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Galerie: Erster Test Fiat 124 Spider

Erster Test: Fiat 124 Spider

Itsy-Bitsy-Spider

29.06.2016

Fünfzig Jahre ist es her, dass die Italiener mit dem ersten Fiat 124 Spider um die Ecke kamen. Und dann – lange Zeit nichts. Doch das Warten hat sich gelohnt. Zwar ist der Neue nicht ganz italienisch, da er in Kooperation mit Mazda in Japan gebaut wird, aber das Herzstück, der Motor, kommt natürlich aus der Heimat. Aus der Liaison mit Mazda macht man keinen Hehl – braucht man aber auch nicht: Auch die Japaner wissen, wie man gute Autos baut, die in Sachen Qualität auch mit den ewigen Platzhirschen durchaus mithalten können. Und welche Basis wäre für einen Roadster besser geeignet als der MX-5?

Galerie: Erster Test Fiat 124 SpiderVerwechslungsgefahr besteht zwischen den zwei Modellen aber keineswegs. Italien ist und war schon immer ein Land, das für Mode schwärmte. Deshalb verwundert es nicht, dass Fiat für die MX-5-Basis einen exklusiven Maßanzug gefertigt hat – und der sieht fast noch besser aus, als der Karategi. Das optische Auftreten des Cockpits hingegen wurde nur ein wenig modifiziert, ein paar neue Lederdetails sollen mehr den italienischen Nerv treffen. Im Großen und Ganzen bleibt es aber unverändert, den kleinen knackigen Schaltknauf und den sehr großen Drehzahlzähler im Mittelpunkt des Cockpits hat man gerne vom Japaner übernommen. Auch die Stoffmütze des schönen Zweisitzers wird wie beim fernöstlichen Cousin nicht etwa per Knopfdruck nach hinten gefahren, sondern muss auch beim Fiat manuell in die Versenkung geworfen werden.

Kleine Unterschiede

Auch preislich unterscheiden sich die beiden kaum: Der Fiat 124 Spider kostet 1.000 Euro mehr als der Japaner und kommt damit auf einen Einstiegspreis von 23.990 Euro. Auch bei Fiat hält die Liste mit Sonderausstattungen viele Extras bereit, die den Preis schnell in die Höhe treiben können. Die nächsthöhere Ausstattungslinie mit Ledersitzen und Klimaautomatik kostet bereits 2.500 Euro mehr. LED-Scheinwerfer oder ein Navi mit Rückfahrkamera können auch bei Fiat  selbstverständlich gegen Aufpreis geordert werden.

Galerie: Erster Test Fiat 124 SpiderAnders als die Japaner, die zwei Leistungsstufen eines Zweiliter-Saugers im Angebot haben, setzt Fiat auf einen kleinen 1.4-Liter-Turbobenziner mit 140 PS. Dieser klingt zwar immer noch ungekünstelt robust, aber verglichen mit dem Motor im MX-5 etwas gedämpfter. Dank der Zwangsbeatmung spurtet der Fiat leichtfüßig los und ist in 7,5 Sekunden auf Landstraßentempo gebracht. 240 Newtonmeter stehen dem Zweisitzer zur Verfügung, entfalten allerdings erst bei recht hoch angesetzten 2.250 Umdrehungen ihre geballte Kraft. Folglich muss man ein wenig öfter die Gänge wechseln, was angesichts der kurzen und knackigen Schaltwege aber reichlich Spaß bereitet. Zum Glück. Schließlich steht für das Fiat-Modell nur die Sechsgang-Handschaltung zur Wahl.

Spaß und noch mehr Spaß

Auf bergigen Straßen zeigte uns der Halbblut-Italiener, was in ihm steckt. Das Fahrwerk ist Sportwagen-typisch straff ausgelegt, aber nicht so übertrieben, dass man nach einer Ausfahrt zum Masseur müsste. Die Lenkung reagiert, wie wir es mögen, äußerst direkt und nimmt jede Aufgabe ohne Umschweife dankbar entgegen. Voller Ehrgeiz und Elan springt der Spider in die Kurven, wie der italienische Macho ins Bett der Geliebten. Auch für kleine Drifts ist der schnittige Spider zu haben, bis das ESP den Stabilisationsanker wirft. Bei all dem Spaß sollte man allerdings auch die Tankuhr nicht außer Acht lassen: Gibt man dem Spider ordentlich die Sporen, so steigt der durchschnittliche Verbrauch von 6,4 Litern schnell um ein paar Vorkommastellen an.

Galerie: Erster Test Fiat 124 SpiderWem das alles nicht genügt, für den steht auch die 170 PS starke Abarth-Version für stolze 40.000 Euro zur Verfügung. Flotte Rutschpartien durch die Kurve lassen sich hier noch besser realisieren, wenn man das ESP per Knopfdruck entmündigt. Anders als beim normalen 124 Spider kann für die Starkversion auch eine Sechsgang-Automatik geordert werden, die zuverlässig durch die Gänge werkelt. Für den Spurt von 0 auf 100 benötigt der Abarth nur noch 6,8 Sekunden.

  • Technische Daten

Länge: 4,06 Meter, Breite: 1,74 Meter, Höhe: 1,23 Meter. Radstand: 2,31 Meter, Wendekreis: 9.8 m. Leergewicht: 1.125 kg, Kofferraumvolumen: 140 Liter.

Vierzylinder-Benziner mit Turbo, Hubraum: 1.368 ccm, 103 kW/140 PS, maximales Drehmoment: 240 Nm bei 2.250 U/min., Sechsgangschaltgetriebe, Heckantrieb. Vmax: 217 km/h, 0-100 km/h in 7,5 Sekunden, Durchschnittsverbrauch: 6,4 l/100 km,CO2-Ausstoß: 148 g/km

Preis: ab 23.990 Euro

Abart 124 Spider: Antrieb: wie Fiat 124 Spider jedoch 125 kW/170 PS, maximales Drehmoment: 250 Nm bei 2.250 U/min., Sechsgangschaltgetriebe (Sechsgang-Automatik 2.000 Euro Aufpreis), Vmax: 232 km/h, 0-100 km/h in 6,8 Sekunden, Durchschnittsverbrauch: 6,4 l/100 km, CO2-Ausstoß: 148 g/km

Preis: 40.000 Euro

 
Fazit

Jan Menno Schmidt

Fiat 124 Spider oder Mazda MX-5? Eine eindeutige Empfehlung, für welches Modell man sich entscheiden soll, ist nur schwer zu geben. Beides sind tolle Roadster und perfekt, um ein paar schöne Sonnenstunden im Auto zu verbringen. Preislich unterscheiden sich beide bis auf die 1.000 Euro für den Einstig nicht, insofern muss der Geschmack entscheiden. Frei nach dem Motto: Was gibt’s heute eigentlich zu essen? Pizza oder Sushi?
 
 

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