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Ein Auto für unter 2.000 Euro – mit diesem Superlativ sorgte Tata Motors Anfang 2008 für viel Aufsehen und Diskussionsstoff. Während dieser Tage das Ultra-Billig-Mobil tatsächlich zu diesem Preis im Heimatmarkt Indien startet, stellt Tata parallel auf dem Genfer Auto Salon eine Euro-Version vor, die allerdings rund 5.000 Euro kosten soll.
Zwar sind Euro- und Indien-Nano in der Grundform identisch, doch präsentiert sich die Export-Variante optisch wesentlich nobler. Ein neues Scheinwerfer- und Heckleuchten-Design, in Wagenfarbe lackierte Schürzen sowie Alufelgen verleihen dem West-Nano ein höherwertigeres Äußeres. Dank der neuen Schürzen und einem etwas längerem Radstand ist die Euro-Version zudem um 19 Zentimeter auf insgesamt 3,29 Meter Länge gewachsen.
Damit bietet der Viertürer im Innenraum tatsächlich vier erwachsenen Passagieren ausreichend Platz. Selbst hinten kann man aufrecht und mit ausreichender Kniefreiheit sitzen. Zudem wurde das Interieur moderner und schicker gestaltet. Trotz nobler Lederbezüge wirkt der Innenraum dennoch in vielen Details durchaus verbesserungswürdig.
Sparsamer Dreizylinder
Als Antrieb für den Euro-Nano ist ein Dreizylinder-Benzinmotor in Kombination mit einer Fünfgang-Automatik vorgesehen. Dieser kleine Motor könnte es auf gut 70 PS bringen und soll sich bei entsprechend ordentlichen Fahrleistungen durch einen niedrigen Verbrauch auszeichnen. Konkrete Angaben zu den Fahrleistungen gibt es allerdings noch keine. Laut Tata soll der Wagen weniger als 100 Gramm CO2 pro Kilometer emittieren, was einem Verbrauch von unter vier Litern pro 100 Kilometer entspricht.
Eine bei Crashs deutlich stabilere Fahrgastzelle mit einem speziellen Energie-Absorbierungs-Design, moderne Rückhaltesysteme, Airbags, ABS und ESP sollen beim Euro-Nano zudem ein zeitgemäßes Sicherheitsniveau garantieren. Auch Komfortdetails wie elektrische Fensterheber oder eine Klimaanlage will man für den Nano in Europa in anbieten.
Kommt 2011
Die Markteinführung des Nano in Europa wird sich allerdings noch eine Weile hinziehen. Erst Ende 2011 will man den Kleinstwagen in Polen, Spanien und Italien anbieten. Firmenchef Ratan Tata hat auch Deutschland als Markt im Visier. Doch ob und wann das indische Zwergmobil hierzulande antreten wird, steht noch nicht endgültig fest. (mh)
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