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Bericht: Saab lebt

Bericht: Saab lebt

Das chinesische Wunder

22.01.2013

Die Hoffnung für Saab, die sich nach dem Verkauf an Spyker im Zuge der Leman-Krise breit machte, verflog erschreckend schnell und schlitterte die schwedische Traditionsmarke trotz ambitionierte Pläne 2011 in die eigentlich endgültige Insolvenz. Dachte man. Doch jetzt kommt der Saab 9-3 zurück.

Die ersten Fahrzeuge sollen bereits in der zweiten Jahreshälfte 2013 vom Band rollen, wie der chinesisch-schwedische Investor National Electric Vehicle Sweden (NEVS) mitteilte. Anfang 2014 soll darüber hinaus eine elektrisch angetriebene Version an den Start gehen.

Gebaut wird das Mittelklasse-Modell laut dem Magazin „Autocar“ zufolge in Tsingtao in der chinesischen Provinz Shandong. NEVS hat sich dabei eine kommunale Investmentgesellschaft als Geldgeber gesichert. Vom ursprünglichen Plan, den 9-3 auch am ehemaligen Saab-Hauptsitz in Trollhättan zu bauen, ist NEVS dem Bericht zufolge offenbar abgerückt. NEVS hatte Mitte 2012 Teile des insolventen Automobilherstellers übernommen, darunter die Rechte am 9-3. Damals noch mit dem Ziel, die Produktion am historischen Firmensitz wieder aufzunehmen.

Neue Autos für die Chinesen

Möglicherweise hat NEVS diesen Plan jedoch nicht ernsthaft in Erwägung gezogen, sondern vielmehr nach alter chinesischer Tradition die Produktionsanlagen in Trollhättan demontiert und nach China verschifft. Nach diesem Rezept konnten die Asiaten schon oft vom Bankrott europäischer Firmen profitieren und begehrte Hochtechnik für schmales Geld ins Reich der Mitte holen.

Dort dürfte sich der 9-3 recht problemlos unters Volk bringen lassen, denn weiterhin saugt der chinesischen Markt Neuwagen wie ein Schwamm auf. Hiesige Saab-Fans sollten sich vorläufig allerdings keine allzu großen Hoffnungen auf eine Rückkehr der Marke nach Deutschland machen.

Nur das Markenlogo ist neu

Technisch gesehen soll bei der Wiederauflage des 9-3 alles beim Alten bleiben. Genutzt wird die seit der Markteinführung 2002 verwendete General Motors-Plattform. Lediglich das Markenemblem mit dem Greif wird es nicht mehr geben, denn diesen darf fortan nur noch der Lkw-Hersteller Scania verwenden. Die von NEVS produzierten 9-3 tragen stattdessen im Kühlergrill den eingekreisten Markenschriftzug.

Der Antrieb des Elektro-9-3 stammt übrigens teilweise noch aus der Zeit vor der NEVS-Übernahme, in der Saab fieberhaft daran arbeitete, beim aufkeimenden Elektro-Hype ein Wörtchen mitreden zu können. Immerhin war diese Mühe nicht vollkommen vergeblich. (mh/sp-x)

 
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