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Galerie: Erste Infos Ford Focus

Erste Infos: Ford Focus

Golf-Angriff für 2011

14.01.2010

Der Ford Focus kommt erstmals in seiner Karriere in ein und derselben Form weltweit zum Einsatz. Entworfen und konstruiert wurde der Kompaktwagen hauptsächlich in Köln. Neue Motoren, hochwertigere Materialien, bessere Verarbeitung und nicht zuletzt ein eher zurückhaltendes Aussehen sollen ihm neue Kunden bescheren und dem VW Golf hierzulande das Leben erschweren.

Aber bis es soweit ist, dauert es von nun an noch ein komplettes Jahr. Denn Ford stellt dieser Tage den neuen Focus auf der Detroit Auto Show zwar vor, lässt die Montagebänder in Saarlouis, Michigan (USA) und Chongqing (China) aber erst im Spätherbst 2010 starten. So kommt es, dass der Wagen als Kompaktmodell und als Stufenheck-Limousine frühestens ab Februar 2011 erhältlich sein wird. Interessant: Ford rechnet weltweit mit einem Anteil von 40 Prozent Steilheck-Varianten (Zwei- und Viertürer). Bislang entschieden sich lediglich 25 Prozent für das Kompaktmodell. Gefragter war die Stufenheck-Limousine.

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Der Focus ist Basis für bis zu zehn andere Modelle des C-Segments, die Ford in den kommenden Jahren weltweit auf den Markt bringen will – den Anfang machen die zwei neuen C-Max-Vans, die ab Spätsommer 2010 bei den Kunden ankommen sollen.

Und denen versucht Ford schon jetzt den Mund wässerig zu machen. So sprechen die Kölner bei allen Focus-Derivaten selbstbewusst von einer Verarbeitungs- und Materialqualität, die das Niveau von Premium-Automobilen höherer Segmente erreichen soll. Minimale Spaltmaße, Soft-Touch-Oberflächen und Farbgenauigkeiten bei den verschiedenen Materialien sollen Maßstäbe im Kompakt-Segment setzen. Ebenso achtete Ford auf sattes Türzuschlagen, was vielerorts noch immer als Indikator für Fahrzeugqualität angesehen wird. Apropos Qualität: Sie soll sich nicht unterscheiden, egal, in welchem der drei Standorte das Fahrzeug produziert wird.

Mehr Dynamik, besserer Komfort

Schon der noch aktuelle Focus gehört in der Kompaktklasse zu den fahraktivsten Fahrzeugen. Überzeugend ist die Feder-Dämpferabstimmung ebenso wie die Präzision der Lenkung. Der neue Focus soll da noch einen drauf setzen und laut Ford die Kurvengier des Focus deutlich verbessern. Dynamic Cornering Control nennt sich diese Art Differenzialsperre an der Vorderachse, die zum einen die Traktion verbessern und zum anderen das Untersteuern minimieren soll. Gleichzeitig wird das Komfortniveau deutlich über dem aktuellen Focus angesiedelt sein. Erstmals geht der Focus weltweit mit ein und derselben Fahrwerksauslegung an den Start.

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Selbstverständlich hält auch das PowerShift genannte Doppelkupplungsgetriebe Einzug in den neuen Focus. Laut Ford sorgt das jedoch nur für eine Verbrauchsreduzierung von neun Prozent – im Vergleich zu einer betagten Vier-Gang-Automatik wohlbemerkt.

Turbo-Benziner

EcoBoost SCTi nennt Ford die neue Generation der Benzindirekteinspritzer mit Turboaufladung, die beste Laufruhe mit souveräner Leistungsentfaltung und geringem Verbrauch vereinen sollen. Die ausschließlich vierzylindrigen Motoren senken den Spritverbrauch im Vergleich zu den ähnlich starken Vorgänger-Aggregaten um zehn bis 20 Prozent. Ganz ohne Sprit kommt eine Elektro-Version des Focus aus, die ab 2011 allerdings vorerst nur für den US-Markt bestimmt sein wird. Für Europa sind ein 1,6-Liter-Turbo-Benziner mit rund 120 und 150 PS sowie später ein zwei Liter großer Vier-Zylinder mit bis zu 200 PS geplant. Dieser Motor debütiert im Ford S-Max und Galaxy.

Auf Dieselseite bleibt es bei Bewährtem. Mit ebenfalls 1,6- und 2,0-Liter-Hubraum gibt es keine Überraschungen, wohl aber dezente Modifikationen zum Senken des Dieselverbrauchs. Eine Stopp-Start-Funktion werden einige Varianten ebenfalls besitzen.

Beim neuen Focus bestehen 55 Prozent der Karosserie aus hochfesten Stählen, 26 Prozent aus ultrahochfesten. Das ergibt zum einen Verbesserungen bei der Torsionssteifigkeit, die wiederum mitverantwortlich für den Fahrkomfort und die Crashsicherheit ist. Hier soll der neue Focus nach Ford-Angaben Bestwerte erreichen.

Neues Bedienkonzept

Galerie: Erste Infos Ford FocusEbenso Benchmark soll das neue Bediensystem sein, das derzeit in abgespeckter Version schon als MyFord in diversen US-Modellen im Einsatz ist. Im neuen Focus kommt weltweit die zweite Generation von MyFord zum Einsatz, die eine logische Menüführung, eine Sprachsteuerung sowie die Bluetooth-Freisprecheinrichtung sinnvoll miteinander verknüpft, ohne den Fahrer von seiner Hauptaufgabe – dem sicheren Autofahren – abzulenken. Hilfreich soll dabei eine neuartige, in die Lenkrad-Speiche integrierte Fünf-Wege-Schaltwippe sein, wie man sie beispielsweise von Mobiltelefonen her kennt. Mit diesem Bedienelement lässt sich nicht nur das Radioprogramm oder die Lautstärke ändern, sondern beispielsweise auch die Innenraumtemperatur anpassen.

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Dargestellt werden die Bedienschritte auf zwei 4,2 Zoll-Displays. Das im Kombiinstrument integrierte übernimmt dabei unter anderem die Bordcomputer-Anzeige, das auf dem Armaturenbrett angebrachte LC-Display zeigt alle komfortrelevanten Funktionen an. Wurde das aufpreispflichtige Navi Connect+ geordert, sitzt anstelle des kleinen Displays ein acht Zoll großer, berührunsgempfindlicher Monitor in griffreichweite zwischen Fahrer und Beifahrer.

Gute Chancen für den Neuen

Den Angaben von Ford zufolge, wird der neue Focus ein Meisterwerk, das dem VW Golf echte Konkurrenz machen dürfte. Denn zu bedenken ist, dass der aktuelle Golf lediglich eine Evolution des Vorgänger-Modells ist, Ford aber ein komplett neues Modell auf die Räder gestellt hat. Und weltweit verkauft sich der aktuelle Focus bereits besser als der Golf – gute Voraussetzungen für den Neuen.

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