Frühjahrs-Special
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Bericht: Sommerreifen

Bericht: Sommerreifen

Jetzt kommt die Zeit

23.03.2011

Schwarz und rund sind die Sommerreifen auch in diesem Jahr. Warum also nicht zum billigsten Angebot greifen? Sind die Unterschiede wirklich so groß? AutoScout24 erklärt, worauf es beim Reifenkauf ankommt.

Die ersten warmen Sonnenstrahlen locken und viele Autobesitzer freuen sich, ihr Fahrzeug wieder auf rollwiderstandsoptimierte Sommerreifen mit schicken Alufelgen zu stellen. Das Reifenwechseln erledigen viele in Eigenregie. Das ist auch grundsätzlich kein Problem.

Vom Profi checken lassen

Jedoch sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Reifen nicht länger als drei Jahre auf der Felge montiert sind und nicht älter als sechs Jahre sind. Außerdem sollen die Pneus mindestens zwei Millimeter Profiltiefe (Empfehlung von AutoScout24) haben.

Wird eines der genannten Kriterien nicht erfüllt, heißt es ab zum Reifenhändler oder in die Autowerkstatt. Hier wird der Zustand der Reifen von Profis gecheckt. Bei Bedarf werden die Räder ausgewuchtet oder die Reifen getauscht. Gesetzlich vorgeschrieben sind übrigens 1,6 Millimeter Profiltiefe und eine Altersbeschränkung gibt es nicht.

Reifen, eines der wichtigsten Teile am Auto

Aber man bedenke: Die Reifen sind das einzige Verbindungselement zwischen Fahrzeug und Fahrbahn und damit eines der wichtigsten Teile am Automobil! Die Gummis verdrängen bei Regen Unmengen von Wasser, sie müssen über Bordsteine, heiße Fahrbahnen und über Geröll. Werden beim Beschleunigen, Bremsen und Lenken traktiert und müssen stets gut funktionieren.

Reifen halten je nach Fahrzeug bis zu 60.000 Kilometer aus, also bei einer durchschnittlichen Fahrleistung von rund 12.000 Kilometer pro Jahr fünf Jahre. Wer beim Reifenwechsel bis zum letzten Moment wartet und stets die billigsten nimmt, spart definitiv am falschen Ende.

Kein Verfallsdatum, aber…

Übrigens gibt es auch bei Reifen eine Art Haltbarkeitsdatum. Zwar ist dieses nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber nach spätestens sechs Jahren verändert sich die Gummimischung so stark, dass von der ursprünglichen Performance nicht mehr viel übrig ist. Vor allem die Nässeeigenschaften leiden unter Alterserscheinungen. Egal, wieviel Restprofiltiefe vorhanden ist!

Aus Sicherheitsgründen sollten die Rundlinge also lieber ein Jahr oder 5.000 Kilometer zu früh gewechselt werden. Und man sollte beim Neukauf vor allem auf renommierte Markenreifen setzen. Diese kosten zwar mehr, sie sind aber meist jeden Cent wert.

Markenhersteller testen

Hintergrund: Namhafte Markenhersteller führen ständig intensive und teure Reifentests durch, die sich kleinere Hersteller nicht leisten. Oftmals haben die Premiumanbieter auch noch Zweitmarken im Konzern, die dann die Reifentechnologie aus den letzten Jahren mit Verspätung erhalten. Sie sind also oft nicht auf dem neusten Stand der Technik.

Reifentest

Einen guten Markt-Überblick bietet der alljährliche ADAC-Reifentest. Die Pneuspezialisten aus Landsberg prüfen akribisch, welche Reifen sich wofür am besten eignen.

Für 2008 hat sich der ADAC mal wieder die supergängige Reifendimension 195/65 R15 in der Geschwindigkeitsspezifikation V, also bis 240 km/h, ausgesucht. Diese Reifengröße ist an vielen Golf-, Focus- und Astra-Modellen ab Werk, aber auch an älteren Baujahren der Mittelklasse, wie die Mercedes C-Klasse, zu finden.

Ebenso nahmen die Landsberger die Reifengröße 175/65 R14 unter die Lupe, die im getesteten Format bis 190 km/h zugelassen ist und auf diverse Kleinwagen passt.

195er-Universalgröße

Auch in diesem Jahr zeigte sich wieder, dass die bekannten Markenfabrikate das Rennen machen. Besonders empfehlenswert in der 195er-Größe schnitt dieses Mal der Evergreen von Pirelli, der P6, ab. Eine besondere Empfehlung erhieltn auch der Bridgestone Turanza RE300, der Vredestein Sportrac3 und der Dunlop SP Sport Fastresponse.

Schlusslicht ist der chinesische Billigheimer Wanli, der aufgrund der eigentlich nicht vorhandenen Nässeeignung ein eindeutiges „Nicht empfehlenswert“ von der Reifentest-Abteilung erhielt.

175er für die Kleineren

Bei den kleineren Reifen ein ähnliches Bild. Erstklassig trumpften der Pirelli Cinturato P4, der Conti EcoContact 3, der Fulda EcoControl und der koreanische Kumho Solus KH17 auf. Die Produkte von Trayal, Tigar und Sava markierten sowohl preislich als auch vom Ergebnis her das untere Ende der Skala. Ebenso wie der Avon CR322 Enviro, der mit mindestens 40 Euro pro Stück aber nicht einmal zu den billigsten im Lande gehört.

80 Euro auf fünf Jahre

Anzumerken ist, dass im 195er-Format der Billigreifen Wanli pro Stück etwa 50 Euro kostet. Ein guter Reifen, wie beispielsweise der Vredestein Sportrac3, kostet mit nicht einmal 70 Euro pro Stück nur rund 20 Euro mehr (Preise schwanken je nach Reifenhändler stark).

Pro Fahrzeug ist das also ein Unterschied von lediglich rund 80 Euro. Verteilt man diese Kosten auf rund fünf Jahre, die ein Reifensatz im Schnitt durchhält, macht das pro Jahr 16 Euro Mehrbelastung aus, im Monat somit nur 1,30 Euro. Dafür erhält man vor allem bei Nässe einen Sicherheitsvorteil, der eigentlich unbezahlbar ist.

Mit 48 km/h ins Hindernis

Als kleine Anmerkung: Während ein PKW mit Pirelli-P6-Bereifung bei einer Vollbremsung auf nasser Fahrbahn aus 100 km/h steht, fährt dasselbe Auto mit Wanli-Bereifung zu diesem Zeitpunkt noch 48 km/h schnell. Alles klar! (mb)

 
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