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Galerie: Erster Test Citroën C4

Erster Test: Citroën C4

Das fahrende Wohnzimmer

06.11.2006

Nehmen wir einen ganz gewöhnlichen Tag. Von den 24 Stunden verschlafen wir acht, weitere zehn hocken wir in der Arbeit. Bleiben noch sechs Stunden Freizeit - gut zwei davon verbringen wir wiederum im Auto - um eben zwischen Arbeit und zuhause hin und her zu pendeln, zum Einkaufen zu fahren oder sonst wohin. Da sollte ein Auto dann schon einiges bieten, am besten eine Art zweites Wohnzimmer sein.

Womit wir auch schon beim neuen Citroen C4 Picasso sind. Der Nachfolger des beliebten Xsara Picasso, der übrigens weiterhin angeboten wird, ist nicht nur bedeutend ansehnlicher geworden, sondern auch größer und flexibler. 4,59 Meter lang und 1,70 Meter hoch, bietet er bis zu sieben Personen Platz. In der ersten und zweiten Reihe (mit längs verschiebbaren Sitzen) sitzt man fürstlich. Ganz hinten halten es nur kleine Zeitgenossen längere Zeit aus - aber das ist normal in dieser Klasse.

Galerie: Erster Test Citroën C4Nicht normal ist das überragende Raumgefühl im C4 Picasso. Große Seitenfenster, auffallend schmale Säulen und eine bis über den Hinterkopf von Fahrer und Beifahrer reichende Windschutzscheibe sorgen für einen lichtdurchfluteten Innenraum. Praktisch: Bei tief stehender Sonne lassen sich die Sonnenblenden bis weit in die Frontscheibe hervorziehen.

Wintergarten für unterwegs

Entscheidet man sich dann noch für das Panorama-Glasdach, das leider nur in der höchsten Ausstattungslinie erhältlich ist, hat man gänzlich das Gefühl, in einem Wintergarten unterwegs zu sein. Die ansprechenden Kunststoffe und Dekoreinlagen tragen ihren Teil zum Wohlfühlambiente bei.

Galerie: Erster Test Citroën C4Auch an praktischen Details wurde nicht gespart. Vor allem die vielen großen Fächer überzeugen: Fahrer und Beifahrer haben je eine große, im Armaturenbrett integrierte Box vor sich. Dazu kommen üppig dimensionierte Türfächer und falls man ein Automatikgetriebe ordert ein breiter wie tiefer Kühlschrank in der Mittelkonsole. An den Rücklehnen der Vordersitze sind Netze und ausklappbare, beleuchtete Tischchen angebracht. Und wer es ganz gut meint mit seinem Nachwuchs, kann ihm ein DVD-Entertainment-Paket spendieren.

Flach machen

Galerie: Erster Test Citroën C4Denkbar einfach gestaltet sich der Umbau vom Sieben- zum Fünf- zum Zweisitzer: per Zug an Gurten klappen die einzelnen Sitze weg. Heraus kommt ein völlig ebener Ladeboden von der angenehm tiefen wie breiten Ladekante bis vor zu den Rücklehnen der Vordersitze. Das Kofferraumvolumen kann sich ebenfalls sehen lassen. Maximal packt der Picasso 1.951 Liter, im Fünfsitzermodus 576 Liter und hinter der aufgebauten dritten Sitzreihe bleiben immer noch 203 Liter für kleineres Gepäck übrig.

Der Fahrerplatz ist etwas gewöhnungsbedürftig. Infodisplay und Instrumente sind mittig in der Armaturentafel platziert, die Klima-Bedieneinheit findet sich links vom Lenkrad an der Lüftungsdüse. Das in Höhe und Tiefe verstellbare Volant selbst ist mit unzähligen Tasten und Drehrädern völlig überfrachtet.

Vier Motoren

Galerie: Erster Test Citroën C4Motorenseitig stehen zwei Benziner und zwei Diesel (serienmäßig mit Partikelfilter) zur Wahl. Das Basisaggregat, ein 1,8-Liter-Ottomotor mit 125 PS, reicht im Grunde völlig aus, um das Familienauto zügig zu bewegen. Kombiniert ist es mit einem leichtgängigen manuellen Fünfganggetriebe. Wer mehr Leistung braucht, kann zum 141 PS starken 2,0-Liter-Benziner greifen.

Der 1,6-Liter-Selbstzünder kommt auf 109 PS und 240 Nm Drehmoment, der 2,0-Liter-Diesel auf 136 PS und 270 Nm. Mit dem leise arbeitenden, großen Diesel ist man gut unterwegs, aber wider erwarten nicht unbedingt üppig motorisiert. Rund 1,7 Tonnen Leergewicht wollen erst einmal in Schwung gebracht werden.

Neues Getriebe

Zudem ist der so genannte FAP 135 ausschließlich mit dem neu entwickelten, elektronisch geregelten Sechsganggetriebe EGS zu haben. Besonders im Automatik-Modus bedarf es einiger Übung, mit dem Gasfuß die gewünschten Gangwechsel ruckfrei zu terminieren. Wer partout nicht damit zurecht kommt, kann die Gänge aber immer noch manuell per Schaltwippen am Lenkrad ansteuern.

Galerie: Erster Test Citroën C4Das Fahrwerk ist komfortabel und leise. Nur gemeine Querfugen werden physisch, aber auch akustisch, an die Passagiere weitergeben. In der höchsten Ausstattungslinie kommt an der Hinterachse eine Luftfederung mit Niveauregulierung zum Einsatz. Den gemütlichen Reisewagen-Charakter unterstreicht die leichtgängige Servolenkung.

Fazit

Ansprechende Optik, komfortables Fahrgefühl und Platz ohne Ende: Der neue Citroen C4 Picasso ist ein ganz Großer unter den kompakten Vans. Das luftig-helle Interieur, die vielen praktischen Ablagen, der großzügige Kofferraum und das flexible Sitzsystem zeugen vom „savoir vivre“ der Franzosen.

Kompliziert wird es allerdings beim Blick in die Preisliste. Der Einstiegspreis von 20.800 Euro ist ein reines Lockangebot, denn für den 1.8 „Advance“ gibt es nicht einmal ein Radio. „Style“ (Aufpreis € 1.100) sollte man auf jeden Fall wählen. Insgesamt sind derer fünf Ausstattungslinien - und jede hält so seine Ausnahmen und Kombinationskniffe bereit. Panoramadach, Entertainment-System oder HiFi-Paket sind als Sonderausstattung lediglich in Verbindung mit der teuersten Linie erhältlich. Diese wiederum ist aber nicht für die Basismotorisierungen zu haben.

Schade auch, dass die Topmotorisierungen nicht mit Handschaltgetriebe erhältlich sind, denn weder die veraltete 4-Gang-Automatik (für den Benziner), noch das neue „EGS“ (für Benziner und Diesel) kommen an die Qualitäten eines guten Handschalters heran.

 
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