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Galerie: Erste Infos Mercedes SLS AMG

Erste Infos: Mercedes SLS AMG

Überall... Jederzeit...

06.03.2009

Nachdem AMG zunächst als Mercedes-Tuner und später als Haustuner der schwäbischen Nobelmarke bekannt wurde, arbeitete die nun zum Daimler Konzern gehörende Edelschmiede am glaubhaft sportlichen Profil seiner Produkte. Verschiedene „Black-Series“-Ableger von SLK, CLK und zuletzt SL belegten nachdrücklich, dass die sportlichsten Mercedes nicht nur schnell geradeaus fahren können.

Mit dem SLS „Gullwing“ zeigte AMG vorab den technischen Stand ihres ersten vollständig selbstentwickelten Supersportwagens. Und der hat das Zeug, den üblichen Verdächtigen um die Ohren zu fahren. Überall und jederzeit. Und vor allem auf der Rennstrecke.

Startklar

Mercedes SLS AMGHerz des neuen, den berühmten 300 SL zitierenden, Sportwagens ist der überarbeitete V8-Saugmotor, der bisher 517 PS (zum Beispiel im SL 63 AMG) leistet. In der nun vorliegenden Ausbaustufe liegen die Leistungsdaten jedoch auf höchstem Niveau: 570 PS und 640 Newtonmeter Drehmoment entsprechen einer spezifischen Leistung von 92 PS pro Liter Hubraum – und sind für einen 6,2-Liter großen und bis 7.200 Touren drehenden drehenden Sauger Spitzenwerte.

Erreicht wurde die Leistung nicht durch eine Aufladung via Kompressor oder Turbo, sondern einzig durch nachgerade klassisches Motortuning: der verbesserte Ansaugtrakt mit Magnesium-Saugrohr wird durch eine optimierte Abgasanlage mit neu definierten Fächerkrümmern ergänzt, der Ventiltrieb überarbeitet. Nebenbei erreicht der M-159 genannte Motor dadurch auch die EU-5 Abgasnorm. Doch der Motor ist nur ein Teil eines kompromisslosen Sportgerätes, das auch über Fahrwerk, Schwerpunkt und nicht zuletzt Getriebe definiert wird.

Weißes Brett

So starteten die AMG-Entwickler am sprichwörtlich weißen Zeichenbrett und definierten zunächst das Grundlayout: Motor vorne, hinter der Vorderachse (Front-Mittelmotor). Antrieb und Getriebe hinten (Transaxle-Bauweise). Langer Radstand und breite Spur sowie große Reifenauflagefläche. Dieses Layout, gepaart mit einem tiefen Schwerpunkt und einem Gewicht von knapp über 1.600 Kilogramm, soll höchsten Geschwindigkeiten und größtmöglicher Querbeschleunigung dienen. Möglich wird das durch den tiefst platzierten Motor mit Trockensumpf-Schmierung. Er und das Getriebe definieren die tiefsten Punkte am Fahrzeug. 52 Prozent des Fahrzeuggewichts liegen dabei auf der Hinterachse, an der 295er Reifen auf 20-Zoll Ränder montiert sind (vorne (265/35-19).

Mercedes SLS AMGStarke Konkurrenten

Und obwohl AMG den Genen des Mutterkonzerns (namentlich Zuverlässigkeit und Sicherheit) verpflichtet ist, ergab sich bei der Fahrzeugentwicklung kein Zielkonflikt. So ist das von AMG selbst definierte Konkurrenzumfeld beeindruckend: Lamborghini Gallardo und Audi R8 V10. Porsche 911 Turbo und Ferrari 599 GTB sowie Aston Martin DBS und Corvette Z-01.

Dieses Umfeld markiert derzeit den Stand der Technik bei den Supersportwagen, sie rangieren zwischen 6 und 12-Zylindern, Leistungen ab 480 PS mit und ohne Aufladung, Nordschleifenzeiten von teilweise deutlich unter acht Minuten und Spitzengeschwindigkeiten von über 300 km/h. Am Ende des Lastenheftes sollte der SLS alle Konkurrenten in den meisten Bereichen deutlich schlagen. Oder anders ausgedrückt: Man wächst an seinen Zielen…

Mercedes SLS AMGHausaufgaben erledigt

Das Ergebnis zeigt sich in der Rohkarosse durchaus kompromisslos: Hinter den maximal zwei Passagieren wird der Tank positioniert, im Innenraum wird man für die Reise also gerade Kleiderhaken und Hutablage nutzen können. Wobei „Hutablage“ von AMG durchaus humorlos gemeint ist, schließlich fänden auch Einmeterneunzig-Piloten mit Kopfbedeckung bequem Platz. Der Kofferraum sollte eigentlich Taschenraum heißen und scheint einzig dem geplanten Roadster geschuldet.

Die mit dem unter 200 Kilogramm Mehrgewicht leidenden Prototypen erreichten Fahrleistungsdaten sprechen jedoch für ein Ergebnis, das die Supersportwagen-Gilde nachhaltig durcheinander bringen wird:

36-Meter-Slalom: 135 km/h.

ISO-Wedeltest (Elchtest): 152 km/h.

0-100 km/h:  <4 sek.

Vmax: 315 km/h. Abgeregelt...

Mercedes SLS AMGFazit

Ein Fazit ist leicht gezogen und ist mit den gerade genannten Fahrleistungen eigentlich schon erschöpft. Bleibt anzumerken, dass sich AMG einzig noch zu drei Punkten ausschweigt: Wie viele Exemplare gebaut werden sollen, kommuniziert man im Hause Daimler eigentlich nie und ist für den Endkunden auch nicht so relevant wie der Kaufpreis der ebenfalls verschwiegen wird – wir schätzen jedoch einen Einstiegspreis von knapp 200.000 Euro. Drittens und ebenso wichtig wie der Preis ist das Design, von dem wir nur so viel verraten können: Die Proportionen werden erstklassig sein und die Väter des legendären Gullwing nicht erröten lassen.

Abschließend sei noch der Marktstart verkündet: „Zum Jahreswechsel“ heißt umgangsprachlich , dass der Wagen Anfang 2010 beim Händler stehen wird, aber schon vorher bestellt werden kann. Im Umkehrschluss können wir also das fertige Auto auf der IAA in Frankfurt (17.-27. September 2009) erwarten.

Mercedes SLS AMG

 
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