Schönes Wetter, offenes Dach - das Cabriofeeling in unserem Special.
Der bereits betagte 147 hat bei Alfa ausgedient. Doch sein Nachfolger wird nicht etwa 149 heißen, sondern die Alfa-Legende Giulietta zumindest namentlich wiederbeleben. Optisch erinnert das Kompaktmodell an den Mito und hat unter der Haube viel Technik von Fiat Bravo und Lancia Delta.
Insbesondere das Giulietta-Gesicht weist deutliche Ähnlichkeiten zum Mito auf. Mittig prangt der Scudetto-Kühlergrill mit etwas mehr Chrom, die Scheinwerfer wurden zudem mit LED-Tagfahrlichtern aufgewertet. Ansonsten bietet das neue Alfa-Modell ein klassisches Fünftürer-Layout. Wie schon beim 147 haben die Designer allerdings die Türgriffe der hinteren Einstiegstüren geschickt in der C-Säule versteckt und erzeugen mit der nach hinten stark abfallenden Dachlinie den Eindruck eines coupéhaften Dreitürers.
LED-Leuchten zieren das ebenfalls ausdrucksstarke Heck, das mit Dachkantenspoiler und dem unteren Teil der Heckschürze in Diffusoroptik zudem Dynamik vermittelt. Das 4,35 Meter lange Modell bietet einen immerhin 350 Liter fassenden Kofferraum, der mittels umklappbarer Rückbank auch deutlich mehr Stauraum bieten kann.
Zunächst vier Motoren
Der Innenraum dürfte angesichts der Fahrzeuggröße und 2,63 Meter Radstand zudem ordentliche Platzverhältnisse für die Passagiere auch hinten bieten. Darüber hinaus wird der Wagen innen mit einem eigenwilligen wie edlem Sportambiente verwöhnen. Ein erstes Foto zeigt schickes Ledergestühl, das hohen Seitenhalt bieten dürfte. Außerdem zeigt das Bild ein großes zweiteiliges Glaspanoramadach.
Zum Marktstart im Frühjahr 2010 wird die Giulietta mit zwei Benzinern und zwei Dieselmotoren angeboten. Die beiden Ottos mit jeweils 1,4 Liter Hubraum leisten dank Turboaufladung 120 beziehungsweise 170 PS, während die beiden Diesel mit 1,6 beziehungsweise 2,0 Liter Hubraum 105 und 170 PS mobilisieren. Später im Jahr wird außerdem eine Starkversion mit rund 240 PS folgen.
Dynamische Auslegung
Der Name Giuletta tauchte als Modell bislang zweimal in der Alfa-Historie auf. Die von 1954 bis 1964 gebaute Giulietta war Alfas erstes Großenserienmodell und dank moderater Preise auch für breitere Bevölkerungsschichten erschwinglich. Neben einer Limousine gab es ein Coupé, ein Cabriolet sowie eine sportliche Zagato-Variante und die sportlich-luxuriöse Version Sprint Speciale. Letztere ist heute ein teures Sammlerobjekt. Von 1977 bis 1985 baute Alfa Romeo ein ebenfalls Giulietta genanntes Modell. Bei dieser Mittelklasse-Stufenheck-Limousine handelte es sich um den Nachfolger der legendären Giulia.
Alfas neuer Golf-Gegner soll laut Pressetext traditionelle Alfa-Werte wie gehobene Fahrdynamik vermitteln. So soll der Unterbau selbst hohen Dynamik-Ansprüchen gerecht werden und zugleich ein hohes Komfortniveau bieten. Serienmäßig verfügt die Giulietta über das vom Mito bekannte DNA-Fahrwerkssystem. Hier kann der Fahrer zwischen den drei Fahrmodi Dynamic, Normal und All Weather wählen. Per Knopfdruck ändern sich die Kennlinien von Motor, Lenkung und Fahrwerk. So ist im Dynamic-Modus das ESP toleranter, die Gasannahme direkter, die Lenkung härter. Das serienmäßige ESP bietet zudem Unterfunktionen wie ASR, Hill-Holder MSR und das elektronische Sperrdifferenzial Q2.
Offiziell vorgestellt wird die neue Giulietta auf dem Genfer Autosalon im März 2010. Vermutlich wird das Basismodell um 21.000 Euro kosten, denn soviel verlangt Alfa derzeit für den 147 mit 120-PS-Benziner.
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16.05.2012
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16.05.2012
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