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Galerie: Erster Test Citroen C5 Diesel

Erster Test: Citroen C5 Diesel

Es zieht

02.09.2006

Mit dem neuen HDi 170 im Mittelklasse-Modell C5 kommt Citroen dem Wunsch nach einem Motor mit souveränen Fahrleistungen bei moderatem Verbrauch nach. Der Selbstzünder bietet vor allem eins: Ordentlich Durchzug in allen Lebenslagen.

Der C5 ist nicht eben das Non-Plus-Ultra an Ästhetik im französischen Autobau geht. Vor allem die großen, gebogenen Rückleuchten der Fließhecklimousine lassen den Citroen schwerfällig erscheinen.  

Galerie: Erster Test Citroen C5 Diesel

Gefälliger wirkt der Kombi mit länglichen, über die gesamte Höhe der Heckklappe gezogenen Lampen. Die Front ist bei beiden Modellen gleich. Sie trägt den markanten, mittlerweile typischen Grill mit den zwei Citroen-Rauten.

Zwei mal Drei

Galerie: Erster Test Citroen C5 DieselNeben drei Benzinmotoren von 125 bis 207 PS (letzterer ist ein V6 mit Automatik) bietet Citroen nun ebenso viele Dieselaggregate an. Die Leistungsspanne der Selbstzünder reicht von 109 bis 170 PS. Auf unserer Ausfahrt konnte der Neuzugang - ein HDi 170 - zeigen, was ihn im steckt.

Neu ist vor allem der sequentielle Parallel-Turbolader. Klingt viel hochtrabender, als es eigentlich ist. Dahinter verbergen sich zwei gleichgroße, simpel gebaute Turbolader. Durch die kleinen Ausmaße und den Verzicht auf gewichtssteigernde Technik (wie verstellbare Turbinengeometrie) zeichnen sie sich durch geringe Trägheit aus.

In der Praxis heißt das: Unterhalb von 2.700 Umdrehungen arbeitet nur ein Lader. Mit dessen Hilfe stellt der Motor schon bei 1.500 Touren sein maximales Drehmoment von starken 370 Newtonmetern zur Verfügung.

Mehr Luft

Galerie: Erster Test Citroen C5 DieselBei höheren Drehzahlen wird der zweite Turbo zugeschaltet, der den erhöhten Bedarf an Frischluft-Durchsatz garantiert. Damit der Sprung von einer auf zwei Turbinen unauffällig geschieht, darf Schaufelrad Nummer Zwei schon vorher mitrotieren und wird dann nur noch an den Ansaugkrümmer angeschlossen.

Die Folge all dieser Technik: Der C5 tritt flott an und besitzt so gut wie kein Turboloch. Vom Stand weg zieht der Franzose ordentlich durch und behält das konsequent bis zur 200 km/h Marke bei. Der restliche Sprung bis zur von Tempo 222 geschieht dann einen kleinen Tick zäher.

Durchzugsstark

Gerade der bei Dieseln (wegen des Turbolochs) oftmals langwierige Sprint von Tempo 30 auf 60 im dritten Gang konnte auf 3,6 Sekunden verkürzt werden. Und nach 29,8 Sekunden ist der C5 bereits einen Kilometer vom Startpunkt entfernt.

Der 170 PS starke Motor überzeugt zudem mit ausgesprochen erfreulicher Laufruhe. Zwei in der Ölwanne untergebrachte Ausgleichswellen sorgen mit ihrem Gegengewicht für optimale Massengleichheit. Auch akustisch hält sich der Diesel angenehm zurück. Durch den hohen Einspritzdruck von 1.800 bar konnten auch die Verbrennungsgeräusche reduziert werden.

Modern trifft Antik

Bis zu fünf Personen finden bequem in der Familienkutsche Platz. Die Sitze sind komfortabel, für lange Strecken aber etwas zu weich. Der Velours-Bezug der Basis wirkt ein wenig altbacken. Leder gibt es leider erst in der höchsten Ausstattungslinie und kostet dann noch mal Aufpreis.

Der Seitenhalt des Mobiliars ist ausreichend, zumal man mit dem relativ weich - typisch französisch - abgestimmten C5 ohnehin keine Kurvenhatz provozieren sollte. Vorbildlich: ESP ist in allen Modellen serienmäßig.

Im aufgeräumten, modernen Cockpit findet man sich nach kurzer Zeit gut zurecht. Allerdings sind Schalter und Tasten zu klein ausgefallen. Ein großer Bildschirm (je nach Ausstattung) thront zentral über der Mittelkonsole. Die Bedienung des Navis erfordert aber etwas Einarbeitungszeit.

Viele Extras

Citroen bietet eine umfangreiche Aufpreisliste an. Darauf finden sich Helfer wie mitlenkende Xenonleuchten oder der Spurhalte-Assistent AFIL. Ab Tempo 70 warnt das System den Lenker beim Überfahren der Spurmarkierung ohne zu Blinken durch ein Vibrieren des Fahrersitzes. Unverständlich: Das AFIL-System ist nur als Bestandteil verschiedener Pakete erhältlich.

Beim Händler steht der C5 ab 21.790 Euro als Basis-Limousine. Mit dem von uns getesteten Diesel beginnen die Preise bei 28.190 Euro, der Kombi schlägt mit 1.000 Euro mehr zu Buche. Allerdings bringt der neue Selbstzünder (serienmäßig mit Partikelfilter) schon die mittlere von drei Ausstattungsstufen mit.

Fazit

Ein Schnäppchen ist der C5 nicht. Verglichen mit einem Passat ist der leistungsmäßig gleich starke Wolfsburger im Grundpreis sogar günstiger. Der neue Diesel ist allerdings ein gutes Argument für den Citroen. In dieser Klasse gehört das Aggregat zur Spitze, sorgt für viel Fahrspaß und komfortables Reisen. Und mit 6,1 Litern Durchschnittsverbrauch gibt sich der Neue zudem äußerst sparsam.

 
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