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Galerie: Erster Test Citroen C3

Erster Test: Citroen C3

Farbe als Blickfang

16.12.2016

Der Citroën C3 ist zurück. Mit neuem, ausdrucksstarkem Design soll der kompakte Viertürer an den Erfolg seines Vorgängers anknüpfen. Typisch für die neue Citroën-Linie sind die so genannten Airbumpers, mit Luft gefüllte Gummikissen, die auf den Seitentüren kleben und (klein)schadenverhütende Wirkung entfalten sollen.

Preiswert ohne Optionen: C3 Live

Galerie: Erster Test Citroen C3Mindestens ebenso ungewöhnlich wie das neue, selbstbewusste Erscheinungsbild ist, dass der C3 nicht teurer geworden ist, obwohl die Grundausstattung angereichert wurde. Der Kompaktwagen hat – ganz im Gegenteil – nicht nur an Statur und Ausstrahlung gewonnen, sondern bietet sogar noch etwas mehr fürs Geld als früher: Für den schlichtesten 68 PS-C3, konnte der Händler vor vier Jahren noch 12.950 Euro in Rechnung stellen, ohne dass der Wagen einen Assistenten an Bord hatte, der vorm Verlassen der Fahrspur warnt. Und auch eine Verkehrszeichenerkennung und ein elektronischer Beifahrer, der zum Pausieren und Kaffeetrinken und damit zur Erfrischung von Körper und Geist auffordert, fehlten seinerzeit. Einziges Manko im Vergleich zu damals: Die elektrisch verstellbaren Außenspiegel hat Citroën weggelassen; sie gibt es, nunmehr beheizt, erst ab dem mittleren Ausstattungsniveau.

Airbumpers und mehr optional: C3 Feel

Galerie: Erster Test Citroen C3Leute, die ihr Auto gerne kostenträchtig individualisieren, werden die Einstiegsmodelle, Live benannt und nur mit 68 und 82 PS erhältlich, aber nicht allein wegen der Handarbeit beim Spiegeleinstellen links liegen lassen, sondern mehr noch wegen der insgesamt spärlichen Auswahl an Extras. Nicht einmal gegen Zuzahlung sind die vom Cactus übernommenen, Citroën-typischen Blickfänge, die Airbumpers auf den Türen, zu erwerben. Genauso wenig stehen die reizvolle Zweifarbenlackierung mit passenden Außendesign-Elementen, die den neuen C3 optisch aus der Menge der Kompaktwagen hervorhebt, und die originellen Reisekoffer-Schlaufen anstelle der handelsüblichen Türgriffe in den Live-Modellen zur Wahl.

Der Wunsch nach einer Klimaanlage kann der Händler hingegen erfüllen; sie schlägt mit 1190 Euro zu Buche und wird von einem Radio begleitet. Allerdings stellt sich dann die Frage, ob man nicht besser das nächsthöhere Ausstattungsniveau ordert und sich damit Zugriff auf zumindest einige nette Extras verschafft. Ein als „Feel“ ausstaffierter C3 kostet im günstigsten Fall, mit 68 PS, 13.690 Euro.

Bestens zu individualisieren: C3 Shine

Galerie: Erster Test Citroen C3Ist der Willen, den C3 optisch und auch sonst mit Hilfe der Preisliste eine eigene Note zu geben, besonders stark ausgeprägt, führt allerdings kein Weg an der Bestausstattung, Shine genannt, vorbei. Wer darauf Wert legt, steigt bei 82 PS ein und zahlt mindestens 16.290 Euro, Der vergleichbar ausgestattete und optional genauso ergiebige 110 PS-Benziner kostet 17.990 Euro, sein Pendant mit 99-Turbodiesel-PS wird für 20.190 Euro offeriert.

Galerie: Erster Test Citroen C3In puncto Leistung und Zugkraft sind diese beiden Motoren eine gute Wahl. Wie sich 82 PS- und 68 PS-Dreizylinder im Verkehrsalltag schlagen, kann man hingegen nur vermuten, denn für die ersten Testfahrten stellte Citroën nur die beiden stärksten Aggregate bereit. Das Zugkraftangebot der kleinen Benziner ist, soviel lässt sich aus den technischen Daten ableiten, ziemlich bescheiden, und dasselbe gilt für die Beschleunigungswerte. Ein Kompromiss wäre der 75 PS-Diesel. Gegen ihn spricht, dass er nicht unter 17.240 Euro zu bekommen ist und hohe Jahresfahrleistungen braucht, um via Kraftstoffkosten den Nachteil der höheren Anschaffungskosten (2650 Euro im Vergleich mit dem 82 PS-Benziner), Kfz-Steuer und Versicherungsprämien auszugleichen – ganz abgesehen von der Tatsache, dass die Zukunft der Selbstzündertechnik unsicher ist.

Die Lenkung geht direkt zur Sache

Galerie: Erster Test Citroen C3Die attraktive C3-Hülle tritt mit einem Fahrwerk an, das die Wirbelsäule der Passagiere zwar keiner Härteprüfung unterzieht, aber längst nicht so harmonisch-weich abgestimmt ist, wie die Citroën-Einlassungen zu diesem Thema suggerieren. Zutreffend ist hingegen, dass die Lenkung direkter als bisher zur Sache geht und damit ein echter Fortschritt erzielt wurde.

Galerie: Erster Test Citroen C3Auch in Sachen Infotainment und Vernetzung hat Citroën erkannt, was ein Auto heutzutage - zumindest optional - bieten muss. Und in einem Punkt sind die Franzosen sogar ein Stück weiter als ihre Mitbewerber: Die „vernetzte, hochauflösende Weitwinkelkamera ConnectedCam“ im C3 ist laut Citroën eine Weltpremiere, denn sie erkennt nicht nur Verkehrszeichen, sondern macht es auch möglich, „besondere Momente“ als Fotos oder Video festzuhalten und anschließend, per App mit dem Smartphone verbunden, über soziale Netzwerke auszutauschen oder als Erinnerung aufzubewahren.

Zweierlei Verbrauchsangaben

Citroën veröffentlicht übrigens neuerdings, wie das zweite PSA-Konzernmitglied Peugeot, neben den nach Norm ermittelten Verbrauchswerten löblicherweise auch realistische, im Verkehrsalltag gemessene - mit Passagieren an Bord und, unter anderem, eingeschalteter Klimaanlage. Soviel Wahrheitsliebe ist in der Branche leider unüblich, weil der Gesetzgeber sie nicht fordert und die ehrlichen Angaben unvorteilhaft erscheinen: Beim C3 liegen sie um fast zwei Liter über denen, die zu nennen jeder Hersteller verpflichtet ist, obwohl eigentlich jeder weiß, wie wirklichkeitsfern sie sind.

 
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