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Modelle von Aston Martin sind an sich schon exklusiv. Doch im Vergleich zum vorläufig getauften Projekt One-77 verkommen DB9 und Vantage zu billiger Massenware: Zum Stückpreis von etwa 1,4 Millionen Euro soll ab Ende 2009 eine Superflunder in einer Miniauflage von maximal 77 Fahrzeugen entstehen. Der Kundenkreis wird entsprechend ausgesucht sein.
Bisher hat Aston Martin nur wenige Details zum One-77 verraten und lediglich einige Bilder eines 1:1-Modells veröffentlicht. Erst Ende 2009 soll das finale Fahrzeug vorgestellt werden und dann wohl auch die Produktion in Handarbeit anlaufen. Die erste lebensgroße Vorlage entstand ebenfalls in Handarbeit und bietet immerhin schon eine konkrete Aussicht auf das „Serien“-modell.
In seiner Grundform handelt es sich um ein optisch nahen Verwandten von DB9 und Vantage. Entlehnt wurden unter anderem auch Details wie das Design der Front- und Heckleuchten. Doch fällt insgesamt der sportliche Trimm wesentlich extremer aus, wirkt das Fahrzeug martialischer als alles Bisherige aus dem Hause Aston Martin.
Bereits der riesige Kühlergrill des One-77 fällt im Vergleich zu zivilen Modellen der britischen Nobelmarke wesentlich größer aus. Auch die Radhäuser mit 20-Zoll-Rädern sind extrem voluminös. Markant sind unter anderem auch die Lüftungsschlitze im Übergang von der Frontschürze zum Kotflügel. Sie dienen zur Kühlung der vorderen Bremsen; diese Kühlluft kann hinter den Fronträdern aus großen Öffnungen wieder entweichen. Auch in der mit vielen Sicken verzierten Motorhaube befinden sich vier Austrittsschlitze für die Motorkühlluft.
Unter der sportlich gezeichneten Haube soll ein standesgemäßer V12-Motor mit 7,3 Liter Hubraum sein machtvolles Werk verrichten. Dieser dürfte nach vorläufigen Erkenntnissen um die 700 PS leisten und so den Zweisitzer in unter vier Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigen und über 320 km/h schnell machen. Ein ausfahrbarer Heckspoiler und ein Heckdiffusor sollen für den nötigen Abtrieb bei besonders hohen Geschwindigkeiten sorgen.
Maßgeschneidertes Leichtgewicht
Zu den guten Fahrleistungen trägt unter anderem ein exklusiver Leichtbau bei. So soll das Chassis in Monocoque-Bauweise aus leichtem Karbon bestehen, die Außenhaut aus Aluminium. Dank dieser Materialien dürfte das Gesamtgewicht trotz hoher Karosseriesteifigkeit unter 1,5 Tonnen bleiben. Zum geringen Gewicht tragen unter anderem auch Karbon-Keramik-Bremsen bei.
Wie diese werden beim One-77 wohl so ziemlich alle Komponenten extrem teuer sein. Für 1,4 Millionen Euro darf der erlauchte Kunde dies aber auch erwarten. Doch nicht nur Bauteile und Materialien sind exklusiv: Für jeden Käufer will Aston Martin sein Fahrzeuge maßgeschneidert anfertigen. Apropos geschneidert: Viele dieser Kunden werden wohl im Scheichgewand zum Probesitzen nach Gaydon anreisen.
Spannend übrigens noch die Frage, ob Geheimagent 007 in einem seiner kommenden Blockbuster ebenfalls in den Genuss kommen wird, einen „177“ von Aston Martin zu fahren. Infos gibt es hierzu noch keine. Lassen wir uns also überraschen.
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