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Galerie: Erster Test Alfa Romeo Quadrifoglio

Erster Test: Alfa Romeo Quadrifoglio

Grüner Klee

20.02.2008

Mit der neuen Ausstattungslinie „Quadrifoglio Verde“ hält in den Alfa Romeo Modellen GT und 147 ein alter Mythos wieder Einzug. Das „grüne Kleeblatt“ bringt ein neues Sperrdifferenzial für die Vorderachse mit: mit dem Q2 genannten System wird dem 150 PS starken Diesel zu mehr Traktion und dem Fahrer zu mehr Fahrspaß verholfen.

Mit den „Quadrifoglio Verde“-Modellen erweckt Alfa Romeo nach acht Jahren einen alten Mythos zu neuem Leben. Erstmals trat das vierblättrige Kleeblatt als Glücksbringer schon 1923 in Aktion - und half prompt: Ugo Sivocci gewann in einem Alfa Romeo-Rennwagen die Targa Florio auf Sizilien. Im Jahr 1951 fuhr Juan Manuel Fangio mit dem „Quadrifoglio Verde“, wie die Italiener das Kleeblatt nennen, den Grand-Prix-Weltmeistertitel ein. Auch viele erfolgreiche Tourenwagen zierte das Symbol.

Kein neuer Rennwagen

Galerie: Erster Test Alfa Romeo QuadrifoglioHinter den nun aufgelegten Quadrifoglio-Modellen verbergen sich keine neuen Rennwagen, die der etwas angeschlagenen Marke zu neuen Glanz verhelfen sollen, sondern eine neue Top-Ausstattungsslinie. Angeboten wird die Serie ausschließlich in Deutschland und nur für die Modelle 147 und GT.

Der kompakte Alfa 147 kommt in der Quadrifoglio-Linie (ab 19.900 Euro) voll ausgestattet aus dem Werk. Unter anderem sind eine Audioanlage, verchromte Auspuffblenden, Lederausstattung, Heckspoiler, abgedunkelte Scheiben, 18-Zoll-Aluräder und Sportfahrwerk an Bord. Zur Serienausstattung des GT Quadrifoglio gehören etwa Alu-Sportpedale, Außenspiegel in Aluoptik, Bose-Soundsystem und Sportsitze mit Sitzheizung (ab 28.750 Euro).

Q2 nur für Diesel

Galerie: Erster Test Alfa Romeo QuadrifoglioSo weit, so gut - doch mit den vor allem optischen Highlights ist es nicht getan. Herzstück der Quadrifoglio-Modelle ist das neue Sperrdifferenzial „Q2“. Aber: Das Differenzial ist nur für den 150 PS starken Diesel 1.9 JTDM 16V im Angebot, die Benziner müssen mit der bekannten Vorderachse vorlieb nehmen.

Alfa verspricht, dass beide Fronttriebler mit dem Sperrdifferenzial in neue fahrdynamische Dimensionen vorstoßen, die bislang allradgetriebenen Fahrzeugen vorbehalten waren. Basis des Systems ist ein rein mechanisch arbeitendes Torsen-Differenzial in der Vorderachse. Im Normalfall verteilt das System die bis zu 305 Newtonmeter des Dieselmotors jeweils zur Hälfte zwischen dem linken und rechten Vorderrad.

Schnelle Reaktion

Galerie: Erster Test Alfa Romeo QuadrifoglioUnverzüglich reagiert das System auf veränderte Fahrsituationen und Straßeneigenschaften und verteilt entsprechend das Antriebsmoment zwischen den Rädern. So wird das Untersteuern reduziert und der Fahrzustand stabilisiert. Elektronische Helfer wie Antriebsschlupfregelung (ASR) oder ESP haben deutlich weniger Arbeit zu leisten.

Was heißt das aber nun in der Praxis? In einem ersten Test am Hockenheimring konnten wir uns von der Arbeitsweise des Q2 überzeugen. Am deutlichsten fällt das System bei unterschiedlichen Bodenbelägen zwischen linkem und rechtem Rad auf. Wer solch eine Situation schon erlebt hat, weiß was beim Beschleunigen passiert. Das Rad mit der geringeren Traktion dreht durch und das Auto kommt nur schwer von der Stelle. Hier greift normalerweise die ASR durch Bremseingriffe ein.

Differenzial gegen elektrische Helfer

Galerie: Erster Test Alfa Romeo QuadrifoglioDas Sperrdifferenzial erkennt eine solche Situation blitzschnell und leitet mehr Kraft an das Rad mit Traktion. Der Bremseingriff wird so vermieden und das Fahrzeug beschleunigt wie gewünscht.

Ähnliches geschieht bei flotter Kurvenfahrt: In der Regel hat das Kurveninnere Rad weniger Bodenhaftung und neigt eher dazu durchzudrehen. Die Folge: Bei den meisten Autos regelt das ESP in diesem Fall die Motorleistung ein und reduziert damit die Geschwindigkeit. Das Sperrdifferenzial dagegen überträgt das Antriebsmoment verstärkt auf das kurvenäußere Rad, welches die Kraft an die Straße weitergeben kann. Das System verhindert dadurch das Untersteuern des Fahrzeuges und vermeidet auch hier Eingriffe der Regelsysteme.

Fazit

Sowohl der Alfa Romeo GT als auch der 147 gewinnen durch das System spürbar an Fahrdynamik und - vielleicht noch wichtiger - an Fahrsicherheit. Gerade die kopflastigen Dieselmodelle neigen normal leicht zum Untersteuern, hier wirkt das Q2-Differenzial erfolgreich entgegen. Doch Vorsicht, auch mit Q2 gilt: Die Gesetze der Physik können nicht ausgeschalten werden, auch das beste System stößt irgendwann an seine Grenzen.

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