Cabrio-Special 2011
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Galerie: Erster Test BMW M6 Cabrio

Erster Test: BMW M6 Cabrio

Der Traum vom Cabrio

31.05.2007

Kein Mensch braucht das M6 Cabrio. So ein Satz bei einer Präsentation sitzt. Noch dazu, wenn er nicht von irgendwem kommt, sondern von Prof. Dr. Burkhard Göschel. Seines Zeichens BMW-Vorstand für Forschung, Entwicklung und Einkauf. Ist das neue Cabrio also überflüssig?

Nein, natürlich nicht. Die Erklärung folgt postwendend. Das nämlich niemand auf ein M6 Cabrio angewiesen sei. Und das es viel mehr ein Traum sei, der sich für manche erfüllen werde. Wie für uns, als wir den potenten Bayern erstmalig ausfahren durften.

Zwar könnte es für das M6 Cabrio keinen besseren Ort geben als die malerische Cote d’Azure. Doch zunächst steht der quälend zähflüssige Stadtverkehr Nizzas unserem Ausflug im Weg. Dass wir 507 PS unter der Haube hatten, half da nur wenig.

Vom zahmen Lamm…

Galerie: Erster Test BMW M6 CabrioAngetrieben wird das Cabrio vom gleichen Zehnzylinder-Motor wie das Coupé. Das Aggregat stellt verschiedenste Fahrmodi zur Verfügung stellt. Also schalten wir die Dämpfung auf Komfort, Schaltzeiten des Automatikmodus auf ruckfrei und die Leistung, die per Tastendruck verändern werden kann, auf 400 PS. Schon ist man bestens für den Stop-and-go-Verkehr gerüstet.

In diesem Modus wird der M6 ein zahmes Cabrio, das sich auch bestens zum Cruisen eignet. Die Federung schluckt Unebenheiten bravourös und die reduzierte Leistung reicht allemal für einen kurzen Zwischensprint. An den Komfort einer Wandlerautomatik kommt das sequenzielle Getriebe allerdings nicht ran.   

…zum wilden Stier

Galerie: Erster Test BMW M6 CabrioAuch der Stau auf der Corniche hat ein Ende und mit ihm das gemütliche gleiten. Wir wechseln in den P500 Modus (fahren jetzt also mit 507 PS), straffen die Dämpfer und übernehmen die Gangwechsel selbst. Der M6 präsentiert sich in ganz neuer Gestalt.

Mit einem nun rennwagenähnlichen Gefährt sausen wir über die französischen Autobahnen in die Berge an der Cote d’Azure. Hier geht es auch gar nicht um schnöde Höchstgeschwindigkeiten, es herrscht ohnehin ein Tempolimit von 130 km/. Allein die Durchzugskraft, die das Aggregat an den Tag legt, begeistert.

Concerto grosso

Galerie: Erster Test BMW M6 CabrioGenauso der Sound, der im Cabrio unverfälscht an die Ohren dringt. Im unteren Drehzahlbereich kommt das Konzert vor allem aus den vier Endrohren. In den höheren Regionen stimmt der Motor mit seinem typischen Zehnzylinder-Sägen mit ein.

Dem Hochdrehzahlkonzept zur Folge erreicht das M6 Cabrio sein Leistungsmaximum erst bei 7.750 Touren. Bei 6.100 Umdrehungen stehen die maximal 520 Newtonmeter bereit und treiben die Hinterräder ordentlich an.

Fahrspaß pur

Die präzise Lenkung macht den heckgetriebene M6 zum Kurvenräuber. Das DSC verhindert, dass einen das Hinterteil des Wagens überholt. BMW lässt allerdings die Option offen, den elektronischen Helfer auf die Bank zu schicken. Geübte Fahrer können so den Fahrspaß weiter steigern und den M6 sprichwörtlich mit dem Gaspedal lenken.

Was das Cabrio von seinem offenen Bruder unterscheidet, ist ein Mehrgewicht von 220 Kilogramm. Allerdings machen die sich bei 507 PS in den Fahrleistungen nicht wirklich bemerkbar. Das Handling unterscheidet sich kaum von dem des Coupés.

Cabrio-Komfort

Galerie: Erster Test BMW M6 CabrioInsgesamt ist das Fahrwerk des Cabrios im Komfort-Modus naturgemäß einen Tick weicher ausgelegt, was der Dynamik aber keinen Abbruch tut. In der Sport-Stellung schlagen nach wie vor alle Fugen und Kanten unverfälscht zu den Passagieren durch.

Auf kurvigen Landstraßen reichen die Gänge eins und zwei im Grunde aus, den dritten bemüht man schon recht selten. Geschaltet wird entweder mit dem SMG-Hebel oder per Lenkradpaddel, die griffgünstig hinter dem dicken Kranz platziert sind.

Innen nichts Neues

Das Interieur des Cabrios unterscheidet sich nur durch zwei Tasten vom Coupé: Für die Bedienung des Verdecks. Sportlich nüchtern kommt das Cockpit, dank iDrive, mit wenigen Tasten aus. Auch die Sitze erfordern keine Kritik, sowohl Seitenhalt als auch Lendenwirbelunterstützung sind hervorragend.

Galerie: Erster Test BMW M6 CabrioDie Rückbank ist, wie schon beim normalen 6er Cabrio, nicht gerade üppig. Umso größer ist dagegen der Verbrauch. Im durchschnitt soll das M6 Cabrio 15,2 Liter teures Super Plus benötigen. Bei sportlicher Fahrt ist ein Wert über 18 Liter aber problemlos möglich.

Fazit

Nein, niemand braucht ein M6 Cabrio. Doch wer einmal damit gefahren ist, versteht, was Burkhard Göschel mit besagtem Traum meinte. Und dieser Traum ist er für viele. Denn: sollten Sie jetzt einen ordern, werden Sie ihn dieses Jahr nicht mehr bekommen. Die angestrebte Produktion in den verbleibenden Monaten ist bereits vorbestellt. Doch in der nächsten Cabrio-Saison können Sie Vollgas geben - Vorausgesetzt Sie haben die 119.307,76 Euro übrig. Soviel kostet das Cabrio dann nämlich mit dem neuen Mehrwertsteuersatz.

 
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