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Galerie: Erster Test Daihatsu Cuore

Erster Test: Daihatsu Cuore

Der Kleine mit Herz

16.08.2007

Cuore ist italienisch und bedeutet Herz. Nicht ohne Grund hat sich Daihatsu also den Namen für einen schicken Kleinwagen ausgesucht. Dessen Neuauflage haben die Japaner nun erstmals auf die Straße geschickt - und wie schon den Vorgänger schließt man auch den neuen Cuore trotz kleiner Mängel schnell ins Herz.

Um nur sechs Zentimeter ist der kleine Cuore gewachsen, misst immer noch parklückentaugliche 3,46 Meter. Und doch bietet die Neuauflage viel mehr Platz: Bis zu 21 Zentimeter mehr stehen den Insassen zur Verfügung, selbst ich finde mit 1,93 Metern Länge auf der 2-Personen-Rückbank bequem Platz.

Liegewiese

Galerie: Erster Test Daihatsu CuorePraktisch: Die zweite Sitzreihe lässt sich mit einem Handgriff um 26 Zentimeter verschieben, vergrößert so den Kofferraum von 160 auf 215 Liter. Erstmals lassen sich alle Sitze flach umlegen - der Cuore taugt somit im Notfall auch zum Hotel-Ersatz.

Gegenüber dem Vorgänger konnte Daihatsu das Wohlfühlambiente deutlich steigern. Das Cockpit wird nach wie vor vom Hartplastik dominiert, doch es ist deutlich frischer gestaltet. Zweierlei Lüftungsdüsen und Blindschalter für die nicht verfügbaren, elektrischen Fensterheber hinten geben aber Aufschluss über Sparmaßnahmen - es wird verbaut was gerade da ist.

Bewährte Dreizylinder-Technik

Galerie: Erster Test Daihatsu CuoreDer auf einer neuen Plattform daher rollende Daihatsu wird zukünftig von einem unter anderem aus dem Sirion bekannten Dreizylinder befeuert. Mit 70 PS beschleunigt der nur 765 Kilogramm schwere Zwerg in 11,1 Sekunden auf Tempo 100 und läuft bis zu 160 km/h schnell.

Das drehfreudige Motörchen spricht spontan auf Gasbefehle an, erreicht schnell die bei 3.600 Touren anliegenden 94 Newtonmeter. Flink flitzt der Japaner durch den Stadtverkehr und hängt mit seiner Wendigkeit manch Großen ab. Das ihn der auf der Autobahn wieder einholt, muss man in Kauf nehmen.

Kein Langstrecken-Auto

Galerie: Erster Test Daihatsu CuoreAb Tempo 120 geht’s nur noch zäh voran, und bei hohen Drehzahlen klingt der Dreizylinder eher nach Industriestaubsauger denn nach Motor. Zum Mitschwimmen im Strom reicht es allemal, nur Überholmanöver sollten vorausschauend geplant werden.

Die Gangwechsel erfolgen serienmäßig per manuellem Fünfgang-Getriebe, allerdings nicht immer zur Freude des Fahrers. Die Box ist schwammig und ungenau geführt. Alternativ bietet Daihatsu eine antiquierte Vierstufen-Automatik an, die aber schon auf dem Papier den Verbrauch von vorbildlichen 4,4 Litern auf 5,5 steigen lässt.

Gestrafftes Fahrwerk

Galerie: Erster Test Daihatsu CuoreDas Beste am neuen Cuore ist zweifelsohne das überarbeitete Fahrwerk. Während der Fronttriebler bisweilen nur zu gern über seine kleinen Räder schob, haben die Ingenieure bei der neuen Version den Grenzbereich deutlich hinaus geschoben. Spürbar später fängt der gestraffte Daihatsu zu untersteuern an. Die Folge: Deutlich mehr Fahrdynamik sowie höhere Sicherheit.

Serienmäßig schützen im Crash-Fall fünf Airbags die Insassen, optional können noch zwei Kopfairbags geordert werden. Dass Daihatsu das Stabilitätsprogramm VSC nur gegen Aufpreis anbietet, mag verständlich sein. Dass diese Option allerdings nur in der teureren Ausstattungslinie Top zur Verfügung steht, ist unbegreiflich.

Spärlich oder Komplett

Galerie: Erster Test Daihatsu CuoreBei den Händlern steht der Cuore ab 15.09.2007 in zwei Varianten. Die nur 8.990 Euro Basisversion „Cuore“ kommt naturgemäß spärlich bestückt vom Band: Elektrische Fensterheber, Bordcomputer, Radio, Klimaanlage, Zentralverriegelung - all das kennt das Einstiegsmodell nicht. Selbst die Rückbank ist in der Basisversion weder verschiebbar noch umklappbar.

Die ganzen genannten Extras und noch viel mehr sind dagegen in der besseren Variante „Top“ serienmäßig an Bord. Nur das Automatikgetriebe, die zusätzlichen Airbags sowie das sinnvolle VSC (inklusive Alu-Räder) kosten extra. Allerdings schlägt diese Version auch mit 11.290 Euro zu Buche.

Fazit

Perfekt ist er nicht, der Daihatsu Cuore. Aber liebenswert. Ein einziger Blick der schicken Scheinwerfer-Augen genügt, um den Fahrer um den Finger zu wickeln. Schon übersieht man die kleinen Macken und erfreut sich an dem üppigen Platz Angebot, dem niedrigen Verbrauch und dem flotten Charakter des kleinen Japaners. Vor allem in der Stadt kann der Daihatsu bedenkenlos mit Mini, Smart und Co. konkurrieren.

 
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