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Galerie: Erster Test BMW X1

Erster Test: BMW X1

Ein X für ein SUV vormachen

29.09.2009

Mit dem X1 will BMW seine SUV-Familie nach unten erweitern. Doch mit Typen wie X3 oder X5 hat der jüngste Spross der Marke nicht viel zu tun, weder optisch noch technisch. Dafür begeistert der X1 mit jeder Menge fahrdynamischen Potenzials und kann in Sachen Platzangebot mit dem Dreier Touring mithalten.

Mit 4,45 Metern Länge unterbietet der X1 seinen größeren Bruder X3 um zwölf Zentimeter, beim Radstand fehlen ihm vier und in der Höhe satte zehn Zentimeter. Das alles erklärt, warum der X1 rund 200 Kilogramm leichter ist als ein vergleichbar motorisierter X3, doch es bewirkt auch, dass BMWs jüngster Spross nicht wirklich wie ein SUV aussieht, sondern wie ein hochbeiniger Kombi.

Trotz der eher geringen Abmessungen geht das Platzangebot in Ordnung. In der ersten Reihe gibt es keinen Grund zur Kritik, und wenn die Fondpassagiere nicht allzu groß gewachsen sind, müssen auch sie nicht klagen. Den von einem SUV gewohnten und geschätzten guten Überblick auf Grund der erhöhten Sitzposition bekommt man im X1 allerdings nicht.

Dreigeteilte Rückbank

BMW X1Mit 420 Litern ist der Kofferraum des X1 nicht gerade üppig, durch Umklappen lässt er sich jedoch auf brauchbare 1.350 Liter erweitern. Zum Vergleich: ein 3er Touring schluckt zwischen 460 und 1.385 Liter. Außerdem bietet BMW im X1, wie schon im 5er GT, eine dreigeteilte Rückbank an, die nach Bedarf umgelegt werden kann. Zum Standard-Einrichtungsumfang gehören außerdem ein doppelter Ladeboden und zahlreiche Ablagen im Innenraum.  

Das Cockpit selbst erstrahlt unspektakulär in klassischem BMW-Design. Zwischen den beiden großen Rundinstrumenten findet sich nach wie vor nur ein zweizeiliger Bordcomputer, weshalb Navigationshinweise dort immer noch nicht eingeblendet werden können. Bedient werden Navi, Radio und überhaupt das ganze System über den mittlerweile etablierten iDrive-Knubbel in der Mittelkonsole. Die wichtigsten Funktionen auf acht Direktwahltasten abzulegen, ist im X1 ebenfalls möglich - wenn für mindestens 1.850 Euro ein Navigationssystem geordert wurde.

Nur ein Benziner

BMW X1Von Anfang an bietet BMW im X1 vier Motoren an. Darunter ist nur ein einziger Benziner. Das Ottoangebot um den 258 PS starken Sechszylinder im 28i wird im Frühjahr 2010 um den X1 18i mit 143 PS erweitert. Doch dürften die drei Diesel - vom 18d (Auslieferung ab Dezember) mit ebenfalls 143 PS bis zum 204 PS starken 23d - die Kundschaft durchaus befriedigen.

Vor allem der zwischen diesen beiden Selbstzündern rangierende X1 20d macht mit 177 PS und 350 Newtonmetern Drehmoment eine gute Figur. In 8,9 Sekunden beschleunigt er den kleinen Münchner auf Tempo 100, maximal soll er 213 km/h laufen. Die rund 1,6 Tonnen Leergewicht bewegt der Vierzylinder ohne große Anstrengung, wenngleich er deutlich hörbar in Aktion tritt. Anstelle des etwas knorpelig wirkenden serienmäßigen Sechs-Gang-Getriebes sei jedem Käufer die optionale Sechs-Stufen-Automatik ans Herz gelegt. Sie harmoniert  bestens mit dem Triebwerk und garantiert eine harmonische Kraftentfaltung ohne Turboloch.

Heck- oder Allradantrieb

BMW X1Wie der 18d ist auch der 20d wahlweise mit Heck- oder Allradantrieb erhältlich. Der Unterschied im Anschaffungspreis beträgt 2.000 Euro und im EU-Normverbrauch einen halben Liter Diesel auf 100 Kilometer. Dank der bekannten Efficient-Dynamics-Maßnahmen wie Energierückgewinnung und Stopp-Start-Automatik ist der X1 generell recht sparsam unterwegs. Als 18d mit Heckantrieb konsumiert er 5,2 Liter, der 20d schluckt 5,3 und der allradgetriebene 23d 6,3 Liter. Aus der Reihe tanzt der stets mit Vierradantrieb versehene Benziner, der im EU-Zyklus 9,4 Liter zu sich nimmt.

Der eher kombiähnliche Charakter des X1 tritt beim Fahren gut zutage. Für unsere erste Ausfahrt stand der straff abgestimmte Allradler zur Verfügung, der dank seiner präzisen Lenkung vor keiner Kurve zurückschreckt. So erinnert der X1 auch auf der Straße viel mehr an den Dreier als an den X3.

Äußerst dynamisch

BMW X1

Weiter steigern lässt sich das  dynamische Potenzial durch den optionalen elektronischen Drehmomentausgleich namens Performance Control. Er verteilt, ähnlich der aktiven Kraftverteilung beim X6, das Drehmoment zwischen den Hinterrädern, um bestmögliche Traktion sicher zu stellen. Damit gleitet der X1 wie auf Schienen um die Kurven und ist nur schwer aus der Spur zu bringen. Und läuft X3 und X5 in Sachen Dynamik endgültig den Rang ab.

Mit mindestens 29.550 Euro für den X1 sDrive 18d - also den Hecktriebler, die Allrad-Varianten heißen xDrive - ist der X1 über 3.000  Euro billiger als ein entsprechender Dreier Touring, und den X3 unterbietet er sogar, addiert man den Vierradantrieb hinzu, um 4.000 Euro. Mit der Ersparnis geht ein Plus an Fahrdynamik einher, aber auch der Verzicht auf echte Geländefähigkeiten. Zwar kann der X1 mit leicht erhöhter Bodenfreiheit und angedeutetem Unterfahrschutz auch Feldwege befahren, doch ein SUV ist er schlichtweg nicht und muss sich in dieser Disziplin dem X3 geschlagen geben.

Fazit

Mit dem 5er GT hat BMW vor kurzem eine Alternative zu 5er, X5 und 7er gebracht. Und jetzt bedienen die Münchner auch all diejenigen, die sich nicht zwischen er Touring und X3 entscheiden können. Fahrdynamisch kann der X1 mit dem BMW-Mittelklassekombi mithalten, und auch was das Platzangebot betrifft, liegt er nur knapp dahinter. Der X3 hat dem X1 dafür die Offroad-Eigenschaften voraus, denn ein SUV ist der X1 wahrlich nicht.

BMW X1

 
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