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Galerie: Erste Infos VW Golf TwinDrive

Erste Infos: VW Golf TwinDrive

Saubervision mit Doppelherz

27.06.2008

„Die Zukunft aber, das ist sicher, wird den emissionsfreien Elektromotoren gehören – betankt an der Steckdose.“ Dies verkündete am vergangenen Donnerstag kein geringer als Volkswagen-Chef Prof. Dr. Martin Winterkorn. Veranstaltungsrahmen seiner Rede war die Präsentation des VW Golf TwinDrive, ein elektrisch getriebener Prototyp auf Basis des Golf V und Vorbote einer Versuchsflotte.

Die Endlichkeit fossiler Brennstoffe, steigende Spritpreise, die Klimakrise – vieles spricht dafür, dass der klassische Verbrennungsmotor ein Auslaufmodell ist. Wollen wir unsere individuelle Mobilität aufrecht erhalten, sind also Alternativen gefragt. Eine derzeit hoch gehandelte Technik ist das akkubetriebene Elektromobil. Noch vor wenigen Jahren mochte kaum einer so richtig an die Wiedergeburt von Stromfahrzeugen glauben. Doch die Zeichen für eine Trendwende verdichten sich. Massiv. Auch VW spricht nunmehr ganz offiziell von der großen Elektroauto-Zukunft.

Klimaneutral

Galerie: Erste Infos VW Golf TwinDriveDie Vorteile liegen klar auf der Hand: Keine direkten Emissionen, eine höhere Effizienz und Klimaneutralität, sofern der Strom aus regenerativen Quellen stammt. Und genau mit Energie aus solchen Quellen soll der TwinDrive gespeist werden: mit Strom aus Wind-, Wasser- und Sonnenkraft. Die Infrastruktur für eine saubere Mobilität befindet sich in Deutschland erst im Aufbau. Die deutsche Regierung plant bis 2020 den Anteil des Stroms aus regenerativen Quellen auf immerhin 30 Prozent zu erhöhen.

Wird der TwinDrive mit dem sauberen Strom „betankt“, beträgt seine CO2-freie Reichweite 50 Kilometer. Für die meisten Fahrstrecken reicht diese Distanz. Sollte der Strom ausgehen, bleibt der Wagen noch lange nicht stehen. Zusätzlich verfügt der Golf-Stromer über einen Dieselmotor. Geht also die elektrische Energie zur Neige, kommt der Verbrennungsmotor zum Einsatz und macht den TwinDrive langstreckentauglich. Doch das vornehmliche Einsatzgebiet des E-Mobils soll der Stadtverkehr sein.

Zwei Herzen

Galerie: Erste Infos VW Golf TwinDriveRein elektrisch wäre eine längere Reise übrigens ein müßiges Unterfangen. Zum Aufladen muss man für vier Stunden an eine normale 230-Volt-Steckdose. Der im Kofferraum untergebrachten Lithium-Ionen-Akku versorgt die 60 Kilowatt starken Radnabenmotoren im TwinDrive mit Strom. Rein elektrisch soll der Golf bis zu 120 km/h schnell werden. Kommt der Dieselmotor zum Einsatz, sollen 170 km/h drin sein.

Was VW mit dem Golf TwinDrive auf die Räder gestellt hat, hat übrigens wenig mit den Serienbemühungen des Herstellers zu tun. Die Wolfsburger wollen bereits 2010 auf einer künftigen Kleinwagenbasis ein reines Elektrofahrzeug zur Marktreife bringen. Doch ob dieses Modell bereits zu diesem Zeitpunkt auch in Deutschland verfügbar sein wird, ist fraglich.

Regierungsprojekt

Galerie: Erste Infos VW Golf TwinDriveMit dem TwinDrive-Projekt verfolgt VW ein anderes Ziel. Es geht hierbei um praktische Forschung. Initiator des Großprojekts ist übrigens die deutsche Regierung. Das Bundesumweltministerium fördert den Flottenversuch im Rahmen der Klimaschutzinitiative. Neben einigen Forschungsinstituten und VW sind auch Batteriehersteller wie GAIA und Evonik/Lit-Tec an dem Projekt beteiligt. Unter anderem soll die TwinDrive-Flotte helfen, die Serienentwicklung von Hochleistungsbatterien in Deutschland voranzutreiben.

Die TwinDrive-Flotte soll aus insgesamt 20 Fahrzeugen bestehen. Davon soll eine Hälfte in Wolfsburg und die andere Hälfte in Berlin eingesetzt werden. Noch ist nicht klar, in welcher Hülle diese 20 Fahrzeuge stecken werden. Dem soeben vorgestellte TwinDrive-Prototypen dient ein Golf V als Basis. Die Produktion dieser Kompaktversion wird allerdings Ende 2008 auslaufen. Denkbar wäre, dass die TwinDrive-Flotte auf dem Golf der nächsten Generation aufbauen wird. Doch hierzu macht VW noch keine konkreten Angaben.

Doppelherzauto von GM

Neu ist die Idee eines Elektroautos mit zusätzlichem Verbrennungsmotor übrigens nicht. So planen zum Beispiel General Motors und die Tochtermarke Opel bereits für 2010/2011 die Markteinführung eines solches Fahrzeugs. Im Januar 2007 stellte die GM-Marke Chevrolet mit dem Volt erstmalig ein entsprechendes Konzept vor. 2010 soll das Serienmodell in den USA auf den Markt kommen. Für Europa dürfte ein Jahr später ein solches Elektrofahrzeug mit zusätzlichem Verbrennungsmotor verfügbar sein. (mh)

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