastank 530 Kilometer Reichweite und zudem sind noch 15 Liter Benzin an Bord. Stehen bleiben wird man also nicht, doch wer konsequent Erdgas tanken will, muss gelegentlich Umwege fahren. Und wer in Ländern ohne Erdgastankstellen unterwegs ist, muss sich angesichts des 15-Liter-Benzintanks mit einem mittelschweren Handicap herumplagen.

Den Wechsel zwischen den beiden Spritarten kann man per Knopfdruck erzwingen. Viel merkt man nicht, doch fühlt sich der Ottomotor im Benzinmodus etwas spritziger und kultivierter an. Im Gasbetrieb ist die Verbrennung rauer, und aufgrund der geringeren Energiedichte die Performance etwas verhaltener. Doch das füllige Drehmoment (350 Newtonmeter bei 1.750 bis 2.500 Touren) sorgt für ordentlichen Durchzug, der den 1,7-Tonner in immerhin 11,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 wuchtet und bis zu 200 km/h schnell macht. Geld sparen geht also nicht mit Verzicht einher.

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CNG-Alternativen

Noch mehr sparen lässt sich mit dem weiterhin angebotenen alten Zafira, den man mit dem gleichen 1.6er-Turbo bestellen kann, und der mit 26.550 Euro immerhin 2.400 Euro weniger in der Anschaffung kostet. Doch hat dieser eine schwergängige Lenkung, nur 380 Kilometer Erdgas-Reichweite und ihm fehlt der moderne Schliff, mit dem der neue Zafira begeistern kann. Fahrleistungen und Verbrauch sind hingegen ähnlich und damit auch das finanzielle Sparpotenzial bei den variablen Unterhaltskosten.

Galerie: Bericht Opels Gas-Flotte hilft beim SparenÄhnliches gilt auch für den neuen Combo, den es ebenfalls in einer Erdgas-Variante mit einem 120 PS starken 1,4-Liter-Vierzylinder mit Turboaufladung ab 23.100 Euro gibt.

Mit Werksgarantie

Wichtig bei allen Erdgas-Versionen: Die Umrüstung wird von Opel selbst vorgenommen, die Motoren wurden auf die höheren Verbrennungstemperaturen im Gasbetrieb hin optimiert und die Gastanks sollen die gleiche Crashsicherheit wie die konventionellen Benziner bieten. Die Garantieleistung bleibt – anders als bei einer Nachrüstung – in vollem Umfang erhalten.

Das trifft auch auf die Autogas-Modelle von Opel zu; anders als bei 75 Prozent der rund 460.000 in Deutschland zugelassenen LPG-Fahrzeuge, die nachträglich umgerüstet wurden und bei denen die Hersteller-Garantie zum Teil dadurch erloschen ist.

Corsa günstigstes Gasmodell

Galerie: Bericht Opels Gas-Flotte hilft beim SparenDen Einstieg in Opels LPG-Flotte, die den Gastank in der Ersatzradmulde hat, markiert der knapp 15.000 Euro teure Corsa, der rund 2.000 Euro mehr als ein vergleichbar motorisiertes Benziner-Pendant kostet. Beim LPG-Corsa kommt kein Turbolader zum Einsatz und angesichts der 83 (Gas) beziehungsweise 85 (Benzin) Sauger-PS sind nur verhaltene längsdynamische Freuden angesagt.

Dafür sind die Sparpotenziale nicht zu verachten, denn gut 30 Prozent weniger wird man im LPG-Betrieb für den Sprit zahlen müssen. So hat sich ein LPG-Corsa ebenfalls nach rund 50.000 Kilometern amortisiert und dürftre man über den Autolebenszyklus bei angenommenen 200.000 Kilometer Gesamtlaufleistung gut 5.000 Euro einsparen.

LPG-Versionen kann man bei Opel übrigens auch für die Baureihen Astra und Meriva ordern, die dann jeweils von einem 120 PS starken Turboaggregat zu recht manierlichen Fahrleistungen getrieben werden, und die ein ähnlich hohes Sparpotenzial bei den Spritkosten bieten. Ein grundsätzlicher Vorteil von LPG ist übrigens das Tankstellennetz: Rund 6.500 Autogas-Stationen gibt es hierzulande.

 
Fazit

Mario Hommen

Wer seine Spritkosten deutlich reduzieren will, findet im Erdgasantrieb hohes Sparpotenzial. Hier bietet Opel mit seinen CNG-Turbomodellen ab Werk gediegene Lösungen an, die gute Fahrleistungen und allgemein hohe Alltagstauglichkeit bieten. Das dünne Tankstellennetz sorgt aber für gewisse Einschränkungen und wird nach derzeitigem Stand der Sprit nur bis 2018 steuerlich vergünstigt angeboten.

Alternativ bietet Opel neben den CNG- noch LPG-Modelle ab Werk an, die ebenfalls ein sattes Sparpotenzial von rund 30 Prozent im Vergleich zum Benziner bieten. Wer sich zum Beispiel einen Corsa LPG anschafft, wird im Vergleich zum Benzinmotor-Corsa über den Gesamtzyklus einige tausend Euro sparen können.
 
 

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