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Galerie: Erster Test Daihatsu Materia

Erster Test: Daihatsu Materia

Sushi-Box

12.12.2006

Was in Asien schon lange ein Kassenschlager ist, kann für Europa nur gut sein. Seit Oktober 2005 rollt der kastenförmige Toyota Bb über japanische Straßen, seit Frühjahr diesen Jahres vertreibt ihn die Tochtergesellschaft Daihatsu auch als Coo. Ab März 2007 soll die praktische Box als Materia auch Europäern den Kopf verdrehen.

Die Kastenform ist ungewohnt, der Materia mutet wie ein Raumschiff an. Bullige Front mit breitem Kühlergrill, große Türflächen und Seitenfenster und ein senkrecht stehendes Heck mit einer schmalen Lichterleiste unterhalb der großen Klappe. So etwas hat man im Turiner Umland, wo wir unsere ersten Runden drehen, noch nicht gesehen.

Doch der Materia kann mehr, als für verdrehte Hälse sorgen! Er bietet maximales Raumangebot bei minimalen Außenmaßen - typisch Daihatsu. Auf nur 3,80 Meter Gesamtlänge kommt ein 1,95 Meter langer Innenraum. Selbst in der zweiten Reihe sitzt es sich komfortabel. Den Begriff „Kopffreiheit“ scheint der Materia gar neu zu definieren.

Platz en masse

Galerie: Erster Test Daihatsu MateriaHinter dem großen, höhenverstellbaren Volant finden auch hochgeschossene Fahrer eine gute Sitzposition. Allerdings könnten die Sitze straffer gepolstert sein. Die mittig angeordnete Instrumententafel ist problemlos abzulesen, die Kunststoffe haben nichts mehr mit früheren asiatischen Plastikschüsseln gemein. Auch die Verarbeitung ist angemessen.

Die zurzeit beliebte verschiebbare Rückbank hat auch bei Daihatsu Einzug gehalten, und erweist sich als äußerst praktisch. Ohne umzuklappen wächst das Kofferraumvolumen von 181 auf 294 Liter. Maximal stehen im Gepäckabteil respektable 1.000 Liter zur Verfügung. Und bei einer Ladelänge von über zwei Metern ist sogar das Übernachten möglich.

Zwei Benziner

Galerie: Erster Test Daihatsu MateriaDie beiden verfügbaren Vierzylinder-Benzinmotoren stammen aus dem Daihatsu-Regal. Die 1,3-Liter-Variante leistet 91 PS und entwickelt ein maximales Drehmoment von 120 Newtonmeter. Nur wenig mehr bietet das Topmodell mit 1,5-Liter-Vierzylinder, 103 PS und 132 Newtonmeter. Beide begnügen sich mit dem günstigen Normalbenzin.

Bei unserer ersten Ausfahrt erwies sich das stärkere Aggregat als ausreichend. Der Motor läuft ruhig und beschleunigt den Materia in 10,8 Sekunden auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 170 km/h. Ab Tempo 140 nimmt der Vorwärtsdrang aber spürbar ab. Das Motorengeräusch steigt dafür zu einem heißeren Kreischen an.

Alles für Europa

Galerie: Erster Test Daihatsu MateriaGroßer Aufwand war nötig, um die asiatische Version an westliche Bedürfnisse anzupassen. Im Fernen Osten verfügt der Materia über eine durchgehende vordere Sitzbank, der Automatikwählhebel ist am Lenkrad. Ein manuelles Getriebe musste her und der mittlere Sitz wich einer Mittelkonsole für den Schalthebel.  

Dementsprechend präsentiert sich die Schaltung auch mehr als Notlösung für Europa denn als ausgereiftes Getriebe. Lange Schaltwege und eine ungenaue Führung sorgen für wenig Spaß am Gangwechsel. Doch die sind oft notwendig. Beispiel: Um aus der Kurve raus zu beschleunigen, tut der zweite Gang not.

Lieber automatisch

Galerie: Erster Test Daihatsu MateriaBesser macht’s der Automat für 970 Euro: Zwar verfügt er nur über vier lang übersetzte Stufen und fährt dementsprechend oft im dritten Gang. Doch wer sich nicht am Aufheulen des Motors stört, wird sich an den sanften Gangwechseln erfreuen.

Beim Fahrwerk hat Daihatsu einen guten Kompromiss gefunden. Naturgemäß neigen Importeure dazu, Modelle für den deutschen Markt etwas härter abzustimmen. Doch der Materia federt Stöße gut ab, nur Querfugen bringen ihn zum Hoppeln.

Galerie: Erster Test Daihatsu MateriaFür das Topmodell, aber leider nicht für die Basis, gibt es gegen 500 Euro Aufpreis ein elektronisches Stabilitätsprogramm, bei Daihatsu VCR genannt. Der kleine Helfer ist auf jeden Fall empfehlenswert, schiebt der Materia doch gerne über die Vorderräder.

Fazit

Will man die Option auf ESP und Automatik, muss man den 15.490 Euro teuren Materia 1.5 nehmen. Gegenüber der mit elektrischen Fensterhebern, Radio-CD-Kombination, Klimaanlage, verschiebbarer Rückbank und Alurädern bereits sehr gut ausgestatten Basis ein Mehrpreis von 1.000 Euro. Ziemlich viel, sind doch der einzige Unterschied 12 PS mehr und blau beleuchtete Lautsprecher.

 
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