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Galerie: Erlkönig Der neue Audi A8

Erlkönig: Der neue Audi A8

Größer, edler, komfortabler

05.06.2009

Der neue Audi A8 muss ein Kracher werden. Denn das aktuelle Modell liegt derzeit auf Platz drei der Luxus-Limousinen, hinter der gerade facegelifteten S-Klasse und dem komplett neuen 7er BMW. Was bislang einige Interessenten vom Umstieg auf den A8 abhielt, war der vergleichsweise geringe Fahrkomfort. Auch das soll sich ändern.

Wichtiger ist den meisten traditionellen A8-Käufern aber wieder das dynamische Blechkleid im bekannten Audi-Stil und die tendenziell sportliche Auslegung. Um diesen Spagat aus Komfort und Sport zu schaffen, wird die Alu-Limousine nicht schwerer als das aktuelle Modell sein und vor allem wieder eine Luftfederung besitzen, die laut Insider-Informationen im Komfortmodus wirklich komfortabel sein soll.

Audi A8

Neuer Klein-Diesel

Das Gros der A8-Kunden wird wieder den 3.0 TDI Quattro als Ideal ansehen. Bei ihm wird die Leistung von 233 PS auf rund 250 PS steigen, der Verbrauch aber geringfügig auf etwa acht Liter sinken. Mit ein Grund für die Verbrauchsreduzierung ist das neue Sieben-Gang-DSG (S Tronic), das im neuen A8 alle Modelle bis 600 Newtonmeter Drehmoment erhalten dürften. Es ersetzt vor allem die von vielen ungeliebte, in Kombination mit Frontantrieb aber bislang obligatorische Multitronic.

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Im neuen A8 wird es, wie in der ersten Generation (D2), wieder einen Diesel mit Frontantrieb geben. Denn der sparsame 2.7 TDI kommt nun auch in die Oberklasse. Dank 200 PS und 450 Newtonmeter ist auch er mit Dampf versorgt. Dem nicht einmal 1.700 Kilogramm leichten Spar-A8 werden zirka 6,5 Liter reichen. Das obere Ende der Diesel-Modelle markiert der bekannte 4.2 TDI, der es auf rund 340 PS bringen wird.

Audi A8

Ein weiteres Effizienz-Modell dementiert Audi bislang noch heftig. Einen A8 Hybrid soll es nach Aussagen aus Ingolstadt nicht geben. Dennoch darf man davon ausgehen, dass nach Lexus und Mercedes auch Audi ein Hybrid-Modell bringen wird. Zu erwarten ist der Elektromotor in Kombination mit einem Sechszylinder-Benziner.

Kompressor-V6

Eine Möglichkeit wäre es, den bekannten 2.8e mit dem Elektromotor zu koppeln. Aber schon ohne Stromschlag wird der kleinste Benziner nicht mehr als acht Liter verbrauchen, und das bei  rund 220 PS. Über dem 2.8e rangiert der A8 3.0T, der den 3.2 FSI (265 PS) ablöst. 300 PS und 440 Newtonmeter sind für den Kompressor-V6 angesetzt. Er dürfte sich bei aller Dynamik mit etwas über neun Litern zufrieden geben.

Audi A8

V8-Motoren sind aus Imagegründen in diesem Fahrzeugsegment (noch) nicht wegzudenken. Der 4.2 FSI wird daher im Programm bleiben, allerdings eine deutliche Überarbeitung erfahren und seine Leistung von 350 auf rund 390 PS steigern. Nur so kann er in einer Liga mit S 500 und BMW 750i spielen.

RS 8

Das obere Ende der Motoren- und Preis-Palette wird wohl neben dem bekannten S8 (5.2 FSI mit rund 500 PS) der RS 8 abrunden. Er tritt gegen Mercedes S 65 AMG (612 PS) und den neuen BMW M7 an und dürfte dank 5,2-Liter-V10-Turbo-Direkteinspritzer deutlich über 600 PS mobilisieren. Ein spezielles Luftfahrwerk, das vor allem auf Dynamik ausgelegt ist, wird das Sportfahrerherz höher schlagen lassen.

Audi A8

Das sportliche Topmodell wird serienmäßig mit der Keramik-Bremsanlage ausgeliefert, die es für die Versionen ab 300 PS gegen Aufpreis (rund 12.000 Euro) geben wird. Für Luxusverwöhnte gibt es auch weiterhin den A8 mit W12-Zylinder-Motor. Hierbei wird erwartet, dass der Sechsliter-Motor auf Direkteinspritzung umgestellt wird und so im Normverbrauch rund zwei Liter weniger benötigt.

Bedienerfreundlich

Nicht wirklich umgewöhnen müssen sich Audi-Fans im neu gestalteten A8-Cockpit. Angelehnt an das Interieur-Design des Audi Sportback Concept geht es luxuriös und dennoch übersichtlich zu. Ein großes Multifunktionsdisplay in OLED-Technik kann sämtliche Informationen zwischen den beiden klassischen Rundinstrumenten im Kombiinstrument darstellen.

Audi A8

Die bekannten Fahrassistenz-System wie Lane-Assist und die adaptive Geschwindigkeitsregelung sind selbstverständlich in der Optionsliste zu finden. Neu wird unter anderem ein Nachtsicht-Assistent sein. Ebenso ist zu erwarten, dass gegen Aufpreis eine Verkehrsschild-Erkennung und ein Pre-Safe-System nach Vorbild von Mercedes dabei sein werden. Mehr Sicherheit im Dunkeln verspricht das neue, adaptive Lichtsystem, das den Lichtkegel um entgegen kommende Fahrzeuge herumführen kann. Wer noch mehr Hightech möchte, kann sich für den ersten Voll-LED-Scheinwerfer in einer Limousine entscheiden. Bislang bietet lediglich Lexus ein LED-Abblendlicht an.

Neues MMI

Um all der Funktionen Herr zu werden, haben die Audi-Entwickler das MMI-Bedienkonzept, mit dem sämtliche Fahrzeugfunktionen steuerbar sind, vereinfacht. Ähnlich wie bei BMW wird es nun frei belegbare Direktwahltasten geben und eine klarere Struktur. Für den Insassen-Komfort ist selbstverständlich wieder eine Langversion samt Einzelsitzanlage im Fond erhältlich.

Audi A8

Ab rund 65.000 Euro

Die Preisrange dürfte bei etwa 65.000 Euro für den Frontgetrieben 2.8e beginnen und bei zirka 200.000 Euro für den RS 8 noch lange nicht enden. Die Extra-Liste wird, wie bei Audi üblich, wieder einmal extrem lang sein und allen erdenklichen Luxus parat halten.

 
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