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Galerie: Erste Infos Neuer Mercedes S 63 AMG

Erste Infos: Neuer Mercedes S 63 AMG

Die rote Sau lebt

02.03.2010

Von wegen Mercedes-Tuner: Spätestens mit dem SLS hat sich die Affalterbacher Edelschmiede AMG auch als Hersteller einen Namen gemacht und ihrer Firmenphilospohie „Performance“ neuen Ausdruck verliehen. Das unterstreicht auch der neue S 63 AMG - mit deutlich mehr Leistung und weniger Verbrauch.

Dass der Mercedes SLS AMG irgendwann rein elektrisch über die Straßen rollt, ist sicher. Doch frühestens 2013 wird der „electric drive“ verfügbar sein. Deutlich eher - und auch weitaus weniger umweltfreundlich - kommt die neueste Entwicklung aus Affalterbach: ein 5,5-Liter-V8-Biturbo-Benziner. Der soll noch in der zweiten Jahreshälfte 2010 seine Premiere im neuen S 63 AMG feiern, wo bisweilen ein 6,2 Liter großer Sauger mit 525 PS sein Werk verrichtet.

Der Name bleibt

Mercedes S63 AMGObwohl das neue Triebwerk 0,7 Liter weniger Hubraum hat, bleibt der Name gleich. Denn der, so AMG-Sprecher Johannes Riegsinger, sei schließlich gar keine Hubraum-Angabe, sondern eine Reminiszenz an   den 300 SEL 6.3. Mit der von den AMG-Gründern Hans-Werner Aufrecht und Erhard Melcher aufgebauten „roten Sau“ hatten am 24. Juli 1971 Heyer und Schickentanz überraschend das 24-Stunden-Rennen in Spa gewonnen und so einen Mythos begründet.

Mit dem neuen S 63 AMG soll dieser Mythos wieder aufleben. Und selbstverständlich ist auch das Showcar, in das der neue Motor erstmalig eingebaut wurde, glutrot lackiert. Bei einem 24-Stunden-Rennen wird man die Power-S-Klasse dagegen wohl kaum antreffen, eher in arabischen und asiatischen Großstädten, wo sich gut Betuchte damit chauffieren lassen. Denn unter 140.000 Euro wird der die neue rote Sau nicht zu haben sein.

Komplett neu entwickelt

Galerie: Erste Infos Neuer Mercedes S 63 AMGDie Affalterbacher haben einiges in den neuen Motor investiert und den M157 genannten V8 komplett neu aufgebaut - erstmals mit strahlgeführter Direkteinspritzung und Biturbo. Diese Kombination aus weniger Hubraum und Aufladung resultiert in gestiegener Leistung und vor allem deutlich weniger Verbrauch.

Gönnt sich der noch aktuelle S 63 AMG auf 100 Kilometer mindestens 14,4 Liter, so sind es beim neuen über 25 Prozent weniger. Nach EU-Norm gemessen braucht der Fünfeinhalb-Liter-V8 gerade mal 10,5 Liter, was sich vor allem in Relation zu seinen 544 PS und 800 Newtonmeter Drehmoment sehen lassen kann. Wer das optionale Performance Package ordert, kann sich - ohne Mehrverbrauch -  sogar über 571 PS und noch einmal 100 Newtonmeter mehr freuen.  Zum Vergleich: Bislang stehen 525 PS und 630 Newtonmeter Drehmoment zur Verfügung.

Stopp-Start serienmäßig

Mercedes S63 AMGEin Großteil des Sparpotentials geht laut AMG-Chef Volker Mornhinweg auch auf das Konto des MCT 7-Gang-Sportgetriebes (bekannt aus SLS und E 63 AMG, bei dem eine nasse Anfahrkupplung den herkömmlichen Drehmomentwandler ersetzt. Neben diversen Spaßmodi verfügt das Getriebe über den Fahrmodus „C“ (für Controlled Efficiency), in dem zum Anfahren der zweite Gang genutzt und frühzeitig hochgeschaltet wird, um den Verbrauch zu senken. Außerdem ist in diesem Modus die serienmäßige Stopp-Start-Automatik aktiv.

Wer freilich den Sportmodus wählt, das Gaspedal durchtritt und den S 63 AMG in 4,4 Sekunden auf Tempo 100 jagt und danach weiter bis 250 km/h beziehungsweise 300 km/h bei der Performance-Variante beschleunigt, der wird auch mit dem neuen Triebwerk Verbrauchswerte einfahren, die jenseits von Gut und Böse sind. Denn warum sollte ein AMG-Motor vor dem Fluch der auf dem Papier so sparsamen Turbo-Benziner gefeit sein, bei entsprechender Leistungsabfrage zu saufen. An die gut 50 Liter, die die rote Sau in den 70ern schluckte, wird der S 63 aber hoffentlich nicht rankommen.

 
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