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Galerie: Erster Test BMW X4

Erster Test: BMW X4

Jetzt auch optisch dynamisch

28.05.2014

2006 stellte BMW mit dem X6 den Anachronismus seiner Efficient-Dynamics Strategie vor: Ein auf Coupé gebürstetes SUV, welches vor allem in Russland und den USA Beifall fand. Mit dem X4 bringen die Münchner nun die kleinere, wenn auch verspätete Variante dieses Konzeptes auf den Markt.
Wir haben den X4 xDrive35i einem ersten Test unterzogen.

Man muss Lücken erst erkennen, um sie zu füllen: X1, X3, X5, X6 lautete bisher die Reihenfolge der “Sports-Activity-Vehicles” genannte SUV-Reihe aus München. Noch bevor oberhalb des X6 eine Luxusvariante und unterhalb des X3 ein schnittiger X2 das Licht der Welt erblicken werden, wird ab Sommer der auf dem X3 basierende, schnittigere X4 das Portfolio ergänzen.

Logik

Die Entscheidung für den X4 muss eine sehr logische gewesen sein, wenn man Absatzvolumen und Gewinnmarge kreuzt. So erreichte der X6-Absatz in Deutschland im vergangenen Jahr fast 50 Prozent des X5. Gleichzeitig überflügelt der X1-Absatz den des teureren X3 um fast 14 Prozent. Warum also nicht die Absatzzahlen durch eine hochpreisigere Variante des X3 ankurbeln? Logisch.

Innenraum

Galerie: Erster Test BMW X4Pilot und Beifahrer finden sich wie auch im X3 sofort zurecht, die Sitzposition ist gelungen und zwei Zentimeter tiefer als im X3. Das spürt man vorne weniger als hinten, denn die Fondpassagiere können nurmehr leichtes Schuhwerk unter den Vordersitzen parken. Zudem ist die hintere Sitzbank recht flach montiert und die Sitzflächen fallen auch für Normalgroße Passagiere zu kurz aus. Trotz der ausreichenden Kopffreiheit werden sie sich also nur auf kürzeren Strecken bequem in die Sitze lümmeln können, die Langstrecke meistert der BMW X4 nur für zwei Personen komfortabel.

Das Kofferraumvolumen des X4 ist gegenüber dem X3 nur wenig eingeschränkt, es stehen mindestens 500 Liter (X3: 550) und maximal 1.400 Liter (X3: 1.600) bei umgelegten Rücksitzlehnen zur Verfügung.

Fahrverhalten

Galerie: Erster Test BMW X4Unser Testwagen ist mit dem doppelt aufgeladenen Reihensechszylinder mit 306 PS üppig motorisiert und ebenso umfassend ausgestattet. Bereits serienmässig an Bord befindet sich beim BMW X4 xDrive35i das aktive Sperrdifferenzial an der Hinterachse, dass die Kurvenwilligkeit des vollvariablen Allradantriebs deutlich unterstützt, wie auch eine progressive Lenkung mit sportlichem Dreispeichenlenkrad und die “Sportgetriebe” genannte Variante der ZF-Achtgangautomatik, die als Bonbon noch eine Launch-Automatik bietet.

Die Fahrleistungen sind entsprechend performant: Die Topspeed von 250 km/h verfehlt er nur sehr knapp, die Beschleunigung gibt BMW mit 5,5 Sekunden an. Flotter, nämlich in 5,2 Sekunden, beschleunigt nur der Top-Diesel mit 313 PS bei gleicher Höchstgeschwindigkeit von 247 km/h jedoch niedrigerem Normverbrauch (6,0 Liter auf 100 Kilometer statt 8,3 für den 35i).

Für den Sechszylinder Benziner spricht jedoch - zum wiederholten Male - seine sagenhafte Laufruhe und sein geschmeidiges Ansprechverhalten mit minimiertem Turboloch und eine ausgesprochene Drehfreude.

 
Fazit
 

Thomas Weiss

Das Leergewicht von gut 1.800 Kilogramm (nach EG-Norm 1.890, also inklusive Fahrer und etwas Gepäck) kann auch der schnittig gezeichnete BMW X4  nicht kaschieren, dennoch kombinieren sich der Allradantrieb mit intelligenter elektronischer Regelung, der potente Motor und das knackig, und nicht zu unkomfortabel abgestimmte Fahrwerk zu einem durchaus dynamischen Paket.

Den günstigsten Einstieg in die X4-Welt markieren die beiden 2-Liter-Varianten xDrive20i und xDrive 20d für jeweils rund 46.000 Euro. Antriebsseitig heruntergeschraubte sDrives oder 18d’s sucht man in der X4-Preisliste vergebens.

Runde 58.000 Euro kostet der von uns getestete X4 xDrive35i ohne Extras. Das ist zunächst ein satter Aufpreis von 3.800 Euro gegenüber einem entsprechend motorisierten X3, mit dem vergleichsweise geringen Mehrwert der schnittigeren Linie. Doch ein paar Extras sind im X4 Serie, für die der X3-Kunde extra zahlen muss. Zum Beispiel das Xenon-Licht mit LED-Nebelscheinwerfern für 1.190 Euro oder die sportlichere Variante der Achtgangautomatik inklusive Launch-Control für 200 Euro und das Dynamic Performance Control genannte, elektronisch geregelte Sperrdifferenzial an der Hinterachse für 150 Euro.

Der X4 ist also die für den sportlich orientierten Kunden die komplettere Alternative im Segment der SUVs - sofern er auf den Komfort für die Fondpassagiere verzichten kann.
 
 

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