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Galerie: Erster Test BMW Z4 M-Roadster

Erster Test: BMW Z4 M-Roadster

"M"ach mich an!

24.02.2006

Noch bevor der aufgefrischte Z4 mit neuer Optik und neuen Motoren zu fahren sein wird, haben wir uns in den stärksten Z4 gesetzt: Der neue M-Roadster mit dem hoch drehenden Reichensechser aus dem aktuellen M3. Die von 343 PS angetriebenen 1.485 Kilo Leergewicht testeten wir auf der F1-Rennstrecke im andalusischen Jerez.

"M" steht bei BMW für nahezu kompromisslose Sportlichkeit. Nahezu, denn obwohl Motorsport der konsequente Entwicklungstreiber ist, benehmen sich M-Autos auch im Alltag recht handzahm.

Bissig und handzahm

Galerie: Erster Test BMW Z4 M-RoadsterBeim Z4 M-Roadster ist das nicht anders. Das Fahrwerk gibt sich bei der ersten Ausfahrt sehr verbindlich, doch überraschend komfortabel. Denn die martialische Aufmachung mit vergrößerten Lufteinlässen vorne, Heckdiffusor und Vierrohr-Auspufftüten am strammen Heck ließen böse Härte vermuten.

Daß der Z4 schon die besten Anlagen zum echten Sportwagen hat, liegt nicht zuletzt an seinen konsequent klassischen Proportionen: Die ewig lange Motorhaube, steile Frontscheibe und das knackige Heck gaben dem Z4 schon von Beginn an eine Dynamik auf den Weg, den die bisherige Topmotorisierung jedoch nicht jedem liefern konnte.

Konsequent sportlich

Galerie: Erster Test BMW Z4 M-RoadsterDoch auch das Fahrwerk konnte schon im normalen Z4 überzeugen. Die "M"-Mannen unter Geschäftsführer Gerhard Richter entwickelten eine eigene Vorderachse zwecks Gewichtsreduktion und Lenkpräzision. Sie "borgten" sich den Motor vom aktuellen M3 (seit 2001 ununterbrochen "engine of the year"), die Bremsanlage stammt gar vom M3 CSL. Die hydraulische Servolenkung erlaubt gegenüber dem elektrisch unterstützten Pendant im Serien-Z4 höhere Lenkgeschwindigkeiten - ein Muß für den Grenzbereich, in den wir uns bald begeben werden. Um den zu erreichen ist weniger die Literleistung von fast 106 PS als vielmehr das Leistungsgewicht von 4,3 PS pro Kilogramm von Bedeutung.

Das Ansprechverhalten des Motors ist tadellos im besten Sinne. Per Sportschalter auf der Mittelkonsole lässt sich die Gaspedalkennlinie noch schärfer schalten, doch auf öffentlichen Straßen ist auch die Grundauslegung bissig genug. Der Motor könnte für meinen Geschmack gerne noch etwas mehr Dezibel aufbauen, doch liegt die zurückhaltende Akkustik am hervorragend gedämmten Verdeck des Roadsters. Ist das erst mal unten, bin auch ich mit der Akustik des kleinen Blasorchesters hinter mir zufrieden.

Lässige Akustik

Galerie: Erster Test BMW Z4 M-RoadsterSehr flott, präzise und mit dem hohem Gripniveau der 18-Zoll Mischbereifung nähern wir uns der Rennstrecke. Die Temperaturen pendeln um die 16 Grad und ich bin ein wenig enttäuscht. Erstens muss ich eine dicke Jacke tragen, zweitens wird sie meine Bewegungsfreiheit im maßgeschneidert engen Cockpit einschränken. Drittens aber werde ich mindestens eine Runde benötigen um die Reifen auf Temperatur zu bringen.

Doch schon bei der Ausfahrt Boxengasse bin ich versöhnt. Im dritten Gang juble ich den Roadster der ersten Rechtskurve entgegen, bremse voll an um mit mittleren Drehzahlen und bei hoher Querbeschleunigung die 90 Grad zu nehmen. Am Kurvenausgang gleich wieder Tempo aufnehmend versuche ich den bereits auftauchenden nächsten Bremspunkt zu erwischen. Im falschen Gang geht es der ersten langen Links entgegen und es reiht sich ein Fahrfehler an den anderen... Der auf dem Papier langweilig anmutende Kurs entpuppt sich als gewiefte Fünfkilometer-Schikane. Der M regelt mich immer wieder ein und zeigt mir, dass ich mich doch bitte auf die Ideallinie konzentrieren möge.

Drei Dinge...

Galerie: Erster Test BMW Z4 M-RoadsterDrei Dinge sind aber schon nach der ersten und gründlich verpatzten Runde klar: Der Grenzbereich ist weit oben angesiedelt und kündigt sich höflich an. Zweitens sind Vorwärts und Negativ-Beschleunigung des M-Roadsters absolut Rennstreckentauglich. Drittens ist das Fahrverhalten präzise und dennoch unproblematisch, was in einem Sportwagen nicht immer gelten muss.

In den folgenden Runden kann ich den kleinsten M beherzter und effizienter um den Kurs schmeißen. Gerade die langen Hochgeschwindigkeitskurven sind eine Pracht, wenn bei 160km/h der Wagen neutral über alle viere zu schieben beginnt und das ESP-Lämpchen zeigt, dass ich ohne seine Hilfe längst einen langen Abflug gemacht hätte.

Grenzbereiche

Galerie: Erster Test BMW Z4 M-RoadsterDie abgeregelte Vmax von 250 kann ich nicht ausnutzen, denn die Zielgerade ist für uns durch eine Boxengassendurchfahrt ersetzt. M-Kunden können diese elektronische Grenze ab Werk aufheben lassen, was mit einem Gutschein für ein Hochgeschwindigkeitstraining auf der Rennstrecke verbunden ist. Und das sollte sich kein M-Besitzer entgehen lassen, denn hier ist sein neuer Liebling in seinem Element.

Fazit

Konsequent sportlich ist das Credo der M-GmbH. Entsprechend überzeugend ist auch das Track-Debut des Z4 M-Roadsters. Knackige Schaltung und präzise Lenkung gepaart mit enormer Traktion dank Differenzialsperre und 255er Reifen hinten sind die Basiszutaten. Dazu die klassischen Roadster-Proportionen und das nach dem Facelift dynamischer wirkende Heck sowie ein Sahnemotor, der erst ab 8.000 Touren den nächsten Gang verlangt - was will man mehr?

Vielleicht das Z4 M-Coupé, das nochmals steifer ist und damit noch Rennstrecken-tauglicher. Und mit 55.900 Euro glatte 2.000 Euro günstiger ist als der Roadster.

 
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