Auto Salon Genf 2010
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Galerie: Erste Infos Infiniti M35 Hybrid und M Diesel

Erste Infos: Infiniti M35 Hybrid und M Diesel

Diesel und Hybrid bei Infiniti

12.03.2010

Auf dem Genfer Auto Salon 2010 stellte die japanische Nobel-Marke Infiniti ihr neuestes Werk vor: Den knapp fünf Meter langen M. Das Fahrzeug der oberen Mittelklasse startet im September 2010 in Deutschland und kommt mit V6-Benziner, V6-Diesel und kurz danach mit V6-Hybrid. Ist der Benziner bereits aus anderen Infiniti-Modellen bekannt, betritt die Nissan-Tochter mit Diesel und Hybrid Neuland. Die ersten Infos klingen vielversprechend.

Ein Elektro- oder Hybrid-Modell hatte in Genf eigentlich jeder Hersteller im Gepäck. Bei den einen war das teilweise elektrisch betriebene Fahrzeug noch ferne Zukunftsmusik, bei den anderen schon Realität und bei wieder anderen nicht mehr lang hin, bis zur Markteinführung.

Groß, schick, gut verarbeitet

Das M-Modell von Infiniti gehört zur letzten Gruppe. Die neue Limousine ist eine elegante und stattliche Erscheinung mit einem vom Windkanal geglätteten Äußeren. So beträgt der Cw-Wert gute 0,27. Den Abmessungen von 4,95 Metern Länge, 1,84 Metern Breite und 1,50 Metern Höhe entspricht das Raumangebot im Interieur. Verarbeitungstechnisch gibt es ebenfalls keine Besonderheiten, Infiniti-Standard eben, und der ist weit oben in der Automobilwelt angesiedelt. Auch das Armaturen-Design ist von den Modellen EX, FX und G bekannt und überrascht daher wenig.

Überraschender sind aber die technischen Besonderheiten der Japaner, die seit rund 20 Jahren hauptsächlich ihre Kunden in den USA finden. In Deutschland gibt es aktuell nur zwei Infiniti-Händler: Einen in Hamburg und einen in Dresden. Aber noch 2010 soll in weiteren deutschen Metropolen jeweils eine Vertretung aktiviert werden. Mit einem 250 Kilometer weit reichenden Hol- und Bring-Service versucht Infiniti zudem weiter entfernt wohnenden Kunden Exklusiv-Service zu bieten. Eine gute Idee, denn Service wird in dieser Preisregion groß geschrieben.

Erst der Diesel, dann der Hybrid

Technik aber auch. Und so trumpfen die Japaner ab September 2010 erstmals mit einem Diesel auf. Ein Motor, der in diesem Fahrzeugsegment das A und O ist. Das zusammen mit Mutterfirma Nissan und Allianz-Partner Renault in Frankreich entwickelte Triebwerk schöpft aus drei Litern Hubraum 238 PS und 550 Newtonmeter Drehmoment ab 1.750 Touren. Werte, die einen angemessenen Vortrieb versprechen.

Galerie: Erste Infos Infiniti M35 Hybrid und M DieselDass es damit alleine in dieser Klasse nicht getan ist, weiß Infiniti selbst und verspricht für den neuen Common-Rail-Diesel eine Laufkultur, die ihresgleichen sucht. Mitverantwortlich für die Laufruhe soll neben dem ungewöhnlichen Zylinderbank-Winkel von 65 Grad auch das Material des Motorblocks sein. So setzen die Ingenieure auf einen Mix aus Gusseisen und Vermikulargraphit. Dieses Material soll leichter, steifer und schallabsorbierender als normaler Grauguss sein. Auf einen Aluminium-Zylinderblock hat man verzichtet, weil dieser eine Lauf-beruhigende Ausgleichswelle und den Einsatz von zusätzlichem Geräuschdämmmaterial nach sich gezogen hätte.

Den Verbrauch für den Diesel-M gibt Infiniti genauso wenig bekannt wie den Basispreis. Wir rechnen mit einem Wert von knapp unter acht Litern beim Durst und rund 50.000 Euro bei der pekuniären Frage. Den Diesel gibt es noch vor der Markteinführung des M ab Frühjahr 2010 übrigens in den Crossover-Modellen EX und FX.

Teuer und gut?

Wohl deutlich teurer startet im Frühjahr 2011 der M35 Hybrid. Bei Bedarf wird der 3,5-Liter-V6 von einem Elektroantrieb mit einer Leistung von knapp 70 PS und einem Drehmoment von 270 Newtonmeter unterstützt. Infiniti-Direct-Response-Hybrid-Technology nennt sich das Konstrukt, das an eine deutlich modifizierte Sieben-Gang-Automatik gebunden ist.

Und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Elektromotor sitzt direkt im Getriebegehäuse, das wiederum auf den bei Schaltautomaten bislang fast obligatorischen Drehmomentwandler verzichten kann. Ergebnis: Einerseits soll es extrem schnell schalten ohne dabei zu rucken, und andererseits kann der V6-Motor während der Schubphase vollständig vom Antriebsstrang abgekoppelt werden. Das spart Energie, denn die Reibungsverluste minimieren sich dabei. Wann immer möglich, werden daher die Hinterräder mit Strom aus neu entwickelten Lithium-Ionen-Akkus versorgt, womit auch klar ist, dass rein elektrisches Fahren machbar ist. Sogar schneller und länger als bei der Konkurrenz, wie Infiniti behauptet.

Wie schnell der M35 Hybrid im Elektromodus sein wird und wie lange er durchhält, ist derzeit noch ungewiss. Ebenso wenig wird über die Systemleistung des Motorenkonglomerats geredet. Vermuten kann man, dass sich die Leistung bei rund 370 PS einpendeln wird. Denn der bekannte 3,7-Liter-V6 von Infiniti leistet derzeit in allen eingangs genannten Modellen 320 PS, der 3,5 Liter in Kombination mit dem Elektromotor sollte spürbar darüber liegen, denn auch die Konkurrenz schläft ja nicht.

 
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