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Galerie: Erster Test BMW 1er Facelift

Erster Test: BMW 1er Facelift

Freude am Sparen

27.02.2007

Besser hätte der Zeitpunkt gar nicht sein können. Auf dem Höhepunkt der CO2-Diskussion präsentiert BMW neue Motoren mit Start-Stopp-Funktion, die bedeutend sparsamer arbeiten als die Vorgängeraggregate. Dass der 1er zusätzlich um eine dynamische dreitürige Karosserievariante ergänzt wurde ist da nur Nebensache, wenn auch eine schöne.

„Efficient Dynamics“ nennt BMW die Zauberformel, die für deutlich mehr Leistung und erheblich geringere Verbräuche sorgen soll. Bei den Vierzylindermodellen 118i, 120i, 118d und 120d verbirgt sich dahinter ein aufwendiges Maßnahmenpaket, das die Verbrauchswerte bei den Dieseln auf unter fünf Liter und die der neuen Benzindirekteinspritzer auf durchschnittlich rund sechs Liter je 100 Kilometer drückt.

Galerie: Erster Test BMW 1er FaceliftHerzstück des Sparpakets ist die so genannte „Auto Start Stop“-Funktion. Sobald das Auto steht und sich der Gang im Leerlauf befindet, schaltet sich der Motor ab. Beim erneuten Tritt aufs Kupplungspedal springt er selbstständig wieder an. Das funktioniert prächtig, ohne Zuckeln oder Ruckeln wechselt der von uns gefahrene 120i den Betriebszustand. Der Spareffekt beginnt bereits bei Standzeiten ab fünf Sekunden.

Sparpaket

Galerie: Erster Test BMW 1er FaceliftIndirekt spart der 1er auch beim Bremsen und im Schiebebetrieb Sprit. Hierbei wird elektrische Energie für das Bordnetz zurückgewonnen, die bislang ausschließlich vom Motor erzeugt werden musste. Hinzu kommt ein System, das laufend den effizientesten Gang errechnet und dem Fahrer im Display als Schalt-Tipp präsentiert. Sparbeiträge leisten zudem die aktive Steuerung der Luftklappen im Kühlergrill (bessere Aerodynamik) und der bedarfsgerechte Einsatz der Nebenaggregate (Hydraulikpumpe der Servolenkung, Kühlmittelpumpe, Klimakompressor).  

Sparmotoren auf Kosten des Fahrspaßes? Nicht bei BMW, an Leistung haben die Vierzylinder zugelegt. Im 118d beschert ein 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel mit variabler Turbinengeometrie 143 PS und 300 Nm Drehmoment. Im 120d leistet dieses Aggregat 177 PS und 350 Nm. Mit 4,7 beziehungsweise 4,9 Liter verbrauchen beide Modelle (trotz Partikelfilter) jeweils fast einen Liter weniger als die Vorgänger.

Mager-Modell

Galerie: Erster Test BMW 1er FaceliftDer 2,0-Liter-Vierzylinder-Benzinmotor wurde auf Benzindirekteinspritzung der zweiten Generation umgestellt, die den Magerbetrieb (geringer Benzinanteil im Kraftstoff-Luft-Gemisch) in einem weiten Drehzahlbereich erlaubt.

Im 118i kommt das Aggregat auf 143 PS, im 120i auf 170 PS. Bei beiden gilt die Faustregel: Eine Sekunde schneller auf Tempo 100 und einen Liter weniger Durchschnittsverbrauch als der Vorgänger. Unsere ersten, praxisnahen Testfahrten mit dem 120i bestätigen das: Bei sportlicher Fahrweise pendelte sich der Verbrauch bei acht Litern ein, bei zurückhaltender Fahrweise bei bemerkenswert geringen sechs Litern.

Ungetrübter Fahrspaß

Galerie: Erster Test BMW 1er FaceliftDie Leistungsspritze hat dem 120i ebenfalls gut getan. Der immerhin 1,4 Tonnen schwere Babybayer wirkt endlich so spritzig, wie man es von einem BMW erwartet. Der unter Last kernig klingende Vierzylinder hängt gierig am Gas und dreht befreit bis fast 7.000 Touren hoch. Nach nur 7,7 Sekunden streicht die Tachonadel über die 100er-Markierung, maximal sind fast 230 Sachen drin.

Die Fahreigenschaften sind herausragend. Der kompakte Hecktriebler ist konkurrenzlos agil, die neue elektrische Servolenkung ungemein präzise. Das Fahrwerk ist straff abgestimmt, bietet bei höheren Geschwindigkeiten aber ausreichend Komfort. Bei langsamer Fahrt wünscht man sich dagegen eine etwas sanftere Dämpfung.

Dreitürer mit vier Sitzen

Galerie: Erster Test BMW 1er FaceliftDas Design des Dreitürers ist gelungen, die Motorhaube wirkt noch länger als bei den ebenfalls überarbeiteten Fünftürern. Sachte retuschiert wurden die Niere und die Schürzen an Front und Heck. Bei Platzangebot, Kofferraumvolumen (330 bis 1.150 Liter) und der schlechten Übersichtlichkeit (vor allem nach hinten) entsprechen sich die beiden Karosserievarianten. Auf Wunsch ist der Dreitürer mit zwei Einzelsitzen im Fond zu haben.

Auch der Innenraum wurde leicht umgestaltet. Die Kartentaschen in den neu gestalteten Türverkleidungen bieten mehr Stauraum und die geänderten Kunststoffoberflächen steigern die Wertanmutung. Ebenfalls besser: Das iDrive-Bediensystem wurde um acht frei belegbare Stationstasten erweitert.

Galerie: Erster Test BMW 1er FaceliftDer von uns gefahrene dreitürige 120i kostet 25.100 Euro. Zur Serienausstattung gehören unter anderem eine komplette Sicherheitsausstattung, Klimaanlage, elektrische Fensterheber und ein CD-Radio mit AUX-in-Anschlussmöglichkeit für externe Audioquellen.

 
Fazit
 

Bernhard Santer

Von wegen die deutschen Hersteller tun nichts in Sachen CO2-Reduzierung: BMW zeigt mit dem überarbeiteten 1er, dass mit gutem Willen und durchdachten Lösungen auch bei herkömmlichen Antrieben erhebliche Verbrauchseinsparungen möglich sind. Den spürbar erstarkten 120i bewegten wir mit durchschnittlich sechs bis acht Litern Superbenzin pro 100 Kilometer - Werte, die bis vor kurzem noch Dieselaggregaten das Prädikat „sparsam“ eingebracht haben. Die neuen BMW-Selbstzünder sollen gar weniger als fünf Liter Diesel brauchen, was weniger als 130 Gramm CO2 pro Kilometer bedeutet.
 
 
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