Schönes Wetter, offenes Dach - das Cabriofeeling in unserem Special.
Da kann das Auto vor Sicherheitsfeatures nur so strotzen. Wenn ein Problem mit den Reifen auftritt, herrscht höchste Alarmstufe. Denn ein Plattfuß oder gar Reifenplatzer bei hohen Geschwindigkeiten führt beinahe unweigerlich zum Unfall. Daher gilt den Gummis höchste Aufmerksamkeit.
Rund 40.000 Verkehrsunfälle mit Verletzten oder gar Toten zählte das Statistische Bundesamt im vergangenen Jahr. Über 1.200 dieser Unfälle waren auf mangelhafte Reifen zurückzuführen - und damit vermeidbar. Die Initiative Reifensicherheit des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) schätzt die Dunkelziffer sogar noch weit höher.
Die wichtigsten Tipps zum Überprüfen der Reifen lassen sich an einer Hand abzählen.
Der Luftdruck
Das A und O beim Reifen ist der richtige Luftdruck. Grundsätzlich gilt: Geringfügig mehr als vorgeschrieben schadet nicht, zu wenig ist immer gefährlich. Einerseits leidet die Fahrstabilität und erhöht sich der Bremsweg, andererseits steigt der Reifenverschleiß bis hin zum potentiellen Reifenschaden. Wer zweimal im Monat (und grundsätzlich vor langen Fahrten) den Druck prüft (am kalten Rad!), fährt auf der sicheren Seite. Die Informationen zum richtigen Luftdruck finden sich im Bordbuch und, je nach Fahrzeugfabrikat, in der Tankklappe oder am Türholm.
Die Profiltiefe
Alles eine Frage der Verdrängung: Eine der wichtigsten Aufgaben des Reifenprofils ist die Wasserverdrängung. Über die Rillen wird das Wasser abgeleitet. Mit weniger als vier Millimeter Profiltiefe nimmt die Haftung bei Nässe spürbar ab. Obwohl der gesetzliche Grenzwert bei lediglich 1,6 Millimetern liegt, rät der Deutsche Verkehrssicherheitsrat, Sommerreifen spätestens ab einer Resttiefe von drei Millimetern zu wechseln (Winterreifen vier Millimeter).
Das Reifenalter
Unabhängig von der Profiltiefe ist auch das Alter des Reifens entscheidend, denn mit den Jahren werden die Pneus porös. Verkehrssicherheitsexperten raten davon ab, die maximale Lebenserwartung von zehn Jahren auszuschöpfen. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte spätestens alle sechs Jahre neue „Sohlen“ anlegen, vor allem, wenn ab und an auch höhere Geschwindigkeiten gefahren werden.
Das Alter des Reifen lässt sich anhand der DOT-Nummer an der Reifenwand ermitteln. Die vierstellige Nummer gibt das Herstellungsjahr an, die ersten beiden Ziffern stehen für die Produktionswoche, die letzten beiden für das Jahr.
Der Reifenzustand
Last but not least sollte auch der Reifenzustand regelmäßig überprüft werden. Hauptaugenmerk liegt auf Stichen, eventuell eingefahrenen Nägeln, Rissen oder Beulen. Freilich kann ein Messerstecher jederzeit zuschlagen, doch sollte man spätestens beim regelmäßigen Luftdruck-Check (alle zwei Wochen) die Gummis näher inspizieren. Dazu gehört auch der prüfende Blick, ob noch alle Ventilschutzkappen vorhanden sind.
Noch was vergessen? Richtig: das Reserverad. Wäre ja zu ärgerlich, wenn trotz aller Vorsicht dann im Fall der Fälle dem Ersatzreifen die Luft ausginge… (bs)
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16.05.2012
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