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Galerie: Erlkönig Porsche Panamera

Erlkönig: Porsche Panamera

Kaum verschleiert

04.02.2008

Dass Porsche seine Modellpalette um eine viertürige Sportlimousine erweitern wird, ist sattsam bekannt. Ende 2009 soll das Zuffenhausener Edel-Geschoss auf den Markt kommen. Allerdings hat der Sportwagenhersteller bislang von seiner vierten Baureihe nur grobe Skizzen veröffentlicht. Wir zeigen Ihnen aufschlussreichere Erlkönigfotos.

Das nördliche Skandinavien ist vor allem im Winter die wohl spannendste Region für Erlkönigjäger. Viele Hersteller testen dort ihre kommenden Modelle auf Herz und Nieren. Doch muss man sich für ein paar Schnappschüsse nicht immer gleich bei minus 30 Grad hinter Zwergtannen auf die Lauer legen. Auch im milden Norddeutschland kreuzt manches Geheimprojekt auf dem Weg zum Polarkreis die eine oder andere Kameralinse. So ist es einem Fotografen soeben gelungen, zwei nur noch leicht getarnte Panamera beim Einschiffen in Kiel abzulichten.

Breite Flunder

Galerie: Erlkönig Porsche PanameraZu sehen ist ein fast fünf Meter langer und relativ flach bauender Viertürer mit coupéhafter Dachlinie. Die große Flunder beeindruckt mit ihrer breiten und flachen Karosserie. Die Proportionen wirken muskulös, doch macht der Panamera zugleich einen elegant-kompakten Eindruck. Optische Besonderheiten sind unter anderem das LED-Tagfahrlicht in der unteren Frontschürze. Seitlich in den vorderen Kotflügeln lassen sich zudem Luftöffnungen erkennen. Das Heck ziert ein mächtiger Spoiler, der vermutlich in der endgültigen Serienversion ausfahrbar sein dürfte. Das rundliche Hinterteil lässt einen recht üppigen Kofferraum erwarten. Die große Klappe bildet mit der Heckscheibe eine Einheit.

Galerie: Erlkönig Porsche PanameraViertürige Coupés sind einer der großen Trends im Autobau. Mercedes hat mit dem CLS Ende 2004 als einer der ersten Hersteller ein entsprechendes Modell auf den Markt gebracht. Der technisch auf der E-Klasse basierende Schönling wird mit drei Benzinern und einem Diesel angeboten. Das Leistungsspektrum reicht von 224 bis 512 PS. Das Einstiegsmodell 320 CDI ist für knapp unter 60.000 Euro zu haben. Der schicke Stuttgarter kommt zum Frühjahr 2008 leicht geliftet.
Galerie: Erlkönig Porsche PanameraEin direkter Konkurrent zum Panamera wird der Aston Martin Rapide. Der edle Brite wirkt wie ein verlängerter DB9 mit vier Türen. 2005 wurde er als Studie vorgestellt, derzeit ist das kommende Modell in der Erporbungsphase. Ein Starttermin wurde noch nicht genannt, doch könnte der Brite etwa zeitgleich mit dem Panamera auf Kundenfang gehen. Allerdings dürfte der Rapide preislich über dem Porsche rangieren. Mit einem bis zu 500 PS starken V12-Motor wird der Preis deutlich über 100.000 Euro liegen.
Galerie: Erlkönig Porsche PanameraDer Panamera wird auch gegen den Maserati Quattroporte antreten. Der Dreizack ist bereits seit 2004 am Markt. Er zeichnet sich ebenfalls durch vier Türen und ordentlich Platz für zwei Passagiere im Fond aus. Zudem fährt der italienische Luxusschlitten betont sportlich. Mit seinem 400 PS starken V8-Motor sprintet er in rund fünf Sekunden auf Tempo 100 und wird er bis zu 275 km/h schnell. Mindestens 112.000 Euro kostet die rassige Limousine.

Das Platzangebot des Panamera dürfte für die Insassen ebenfalls üppig ausfallen. Die großen Fondtüren deuten auf einen bequemen Einstieg hin. Porsche selbst verspricht, dass Erwachsene auf den zwei sportlich-bequem ausgelegten Einzelsitzen im Fond bei einer großzügigen Kopffreiheit entspannt, komfortabel und – sofern gewünscht – zügig reisen können.

Reisen mit über 300

Galerie: Erlkönig Porsche PanameraApropos zügig: Laut Porsche-Chef Wendelin Wiedeking soll der Panamera in punkto Leistung, Design und Fahrdynamik "in vollem Umfang den hohen Porsche-Maßstäben gerecht" werden. Für souveränen Vortrieb dürften die vom Geländewagen Cayenne bekannten Motoren sorgen. Basismotor des SUVs ist ein 3,6-Liter-V6-Beziner mit 290 PS. Im Panamera dürfte dieser Motor noch ein paar Pferdchen mehr leisten. Darüber hinaus wird Porsches Gran Turismo mit V8-Motoren kommen, die vermutlich wie im Cayenne zwischen 385 und 500 PS leisten. Kombiniert werden die Motoren mit Heck- oder Allradantrieb. Die stärkste Panamera-Version mit dem 500-PS-V8 aus dem Cayenne Turbo dürfte in unter fünf Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h sprinten und über 300 km/h schnell werden. Über den möglichen Verbrauch gibt es noch keine Angaben. Doch sicher ist: Die V6- und V8-Motoren werden sich nicht durch Sparsamkeit auszeichnen.

Hybrid kommt

Galerie: Erlkönig Porsche PanameraDiesen Part soll eine Hybridversion übernehmen. Porsche hat bereits offiziell angekündigt, den Panamera auch mit einem sparsameren Hybridantrieb anbieten zu wollen. Diese Version soll allerdings erst einige Zeit nach dem Marktstart der Baureihe verfügbar sein. Full-Parallel-Hybrid nennt Porsche das künftige Antriebssystem. Es besteht aus einer im Kofferraum-Bereich platzierten Batterie, einer Leistungselektronik und dem Hybridmodul zwischen Verbrennungsmotor und Getriebe. Im Hybridmodul sind eine zusätzliche Kupplung und die Elektromaschine zusammengefasst. Damit ermöglicht dieser Antrieb drei Fahrmodi: Das Hybridmodul kann entweder den Verbrennungs- oder den Elektromotor abkuppeln oder alternativ beide Antriebe kombinieren.

Der Clou: Der Panamera kann so in Städten mit Umweltzonen völlig emissionsfrei im E-Modus bewegt werden. Sorgen andererseits Verbrennungs- und der vermutlich über 100 PS starke Elektromotor zeitgleich für Vortrieb, dürfte der Wagen besonders durchzugsstark werden. Besonders wichtig am Hybridsystem ist jedoch die Effizienzsteigerung: Die Hybridversion soll bei sparsamer Fahrweise weniger als neun Liter Benzin auf 100 Kilometer verbrauchen.

Preis noch offen

Zu welchem Preis Porsche den Panamera anbieten wird, ist derzeit noch ungewiss. Das Einstiegsmodell wird sicherlich die V6-Variante, die dann wohl deutlich unterhalb von 100.000 Euro liegen dürfte. Zunächst allerdings wird Porsche wohl die teureren V8-Versionen auf den Markt bringen.

 

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