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Bericht: Volvo DRIVe

Bericht: Volvo DRIVe

Grüne Welle

09.07.2009

Stockholm wird 2010 die erste Stadt mit dem Titel „Europen Green Capital“ sein und unterstreicht damit Schwedens Vorreiterrolle in Sachen Umweltschutz. Schließlich wollen die Skandinavier auch die Ersten sein, die bis 2020 ihre Energieversorgung von fossilen Brennstoffen unabhängig machen wollen. Mit insgesamt sieben verbrauchsarmen DRIVe-Modellen setzt auch Schwedens Autobauer Nummer 1, Volvo, ein Zeichen.  

Den Anfang machten bei Volvo die „Kleinen“, also der kompakte C30 sowie die Mittelklassemodelle S40 und V50, die schon seit Herbst 2008 in der spritsparenden DRIVe-Ausführung erhältlich sind und mit einem vorbildlichen CO2-Ausstoß von 104 Gramm pro Kilometer glänzen. Möglich machen das neben effizienten Triebwerken vor allem Aerodynamik-Maßnahmen. Leichtlaufreifen und ein länger übersetztes Fünfgang-Getriebe.

Mit S80 und V70 sowie dessen Offroad-Ableger XC70 und dem Kompakt-SUV XC60 folgen nun vier größere Modelle, die sich mit dem DRIVe-Label schmücken dürfen. Wie in den bisherigen Umwelt-Modellen kommt auch in der Oberklasse-Limousine S80 und deren Kombiversion V70 ein 1,6 Liter großer Vierzylinder-Diesel zum Einsatz, der maximal 109 PS entwickelt und  bereits bei 1.750 Umdrehungen 240 Newtonmeter auf die Kurbelwelle stemmt. Keine Bestwerte für Fahrzeuge dieser Größe, aber: Wer sich für einen DRIVe-Volvo entscheidet, will schließlich sparsam unterwegs sein und keine Geschwindigkeitsrekorde aufstellen.

Bericht Volvo DRIVeAusreichend schnell

Zumal die Beschleunigungswerte mit zwölf bis dreizehn Sekunden durchaus akzeptabel sind und auch die Höchstgeschwindigkeit von 190 km/h ausreicht. Dank der bereits früh zur Verfügung stehenden Maximalkraft fühlen sich sowohl der S80 als auch der V70 keineswegs träge an und setzen Gasbefehle zügig in Vorwärtsbewegung um. Und das mit vorbildlichen Verbrauchswerten!

Denn die beiden Schweden begnügen sich nach EU-Norm mit nur 4,9 Liter Diesel je 100 Kilometer, was einem CO2-Ausstoß von 129 g/km entspricht. Dass der Konsum damit einen Liter höher liegt als bei den gleich motorisierten, kleinere Modellen ist zum einem dem höheren Gewicht und der schlechteren Aerodynamik geschuldet, zum anderen aber dem Verzicht auf eine Start-Stopp-Automatik, die im C30, S40 und V50 den Motor beim Ampelstopp abschaltet. Allerdings ist es nur eine Frage der Zeit, bis diese Technik auch in den anderen Baureihen Einzug hält.

Erschwerte Bedingungen

Etwas komplizierter war es, den beiden Schwergewichten XC60 und XC70 das Sparen beizubringen. Ob ihres Gewichts und des höheren cW-Werts bringen sie schlichtweg ungünstigere Voraussetzungen mit. Zumal der 1.6er-Diesel hier an seine Grenzen stoßen würde und Volvo sich deswegen für den potenteren Selbstzünder 2.4 entschieden hat.

Bericht Volvo DRIVeDieser arbeitet - unter dem Namen D5 - auch im S80, kommt aber in den beiden XC-DRIVe-Modellen mit nur einem statt zwei Turboladern aus und mobilisiert mit 175 PS exakt 30 Pferdestärken weniger, als die doppelt aufgeladene Variante. Sein Drehmoment liegt dagegen bei unveränderten 420 Newtonmetern, die sowohl im Offroad-Kombi als auch im Kompakt-SUV guten Durchzug garantieren und beide in knapp unter zehn Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen.

Beide für den gelegentlichen Offroad-Einsatz gedachten Fahrzeuge rollen in der DRIVe-Version nur mit Frontantrieb vom Band, was sich natürlich vorteilhaft auf den Verbrauch auswirkt aber die Fahreigenschaften auf befestigten Wegen kaum beeinflusst. Beide sollen sich so gerüstet nur noch sechs Liter Diesel gönnen und dementsprechend 159 Gramm CO2 ausstoßen.    

Neue Benziner

Bericht Volvo DRIVeMit der Erweiterung um vier Modelle umfasst die Volvo DRIVe-Palette jetzt sieben Fahrzeuge. Fehlen nur noch die Mittelklasse-Limousine S60, das Cabrio C70 sowie das große SUV XC90. Mit der Einführung der neuen S60-Generation im Jahr 2010 will Volvo die DRIVe-Palette erweitern. Dann werden auch neue Benzin-Direkteinspritzer einziehen, die mit vier statt fünf Zylinder weniger verbrauchen, dafür aber die gleiche Leistung liefern sollen.  

Doch die Schweden planen schon weiter in die Zukunft: Bis 2030 sollen Volvo-Dieselfahrzeuge im Durchschnitt nur noch 2,5 Liter konsumieren, die Benziner sollen sich mit 2,7 Litern begnügen. Momentan wird ein Plug-In-Hybrid mit einer Lithium-Ionen-Batterie als möglicher Schlüssel zum Erfolg gehandelt, der 2012 auf den Markt kommen könnte und mit dem Strom aus der Steckdose bis zu 50 Kilometer zurücklegen soll.  

Fazit

Volvo liefert mit den DRIVe-Modellen die Basis für spritsparende Mobilität. Was der Wagen am Ende tatsächlich verbraucht, hängt zum Großteil auch vom Fahrer ab. Das gibt auch Peter Ewerstrand, zuständig für die Umwelt-Modelle bei Volvo, zu bedenken: „Sie werden die angegebenen Verbrauchswerte nicht erreichen, wenn Sie es nicht bewusst drauf anlegen.“ Effizientes Autofahren heißt also nicht nur, ein verbrauchsoptimiertes Fahrzeug zu kaufen, sondern auch selbst darauf zu achten, wie man unterwegs ist. Wer immer voll beschleunigt und die Klimaanlage auf arktische Temperaturen stellt, wird kaum in die Nähe des Normverbrauchs kommen. Wer sich aber bemüht, kann ohne Komforteinbußen die für DRIVe-Fahrzeuge angegeben Werte - in etwa - erreichen.  

Bericht Volvo DRIVe

 
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