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Galerie: Erster Test Daihatsu Sirion

Erster Test: Daihatsu Sirion

Vernunft-Vehikel mit Verve

18.10.2007

Rolltreppentauglich – mit dieser Eigenschaft wurde so mancher Daihatsu ob seiner schmalen Bauweise karikiert. Positiv ausgedrückt sind die Autos des japanischen Kleinwagen-Experten wendig, kompakt, sparsam, alltagstauglich und mit diesen Eigenschaften für heutige Mobilitätsansprüche bestens gerüstet. Ein solches Vernunft-Mobil ist auch der Sirion. Ende 2004 kam die aktuelle Generation auf dem Markt. Zum Modelljahr 2008 hat Daihatsu den Kleinwagen leicht aufgefrischt und mit einer kleinen Leistungsspritze hochgepeppelt. Darüber hinaus machen eine neue Topmotorisierung und ein besonders günstiges Einstiegsmodell den Sirion attraktiver denn je.

Die optischen Modifikationen sind marginal und damit bleibt der Sirion eine sympathische Erscheinung. Sein freundliches Design kommt ohne die derzeit so angesagten aggressiven Züge aus. In der Seitenansicht fallen die kurzen Überhänge und der lange Radstand ins Auge. Während bei den zwei schwächeren Motorisierungen lediglich die Frontschürze optisch leicht geändert wurde, betont die neue Topmotorisierung 1.5S mit dezentem Spoilerwerk, einer größeren Luftöffnung in der Front und zwei verchromten Auspuffendrohren seine Sonderstellung.

Galerie: Erster Test Daihatsu SirionDer Innenraum wurde ebenfalls dezent modernisiert. Der bisher separate Drehzahlmesser auf dem Armaturenbrett wurde auf klassische Weise in die Tachoeinheit integriert. Den 1.3 gibt es zudem serienmäßig mit Momo-Lederlenkrad. Die neu designten Frontsitze haben eine höhere Lehne, die zudem mehr Seitenhalt bietet. Schließlich gibt es einen Aux-Eingang für die Audioanlage. So lässt sich beispielsweise ein MP3-Player problemlos anschließen.

Viel Platz, sehr variabel

Galerie: Erster Test Daihatsu SirionWie gehabt gibt sich der Innenraum modern und funktional. Ein Nobel-Ambiente mit unterschäumten Softoberflächen kann man in dieser Preisklasse selbstredend nicht erwarten. Dafür bietet der 3,60 Meter kurze Zwerg ein für seine Klasse üppiges Platzangebot. Weder für Front- noch für Fondpassagiere wird es eng. Zudem ist der Fond dank der geteilt umlegbaren Sitzbank klassisch variabel. Die Beinauflagefläche senkt sich automatisch mit ab und entsprechend kann das Gepäckabteil auf rund 1.000 Liter wachsen. Normal ist der Kofferraum 225 Liter groß. Zusätzlich finden sich im Innenraum noch viele praktische Staufächer.

Etwas weit unten liegt der Schalthebel der leicht hakeligen Fünfgangschaltung. Dennoch flutschen die Gänge ansonsten locker und mit kurzem Weg in die Gassen. Neben dem 103 PS starken 1.5S gibt es weiterhin einen Einlitermotor (70 PS) und einen 1,3-Liter-Vierzylinder. Letzterer leistet 91 statt bisher 87 PS. Die Maschine verrichtet ihre Arbeit kultiviert und leise. Gut fahrbar ist der Wagen bereits bei niedrigen Touren. Erst bei höheren Drehzahlen so ab 4.000 Touren wird es laut. Sehr willig und spontan erreicht der Motor auch höhere Drehzahlregionen. Wer die Gänge voll ausdreht, schafft den 100-km/h-Sprint in 11,3 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit endet bei 170 km/h. Für alle Lebenslagen bietet der Wagen also ausreichend Kraft. Und mit einem Normverbrauch von 5,8 Litern bewegt sich der Spritkonsum in angemessenen Regionen.

Der geht ab

Galerie: Erster Test Daihatsu SirionEtwas durstiger ist der 1.5S. Dank seiner 103 PS kann man im Sirion den Sprint in 10,5 Sekunden abhaken. Offiziell liegt die Höchstgeschwindigkeit bei 175 km/h, die Tachonadel bog sich in unserem Test bis zur 200-km/h-Marke. Der Wagen liegt selbst dann noch recht ruhig auf der Straße. Allerdings verlässt der Daihatsu ab etwa 130 km/h aufgrund starker Wind- und Motorgeräusche die akustische Komfortzone. Schnelles Fahren kostet viel Sprit. Den Normverbrauch gibt Daihatsu mit 6,2 Litern an. Nach unserer zügigen Ausfahrt zeigte der Bordcomputer 8,9 Liter an.

Wieselflink

Galerie: Erster Test Daihatsu SirionSelbst bei hohen Geschwindigkeiten fährt sich der Sirion angenehm präzise. Sein ausgewogenes Fahrwerk bietet ein passables Komfortniveau. Der Unterbau ist zudem ausreichend straff und die Lenkung arbeitet angenehm neutral. Entsprechend lässt sich der Wagen flink und sicher durch Kurven scheuchen. Das Fahrzeug ist ein gutmütiger Untersteuerer, dessen Heck bei sehr schneller Kurvenfahrt allerdings etwas leicht werden kann. In der Not greift das Stabilitätsprogramm VSC korrigierend ein – allerdings nur im 1.5S. Für die schwächeren zwei Versionen ist die Regelelektronik nicht verfügbar.

Besonders günstig

Galerie: Erster Test Daihatsu SirionDen Sirion bietet Daihatsu deutlich günstiger als bisher an. So kostete das Basismodell Ende 2004 noch 11.290 Euro. Inflation verrückt: Nunmehr gibt es den 1.0 bereits für 9.990 Euro. Der ausschließlich als Fünftürer erhältliche Kleinwagen verfügt in dieser Version über ABS, vier Airbags, vier elektrische Fensterheber und ein CD-Radio mit Aux-Anschluß. Mit der Markteinführung Ende Oktober 2007 wird das günstige Basismodell sogar inklusive einer Klimaanlage angeboten. Wer etwas mehr Leistung wünscht, bekommt mit dem 11.490 Euro teuren 1.3 ein bereits bemerkenswert flottes Auto. Unter anderem wird diese Motorisierung serienmäßig mit Klimaanlage, dem Momo-Lederlenkrad und Alufelgen angeboten. Die Sportversion mit dem VSC kostet 13.990 Euro.

Fazit

Der Sirion ist ein Rundum-Glücklichmacher für Leute, die vor allem Vernunft als ein wichtiges Kaufkriterium für ihr Auto sehen. Obwohl ein praktisches und zweckvolles Fahrzeug, kommen beim Sirion Komfort, Fahrspaß, Umwelt und das Portemonnaie keineswegs zu kurz. Entsprechend ist der kleine Japaner in seinem Segment ein großartiges Angebot.

 
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