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Galerie: Erste Infos Design-Trends Genf 2017

Erste Infos: Design-Trends Genf 2017

Schöne Kurven in Genf

10.03.2017

Motoren, Sicherheitsfeatures und Komfortextras, all das ist sicher wichtig. Doch wenn man ein Auto nicht schön findet, kann es noch so mit Technik-Highlights wuchern – kaufen wird man es trotzdem nicht. Allerdings dürfen sich die Designer schon lange nicht mehr nur danach richten, was gefällt, zahlreiche andere Abteilungen reden ihnen mittlerweile in ihre Arbeit rein. Die Materialforscher, die sagen, dass der Stoff für solche gebogenen Rückleuchten noch nicht erfunden ist; die Werkzeugbauer, die der Meinung sind, dass eine derart scharfe Kante in der Serienfertigung nicht machbar ist; die für das Packaging verantwortlichen Ingenieuren, die eigentlich immer mehr Platz wollen, als das schlanke Design hergibt. Dann kommt noch der Gesetzgeber mit immer neuen Sicherheitsvorschriften und die Controler halten von oben die Daumen drauf.

Kurzum: Auto-Design ist eine Wissenschaft für sich und hat eine Marke einmal eine Formensprache gefunden, wird der Stil immer konsequenter durch das gesamte Portfolio durchgezogen. Volvo demonstriert das auf dem Auto Salon in Genf beispielsweise mit dem neuen XC60, Subaru mit dem XV, Ford mit dem Fiesta und Opel mit dem Insignia – nur keine Experimente wagen, lautet die Devise. Die bekannten Gesichter werden dezent überarbeitet, hier wird der Scheinwerfer etwas schärfer geschnitten, da die Motorhaube noch ein bisschen stärker aus modelliert.

Bekannte Gesichter

Galerie: Erste Infos Design-Trends Genf 2017Das stärkt die Markenidentität, sagen die Marketingexperten – und die Verkäufer würden, fragte man sie, wahrscheinlich ergänzen „und sichert den Absatz.“ Denn hat sich ein Entwurf einmal bewährt, lässt sich lange Zeit damit Geld verdienen – siehe Audi. Die Ingolstädter fahren seit Jahren mit dem gleichen Gesicht aus der Werkshalle.

Was auffällt: So gefällig die neuen Frontansichten auch sind, so schwer scheinen sich manche Autobauer mit dem Heck zu tun: Mitsubishis SUV-Coupé Eclipse, der geliftete Toyota Yaris, die SsangYong-Studie XAVL oder der neue DS7 Crossback stehen stellvertretend für zumindest gewöhnungsbedürftige Rückansichten auf der Genfer Messe.

Galerie: Erste Infos Design-Trends Genf 2017Immerhin: Ein außergewöhnliches Heck wirkt der sonst oft gegebenen Verwechselbarkeit entgegen. Schließlich gelten die Einschränkungen in Sachen Design für alle Hersteller, und würde man die Logos entfernen, hätte man oft so seine Probleme, die Autos der richtigen Marke zuzuordnen.

Liebe zum Detail

Galerie: Erste Infos Design-Trends Genf 2017Eine weitere Möglichkeit, für Individualität zu sorgen, ist die Sicke. Hier noch eine Lichtkante, da noch eine Charakterlinie – „Dekorkram“ nennt so mancher Designer die Stilmerkmale, die den Autos einen einzigartigen Charakter verleihen sollen und der im besten Fall irgendwann markentypisch wird. Allerdings übertreibt es so mancher auch: Die Front des VW Arteon beispielsweise ist stark zerklüftet, der Honda Civic Type R übertreibt es mit Lufteinlässen und Aerodynamik-Anbauteilen und auch die Falten in der Volvo-XC60-Flanke hätten etwas dezenter ausfallen dürfen. Wie man solche Eyecatcher geschickt platziert, zeigt dagegen Bentley bei seiner Studie EXP 12 – hier wirken die breite Luftöffnung in der Front, die ausgeformten Radhäuser und der Schwung in der Seitenansicht stimmig.

Weniger ist mehr

Galerie: Erste Infos Design-Trends Genf 2017Völlig loslösen von solchen Schnörkeln will sich übrigens Mercedes. Der Stuttgarter Chef-Kreative Gordon Wagener hat erst kürzlich das Ende der Sicke ausgerufen und setzt auf immer glattere Flächen, die dem Auto eine weiche, geschwungene Form verleihen. Neueste Ausprägung: Das Mercedes-AMG GT Concept, eine bildschöne Gran-Turismo-Studie, die außer ein paar Kanten in der Motorhaube ziemlich monolithisch daher kommt. Dass dieses Konzept funktioniert, zeigt Porsche schon seit Jahrzehnten – und setzt den Trend auch mit dem neuen Porsche Panamera Sport Turismo fort. Der erste Kombi der Marke – den Porsche natürlich nie so nennen würde – überträgt das rundliche 911er-Design in seine wohl nutzwertigste Form und schaffte es, die sportlichen Gene der Marke unberührt zu lassen.

Galerie: Erste Infos Design-Trends Genf 2017Erstaunlich: Obwohl die gesamte Industrie von der Elektromobilität spricht, sind in Genf kaum neue Stromer zu sehen. Die nämlich dürften in den kommenden Jahren noch für reichlich Spannung beim Thema Design sorgen. Der Wegfall des Verbrenners und der Auspuffanlage beschert den Designer viele neue Freiheiten. Und wenn dann erst noch das autonome Fahren sich durchsetzt, werden wir mit ganz neuen Formen konfrontiert werden. Einen Ausblick darauf hat Volkswagen am Vorabend der Messe mit der Studie Sedric gegeben, die weniger wie ein Auto, sondern eher wie ein U-Bahn-Wagen aus einem Comic anmutet. (sp-x/mg/ar)

 

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