Drucken Weiterempfehlen   Twitter
 
Drucken Weiterempfehlen   Twitter
Galerie: Erster Test Chrysler Sebring

Erster Test: Chrysler Sebring

Ami mit Heizplatte

24.05.2007

Der neue Chrysler Sebring sorgt für Abwechslung im D-Segment. Als Alternative zu Ford Mondeo und Co. will der Ami Punkte sammeln. Trickreiche Details wie die beheizbaren Cupholder sollen ihm dabei helfen. Den Exotenbonus des Sebrings erkauft man sich allerdings mit typisch amerikanischen Fahreigenschaften.

Verglichen mit seinem großen Bruder, dem bulligen Chrysler 300 C wirkt der 4,85 Meter lange Sebring fast unscheinbar. Die markanten Linien auf der abgerundeten Motorhaube sind vom Crossfire bekannt. Nur sanft steigt die Seitenlinie an um in einem wuchtigen Heck zu enden. Letzteres geht vor allem zu Lasten der Übersicht. Große Rückleuchten ziehen sich weit in den Kofferraumdeckel.

Plastikwelt

Galerie: Erster Test Chrysler SebringDer Sebring erfüllt alle Vorurteile die wir gegenüber amerikanischen Fahrzeugen haben: Man tritt ein in das Reich des Hartplastiks. Immerhin ist das Cockpit übersichtlich und logisch sortiert. Die grün illuminierten Rundinstrumente erinnern an vergangene Zeiten. Praktisch: Der Chrysler verfügt über sowohl kühl- als auch beheizbare Cupholder.

Die großen weichen Sessel sind serienmäßig mit einem neuen Stoff bezogen. Das YES Essentials genannte Gewebe soll fleckunempfindlich, schmutzabweisend und antimikrobisch sein. Leider bieten die weichen Polster kaum Seitenhalt. Die Platzverhältnisse sind in der ersten Reihe zufrieden stellend, große Personen haben im Fond dafür Probleme. 441 Liter Kofferraumvolumen sind in Ordnung.

Eigener Benziner…

Galerie: Erster Test Chrysler SebringDer zwei Liter große Benziner leistet 156 PS und gefällt durch seinen ruhigen, kultivierten Lauf. Dafür ist nicht zuletzt der rechteckige Brennraumquerschnitt (86 x 86 Millimeter) verantwortlich. Doch was nützt die Laufruhe, wenn das Aggregat mit dem rund 1,6 Tonnen schweren Sebring seine Probleme hat.

Hügelige Bergstraßen erfordern viel Schaltarbeit, das manuelle Fünfgang-Getriebe hakelt hier und da ein bisschen. Hält man das Aggregat auf Touren, kommt man flott voran, allerdings wird der Motor dann laut. Viel mehr liegt dem Ami das entspannte Cruisen auf möglichst ebenen Highways. Dann lässt sich auch der angegebene Durchschnittsverbrauch von 7,8 Liter problemlos erreichen: Positiv: Der Sebring schluckt das günstigere Normalbenzin.

…eingekaufter Diesel

Galerie: Erster Test Chrysler SebringZusätzlich bietet Chrysler den von VW eingekauften 2,0-Liter-Diesel an. Das Pumpe-Düse-Aggregat ist zwar lauter, dafür aber auch durchzugsstärker. Schon bei 1.750 Umdrehungen liegen satte 310 Newtonmeter an. Maximal entwickelt der Selbstzünder 140 PS, er ist mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe gekoppelt. 6,2 Liter Diesel pro 100 Kilometer sind akzeptabel. Schade nur, dass der Partikelfilter Aufpreis kostet.

Das weiche Fahrwerk ist eindeutig auf Komfort ausgelegt, meistert aber auch höhere Kurvengeschwindigkeiten mit überraschender Leichtigkeit. Von der Lenkung wünscht man sich dagegen mehr Rückmeldung. Serienmäßig packt Chrysler ESP in den Sebring.

Umfangreiche Serienausstattung

Galerie: Erster Test Chrysler SebringMit Audiosystem, elektrische einstellbarem Fahrersitz, Klimaautomatik, umklappbarer Rückbank und Tempomat ist die Basisversion „Touring“ gut ausgestattet. 24.490 Euro sind für den Benziner fällig, der Diesel kostet 26.590 Euro. Für den Selbstzünder bietet Chrysler auch die höherwertige Variante „Limited“ zum Preis von 29.190 Euro an. Mit an Bord sind dann: Fußmatten, Teil-Ledersitze inklusive Sitzheizung und 18-Zöller (statt sonst 17-Zoll-Rädern).

Vorbildlich ist das 5-Sterne-Premiumpaket, das jeder Käufer automatisch erhält. Der Servicevertrag deckt alle Kosten für Inspektionen, Instandsetzungen und Verschleißreparaturen sowie einen Mobilitäts-Service ab. Für vier Jahre oder 50.000 Kilometer fallen so außer für Versicherung und Kraftstoff keine weiteren Kosten an.

Fazit

Gemütlichkeit ist angesagt im Sebring. Wer auf amerikanisches Cruisen steht, findet im neuen Chrysler den perfekten Partner. Gegen eine zu flotte Gangart sprechen die indirekte Lenkung, das weiche Fahrwerk und der fehlende Seitenhalt der großen Sitze. Wenngleich der Sebring weniger auffällig ist als der 300 C hebt man sich damit noch gut aus der Masse ab. Und nicht zu letzt bedeutet Chrysler fahren ja auch ein Lebensgefühl: den American Way of Drive verkörpert der Ami-Schlitten bestens.

 
4
40

Gebrauchtwagen-Kaufberater

Sie suchen einen Gebrauchten? Unsere Kaufberater sagen Ihnen, worauf Sie bei Ihrem Traumwagen achten müssen.

Suche nach Angeboten

Marke
Model
Fahrzeugrückruf
Hier verpassen Sie keinen Rückruf vom Hersteller mehr. Wir informieren Sie sofort per E-Mail.
Zum Rückrufservice

Frage der Woche

AutoWelten

ServiceWelten

Sicherheit online

Schützen Sie sich vor Datenklau (Phishing), Scheckbetrug und unseriösen Angeboten.
Surfen Sie sicher mit unseren Tipps.