Winter-Special
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Bericht: Wohmobile winterfit machen

Bericht: Wohmobile winterfit machen

Mit dem Wohnmobil in den Winter

22.12.2014

Rund 55.000 Euro kostet ein Wohnmobil heutzutage durchschnittlich. Viel Geld, wenn man das Fahrzeug nur während der Sommermonate nutzt. Dabei können gerade Winterferien mit der rollenden Ferienwohnung Spaß machen, vorausgesetzt, man bereitet sich auf die Mobiltour entsprechend vor. Grundsätzlich ist jedes moderne Reisemobil für den Einsatz im Winter geeignet.  

Wie jeder Autofahrer sollte auch der Wohnmobilpilot zunächst einmal sein Fahrzeug fit für den Wintereinsatz machen: Das Kühlwasser des Motors muss ausreichend Frostschutzmittel enthalten; das Motoröl sollte der Viskositätsklasse SAE 5W40 angehören. Dieses Öl deckt die Temperaturspanne von plus 30 bis minus 30 Grad Celsius ab. Fahrzeugbatterie und Lichtmaschine müssen ihre volle Leistung bringen. Außerdem ist zu prüfen, ob der Tank der Scheibenwaschanlage mit ausreichend Reinigungs- und Frostschutzmittel versehen ist, fertige Mischungen gibt es an jeder Tankstelle.

Winterreifen und Schneeketten

Gute Winterreifen mit genügend Profil sind für die Urlaubsfahrt in der kalten Jahreszeit ebenso notwendig wie Schneeketten für die Antriebsräder. Das Aufziehen der Schneeketten sollte die Mobil-Crew vor Reiseantritt üben. Klappt es zu Hause nicht, kann man notfalls Fachleute um Rat fragen und riskiert nicht, hilflos auf verschneiter Bergstrecke steckenzubleiben.

Zur Winterausrüstung von Wohnmobilfahrern gehören Schaufel, Handfeger, Eiskratzer, Starthilfekabel, Unterlegkeile und Arbeitshandschuhe. Auch nicht vergessen: Holzbretter als Unterlage von Reifen und Stützen – so sinkt das Reisemobil bei Tauwetter nicht in den Boden ein. Bei längerem Aufenthalt in kalten Regionen empfiehlt sich ein Wintervorzelt: Es schützt vor Wind, Kälte sowie Schnee und ist zudem ein praktischer Abstellraum für die Skiausrüstung.  

Die Kälte bleibt draußen

Thermomatten für die Scheiben des Fahrerhauses schützen gegen Frost. Zwischen Fahrerkabine und Wohnbereich lassen sich zudem spezielle Wintervorhänge befestigen, die die Kälte aus der Fahrerkabine vom Wohnzimmer fernhalten. Sollte eine Wasserleitung einfrieren, hilft ein einfacher Haarfön, der sie mit seiner Heißluft schnell wieder auftaut. Zur Vorbeugung ist es außerdem empfehlenswert, die Spindeln an den Kurbelstützen gut zu säubern und einzufetten, damit sie nicht vereisen.

Der Abwassertank – er ist in der Regel am Fahrzeugboden montiert – sollte bei einem auch im Winter genutzten Wohnmobil isoliert und beheizbar sein, sonst droht die Flüssigkeit einzufrieren. Genügt die Isolierung nicht, sollte man einen Eimer unter den Abfluss des Tanks stellen und den Ablasshahn ständig offen lassen, so kann das Abwasser sofort abfließen. Außerdem gibt es im Handel von verschiedenen Herstellern Produkte, bei denen das Tanksystem beispielsweise mit Glycol vor dem Einfrieren geschützt wird. Dann aber ist es unbedingt notwendig, diese Flüssigkeiten im Frühjahr vor der ersten Ausfahrt komplett aus dem Tanksystem zu entfernen und selbiges gründlich zu reinigen.

Genug Gas  

Ein ausreichender Gasvorrat (zwei gefüllte Flaschen) ist unerlässlich. Denn es empfiehlt sich, das Fahrzeug auf seinem winterlichen Stellplatz ständig – zumindest auf niedriger Stufe – zu heizen. Bevor man seinen Winterurlaub antritt, sollte man sich vergewissern, dass die Gasflaschen nur Propan enthalten, Butangas ist für Temperaturen unter 4°C nicht geeignet, da es nicht mehr verdampft. Um ein Vereisen des Druckminderers an der Gasflasche zu verhindern, lässt sich ein so genannter Eis-Ex installieren. Dieses Gerät läuft über den Zwölf-Volt-Betrieb. Ratsam für den Winter ist eine Duomatic: Sie schaltet automatisch, wenn eine Flasche leer ist, auf die volle um. Apropos Gasbetrieb: Aus Sicherheitsgründen darauf achten, dass die Abgas- und Belüftungsöffnungen des Mobils schneefrei gehalten werden. Sonst besteht Erstickungsgefahr.

Vorsicht bei extremer Kälte  

Etwa 90 Prozent aller Reisemobile sind Diesel-Fahrzeuge. Diesel ist hierzulande etwa bis minus 20 Grad Celsius einsatzfähig. Sinkt die Temperatur weiter, kann der Kraftstoff ausflocken. In Skandinavien wird der Kraftstoff daher im Winter durch Beimischung von Kerosin oder Petroleum fließfähig gehalten.  (mg/sp/x)

 
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