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Galerie: Erste Infos Chevrolet Volt

Erste Infos: Chevrolet Volt

Strom in Serie

19.09.2008

Vor eineinhalb Jahren wurde die erste Version des Chevrolet Volt in Detroit als die GM-Zukunftsvision für CO2-Senkung präsentiert. Nun ist die Serienversion fertig. Die technischen Details stimmen mit dem Concept-Car überein, die Optik hat naturgemäß etwas gelitten. Unter der Haube zeigt der Volt jedoch einen völlig neuen und vielversprechenden Weg aus dem CO2-Dilemma.

Effizientere Verbrennungsmotoren sind nur ein erster Schritt weg von der Abhängigkeit fossiler Treibstoffe. Der zweite Schritt waren Hybridautos, die mit dem Volt der Vergangenheit angehören werden. GM setzt dagegen auf einen Elektroantrieb, der den Engpass Batterietechnologie elegant umschifft: mit einem ethanolbetriebenen Generator an Bord.

Neue Ideen

Galerie: Erste Infos Chevrolet VoltWenn es um elektrisches Fahren geht, stehen derzeit lediglich Metallhydrid-Akkus zur Verfügung. Die kommen derzeit etwa in den Hybridautos von Toyota zum Einsatz und kranken erstens an geringer Effizienz und zweitens am hohen Gewicht. Die moderneren Lithium-Ionen-Akkus finden bisher nur im Tesla Roadster (...mehr) auf die Straße und demnächst in den Hybridversionen von Mercedes S-Klasse und BMW 7er.

Für kleinere, massenkompatible Autos sind sie derzeit noch zu teuer, weshalb Volumenhersteller GM das Thema Strom im Auto kreativ angehen musste. Der eingeschlagene Weg ist dabei durchaus charmant: Die Litium-Ionen-Batterien selbst fallen relativ klein aus und ermöglichen eine Reichweite von etwa 60 Kilometern. Um dennoch längere Strecken zu meistern, wurde ein hocheffizienter Generator eingebaut, der das bisherige Antriebskonzept eines Autos quasi auf den Kopf stellt: Den Generator kann man sich wie eine überdimensionale Lichtmaschine vorstellen, die eben einzig und allein dazu da ist, Strom zu produzieren.

Ethanol-Generator

In zwei der bisher gezeigten Volt-Studien fungiert als Generator jeweils ein hocheffizienter Verbrennungsmotor. In der Detroit-Variante war das ein 1,0-Liter E85 Motor (E85 besteht aus 85% Ethanol und 15% herkömmlichen Superbenzin), die IAA-Version hatte einen 1,3-Liter Diesel an Bord.

Die Serienversion des Volt wird in den USA Ende 2010 mit einem Ethanol-Generator an den Start gehen, eine Opel-Variante folgt 2011 für Europa.

Galerie: Erste Infos Chevrolet VoltDie 16-kWh-Akkus können an der Haushaltssteckdose innerhalb von drei Stunden aufgeladen werden. Der umgerechnet 150 PS leistende Elektromotor bietet ein fulminantes Drehmoment von 370 Newtonmetern, das jederzeit auf Abruf steht – Drehmomentkurven wie bei Verbrennungsmotoren gibt es bei E-Motoren nicht. 160 km/h Topspeed sind laut GM machbar.

Während der Fahrt werden die Akkus über Schubenergie-Rückgewinnung aufgeladen, was eine batteriegestützte Reichweite von 60 Kilometern ermöglicht. Danach springt der Generator an, dessen Spritvorrat an jeder Tankstelle aufgefüllt werden kann, wahlweise mit Superbenzin oder Ethanol. Laut GM kostet es lediglich einen Euro, die Batterien des Volt einmal komplett zu laden. Im E85-Betrieb wird man mit einem Verbrauch von unter fünf Litern rechnen können, was einem CO2-Ausstoß von lediglich 40 Gramm pro Kilometer entspricht.

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