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Galerie: Erste Infos SRT Viper

Erste Infos: SRT Viper

Schlange mit Maulkorb

05.04.2012

Ein Höhepunkt der New York Auto Show (7. bis 15. April 2012) ist mit Sicherheit die neue Viper. Obwohl der Chrysler-Dodge-Jeep-Eigner Fiat zunächst ankündigte, vorläufig keinen Nachfolger für den 2010 ausgelaufenen Corvette-Konkurrenten zu bringen, überraschte der italienisch-amerikanische Autokonzern Anfang 2012 mit der Nachricht einer fertig entwickelten Neuauflage. Auf der Messe in Big Apple zeigte sich der Über-Sportler zum ersten Mal dem Publikum. Ob und wann sie nach Deutschland kommt, ist noch offen.

Sportwagen ist eigentlich nicht die richtige Bezeichnung für die Viper. Ein Motor mit zwei Sitzen wäre treffender. Daran dürfte sich auch mit der Neuauflage nicht viel ändern - die hat schließlich in Sachen Leistung noch einmal zugelegt. Als Antrieb dient nach wie vor ein Zehnzylinder-Motor.

Allerdings befanden die Ingenieure, dass die acht Liter Hubraum des Vorgängermodells nicht ausreichen und haben den V10 für die neue Viper, die übrigens nicht mehr unter dem Namen Dodge sondern unter dem Label Chryslers Sportabteilung als SRT Viper firmiert, noch ein wenig aufgebohrt. Aus 8,4 Liter schöpft das Aggregat zukünftig seine Kraft; statt wie bisher 612 stehen nun 648 PS zur Verfügung. Das Drehmoment steigt auf 814 Newtonmeter und damit den höchsten Wert, den ein Saugmotor bisher je erreicht hat. Verwalten muss der Fahrer die Kraft allerdings eigenhändig über ein manuelles Sechsgang-Getriebe.

Elektronischer Maulkorb

Damit die ausschließlich an die 355 Millimeter breiten Hinterräder geleitete Kraft beherrschbar bleibt, gibt es hinter den vorne 18 und hinten 19 Zoll großen Rädern Brembo-Bremsen mit 355er-Scheiben, die jeweils von vier Kolben in die Zange genommen werden. Außerdem hat Chrysler seiner bissigen Schlange einen Maulkorb verpasst: Erstmals ist bei einer Viper eine Traktionskontrolle und das elektronische Stabilitätsprogramm ESP an Bord, dass im Ernstfall maßregelnd eingreift und ein Abfliegen des Fahrzeugs aus Kurven verhindern soll.

Galerie: Erste Infos SRT ViperChrysler verspricht zudem deutlich verbesserte Handling-Eigenschaften: Die völlig neu entwickelte Karosserie, die übrigens entgegen einstiger Gerüchte nicht auf einer Maserati- oder Ferrari-Plattform aufbaut,  bietet eine um 50 Prozent höhere Torsionssteifigkeit, während sich die Last nahezu paritätisch im Verhältnis 50 zu 50 zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt; außerdem hat die Viper ein wenig abgespeckt, wenn auch nur um 20 Kilogramm auf gut eineinhalb Tonnen.

Bei der besonders sportlichen GTS-Ausführung ist serienmäßig ein adaptives Bilstein-Fahrwerk an Bord, jede Viper hingegen verfügt über den Spaßmodus namens Launch-Control. Dieser Modus wird per Tastendruck am Lenkrad aktiviert, der Fahrer braucht dann nur noch Vollgas geben und die Kupplung loslassen, den nötigen Schlupf regelt das System dann selbst. Wie schnell die Viper so auf Tempo 100 kommt - und was sie dabei verbraucht - wurde allerdings noch nicht kommuniziert.

Fast nur Motorhaube

Galerie: Erste Infos SRT ViperUnd auch Preise hat Chrysler in New York noch nicht verraten, doch dürfte so mancher Enthusiast schon beim Anblick der neuen Viper das Portemonnaie zücken. Die 4,46 Meter Länge werden zu einem großen Teil von der nicht enden wollenden Motorhaube mit reichlich Lüftungsschlitzen eingenommen; zum ersten Mal hat die Viper ein LED-Tagfahrlicht, dass ihren bösen Blick noch unterstreicht. Üppige Luftauslässe und die vor den Hinterrädern austretenden Auspuffendrohre dominieren die Seitenansicht des flachen Zweisitzers, das Heck betont mit quer liegenden Rückleuchten die Breite des Ami-Sportlers.

Im Innenraum hat Chrylser ein wenig Platz geschafft und gönnt den Passagieren auf den beiden Sportsitzen rund zehn Zentimeter mehr Bewegungsspielraum; auch größere Fahrer sollen jetzt in der Viper sitzen können, wenngleich man nach wie vor nicht mehr als 1,90 Meter messen sollte. Außer dem Touchscreen-Navigationssystem in der fahrerorientierten Mittelkonsole gibt es nur wenig Schnick-Schack; statt einer Schaltpunktanzeige greift Chrysler allerdings zu einer effektvolleren Methode, um den Fahrer zum Gangwechsel zu animieren: Im Kombiinstrument, bei dem es sich um ein großen TFT-Bildschirm handelt, ändert der mittig platzierte Drehzahlmesser seine Farbe auf rot.

 
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