Pariser Autosalon 2010
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Galerie: Erste Infos Renault Fluence Z.E.

Erste Infos: Renault Fluence Z.E.

Kampfansage

01.10.2010

Elektroautos sind in der Regel – abgesehen von meist nicht serienreif – vor allem eins: teuer. Renault beweist, dass es auch anders geht. Ab Mitte 2011 kann man den Fluence Z.E. kaufen und das zu einem für ein E-Auto überraschend günstigen Preis.

Erste Preisansagen gab es 2009 von Mitsubishi für den dreieinhalb Meter langen, viersitzigen i-MiEV. Rund 45.000 Euro sollte der Kleinstwagen hierzulande zunächst kosten. Nun wurden die Kalkulationen überarbeitet und soll der i-Miev für rund 10.000 weniger in Deutschland zu haben sein. Für einen Kleinwagen immer noch eine stolze Summe.

Rund 26.000 Euro

Galerie: Erste Infos Renault Fluence Z.E.Auf dem Pariser Autosalon kontert Renault jetzt mit einer wahren Kampfansage. Ab Mitte 2011 wollen die Franzosen den Fluence, ein Stufenheckmodell auf Mégane-Basis, das es übrigens auch mit konventionellem Motor gibt, als Elektroauto verkaufen. Für gerade mal rund 26.000 Euro; der genaue Preis hängt von der Mehrwertsteuer in den jeweiligen Ländern ab. Und der Fluence Z.E. ist kein Kleinstwagen wie der i-Miev, sondern ein vollwertiges Kompaktmodell mit fünf Sitzen und Platz für 300 Liter Gepäck im Kofferraum.

Angetrieben wird der Fluence Z.E. von einem 70 Kilowatt/95 PS starken Synchronmotor, der ab der ersten Umdrehung 226 Newtonmeter entwickelt. Dank einer konstanten Übersetzung konnte auf ein herkömmliches Getriebe verzichtet werden, was Geld und Gewicht spart. Die Höchstgeschwindigkeit der 4,75 Meter langen Limousine ist aus Reichweitengründen auf 135 km/h begrenzt. Dafür soll der Elektro-Renault bis zu 160 Kilometer zurücklegen können, bevor er an die Steckdose muss.

Noch mehr E-Autos

Akkus nur geleast

Kleiner Haken: Der Fluence Z.E. (das steht für zero emission) kommt nicht nur, wie der Name sagt, ohne Emission zu den Kunden, sondern auch ohne Batterie. Die Lithium-Ionen-Akkus müssen die Käufer für 72 pro Monat dazu leasen. Doch auch wenn man die 864 Euro jährlich zum Kaufpreis addiert, fährt man über zehn beziehungsweise über zwanzig Jahre lang billiger als mit dem i-MiEV.

Geladen werden kann der Akku des Elektro-Fluence übrigens auf drei Arten: An der häuslichen Steckdose in sechs bis acht Stunden, an einer Schnellladestation in rund 60 Minuten oder – und das ist das Revolutionäre – der Akku wird ganz einfach ausgetauscht. An so genannten Quickdrop-Stationen des Herstellers Better Place soll der Ausbau des leeren und Einbau eines vollen Batteriepacks nicht viel länger als ein herkömmlicher Tankstopp dauern. Bis es diese Stationen allerdings in Deutschland geben wird, wird noch einige Zeit vergehen.

Günstiger in Frankreich

In Renaults Heimatland Frankreich ist der Fluence Z.E. übrigens noch deutlich günstiger. Nur 21.300 Euro muss man für den Stromer dort auf den Tisch legen. Der Grund ist in diesem Fall aber nicht etwa ein extrem niedriger Steuersatz in Frankreich. Vielmehr unterstützt die Regierung der Grand Nation den Kauf eines E-Autos mit stattlichen 5.000 Euro.  

 
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